Michael van Gerwen nutzte eine seltene freie Zeit für einen Abstecher zum Circuit Zandvoort. Dort stand am Wochenende vorerst der letzte Große Preis der Niederlande auf dem Programm. Der dreifache Darts-Weltmeister genoss die besondere Atmosphäre an der Rennstrecke und teilte seinen Besuch auch mit seinen Fans auf Instagram.
Am Samstag erlebten die Zuschauer zunächst ein turbulentes Sprintrennen. Kurz vor dem Ende sorgte ein kräftiger Regenschauer für zusätzliche Spannung, während Max Verstappen schließlich auf dem sechsten Platz ins Ziel kam. Für das Qualifying präsentierten sich die Bedingungen deutlich freundlicher: Die Wolken verzogen sich, die Sonne kam heraus. Verstappen fuhr auf Rang sieben, während Lando Norris im McLaren die Poleposition holte und später auch das Rennen gewann.
Michael van Gerwen genießt die besondere Atmosphäre in Zandvoort
Van Gerwen verfolgte das Geschehen aufmerksam und sprach während des Qualifyings mit Viaplay über seinen Besuch. Der Niederländer hätte sich allerdings noch etwas mehr Spannung gewünscht. „Schade, dass es nicht ganz spannend genug war. Es hätte einfach etwas früher regnen müssen, aber ich bin gespannt auf die Ergebnisse“, sagte der 37-Jährige.
Michael van Gerwen stattete an diesem Wochenende der F1 in Zandvoort einen Besuch ab
Auch abseits des Oche gehört die Formel 1 zu den großen Leidenschaften des Niederländers. Trotz seines vollen Terminkalenders als Profi versucht van Gerwen, die Rennen so häufig wie möglich zu verfolgen. „Wenn ich die Chance habe zu schauen, schaue ich auf jeden Fall. Ja, immer“, erklärte er. Besonders häufig verfolgt er die Formel 1 gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Vincent van der Voort. „Ich schaue auch viel mit Vincent van der Voort. Ich finde es einfach richtig schön.“
Ein Grand Prix direkt an der Strecke bietet für van Gerwen jedoch eine ganz andere Erfahrung als ein Rennen vor dem Fernseher oder aus dem Hotelzimmer. In Zandvoort konnte er den Tag ohne sportlichen Druck genießen. „Hier bin ich schön frei, kann mein eigenes Ding machen und bin entspannt“, sagte der Niederländer.
Bereits zuvor besuchte van Gerwen den Grand Prix von Großbritannien in Silverstone. Die Atmosphäre in Zandvoort empfindet er dennoch als etwas Besonderes. Wenig überraschend spielt dabei auch Max Verstappen eine zentrale Rolle. „Max ist hier etwas beliebter als dort“, sagte van Gerwen mit einem Lächeln.
Zugleich fühlt sich der Darts-Star in Zandvoort sichtlich wohl. „Ich kenne natürlich so viele Menschen, ich stehe mit wirklich allen im Gespräch“, erklärte er. Der Heim-Grand-Prix bot ihm damit nicht nur Motorsport auf höchstem Niveau, sondern auch die Gelegenheit, abseits seines eigenen Sports bekannte Gesichter zu treffen.
Van Gerwen bedauert allerdings, dass der niederländische Grand Prix vorerst aus dem Formel-1-Kalender verschwindet. Seit der Rückkehr nach Zandvoort entwickelte sich das Rennen zu einem der größten Sportereignisse des Landes und zog Jahr für Jahr enorme Aufmerksamkeit auf sich.
„Das größte Sportereignis der Niederlande. Ich denke, darauf kann man nur sehr stolz sein. Es ist wirklich sehr schade, dass dies das letzte Mal ist“, betonte van Gerwen. Ganz abschreiben möchte er eine mögliche Rückkehr allerdings nicht. „Nur können wir alle zusammen daran nichts ändern und hoffen, dass es in ein paar Jahren wieder zurückkommt. Darauf können wir nur hoffen.“
Für van Gerwen kam der Ausflug nach Zandvoort zu einem passenden Zeitpunkt. Nach einer schwierigen Phase auf der Darts-Bühne, dem frühen Aus beim World Matchplay und dem Rückfall auf Rang sieben der PDC Order of Merit steht ihm ein wichtiger Herbst bevor. Seine Serie von 13 Jahren in den Top vier der Weltrangliste ist damit beendet.
In Zandvoort konnte „Mighty Mike“ den sportlichen Druck zumindest für einen Tag hinter sich lassen. Seine eigene Situation rückte in den Hintergrund – und van Gerwen genoss die Formel 1 ganz entspannt.