„Es war ein magischer Tag“: Jermaine Wattimena verpasst Titel, feiert in Leverkusen aber den größten European-Tour-Erfolg seiner Karriere

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 13 Juli 2026 um 10:00
Jermaine Wattimena (1)
Jermaine Wattimena hat bei den European Darts Open 2026 das beste European-Tour-Ergebnis seiner Karriere eingefahren. Der Niederländer erreichte in Leverkusen erstmals sowohl das Halbfinale als auch das Endspiel eines European-Tour-Turniers, musste sich im Finale jedoch Krzysztof Ratajski mit 6:8 geschlagen geben. Trotz der verpassten Chance auf seinen ersten Titel überwog bei „The Machine Gun“ nach dem Turnier die Zufriedenheit.
Der 37-Jährige überzeugte über das gesamte Wochenende hinweg mit starken Leistungen und unterstrich einmal mehr, dass er inzwischen auch auf der European Tour zu den gefährlichen Gegnern zählt. Mit seinem Finaleinzug sammelte Wattimena nicht nur wertvolle Ranglistenpunkte, sondern tankte auch reichlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Starke Auftritte ebnen den Weg ins erste European-Tour-Finale

Bereits zum Auftakt der European Darts Open präsentierte sich Wattimena in hervorragender Form. Gegen Kim Huybrechts ließ der Niederländer beim souveränen 6:0-Erfolg nichts anbrennen, ehe er auch Ryan Joyce beim 6:1 kaum eine Chance ließ und mühelos ins Achtelfinale einzog.
Jermaine Wattimena in Aktion.
Jermaine Wattimena erreichte in Leverkusen erstmals das Finale eines European-Tour-Turniers und feierte damit den bislang größten Erfolg seiner Euro-Tour-Karriere.
Dort wartete mit Luke Woodhouse der Sieger der Baltic Sea Darts Open 2026. In einer umkämpften Partie behielt Wattimena im entscheidenden Leg die Nerven und erreichte damit erstmals in seiner Karriere das Halbfinale eines European-Tour-Turniers.
Doch der Niederländer war damit noch nicht am Ende. Im Halbfinale traf er auf Damon Heta, einen der konstantesten Spieler der Tour. Wattimena knüpfte nahtlos an seine starken Leistungen an, setzte sich überzeugend mit 7:3 durch und machte damit seinen ersten Finaleinzug auf der European Tour perfekt.

Verpasste Chancen im Endspiel

Im Finale erwies sich Krzysztof Ratajski letztlich als der etwas abgezocktere Spieler. Der Pole nutzte Wattimenas ausgelassene Möglichkeiten konsequent aus und sicherte sich den Titel. An einem insgesamt herausragenden Wochenende des Niederländers änderte die Niederlage jedoch nichts. Für seinen Finaleinzug erhielt Wattimena 15.000 Pfund Preisgeld und konnte Leverkusen mit viel Selbstvertrauen verlassen.
Entsprechend positiv fiel auch sein Fazit nach dem Endspiel aus. Besonders die Unterstützung der Zuschauer in der Ostermann-Arena blieb ihm in Erinnerung.
„Ich bin damit sehr glücklich“, sagte Wattimena nach dem Finale. „Vielen, vielen Dank an die Fans. Es war ein magischer Tag.“

Wattimena zeigt Größe nach der Finalniederlage

Auch wenn ihn die ausgelassenen Chancen im Endspiel ärgerten, fand der Niederländer nach der Partie anerkennende Worte für seinen Gegner. Aus seiner Sicht ging der Titel verdient an Ratajski.
„Ich habe ein paar Chancen liegen lassen, aber Krzysztof führte 4:1 und hat seinerseits auch Möglichkeiten verpasst. Deshalb ist das, denke ich, ein gerechtes Ergebnis. Krzysztof war heute der bessere Spieler, also herzlichen Glückwunsch an ihn.“
Mit seinem Finaleinzug hat Wattimena den nächsten wichtigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Sein großes Potenzial hatte der Niederländer bereits mit dem Einzug ins Finale der European Championship unter Beweis gestellt. Auf der European Tour war zuvor allerdings spätestens im Viertelfinale Schluss gewesen. In Leverkusen durchbrach er diese Hürde eindrucksvoll und bewies, dass er auch auf dieser Bühne um Titel mitspielen kann.
Neben dem Preisgeld bringt ihm der Finaleinzug auch wertvolle Punkte für die Ranglisten sowie eine große Portion Selbstvertrauen. Gelingt es Wattimena, das Niveau von Leverkusen in den kommenden Monaten zu bestätigen, dürfte sein erster Titel auf der European Tour nur noch eine Frage der Zeit sein.
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