European Darts Open 2026: Jan Schmidt setzt Leverkusen-Märchen fort und erreicht sensationell den Finaltag – Max Hopp ausgeschieden

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 11 Juli 2026 um 16:58
Jan Schmidt (4)
Jan Schmidt bleibt die überragende deutsche Geschichte der European Darts Open 2026. Der 21-Jährige knüpfte am Samstag nahtlos an sein spektakuläres Comeback gegen Cameron Menzies an und erreichte nach einem weiteren nervenstarken Decider-Sieg gegen Mike De Decker erstmals den Finaltag eines European-Tour-Turniers. Im weiteren Verlauf des Nachmittags mussten sich Dragutin Horvat und Max Hopp in der zweiten Runde aus dem Turnier verabschieden.

Jan Schmidt setzt sein Leverkusen-Märchen fort

Schmidt erwischte mit einer 2:0-Führung den besseren Start, musste nach einem unglücklichen Bust bei 60 Restpunkten jedoch den Ausgleich hinnehmen. In der entscheidenden Phase überzeugte der Deutsche erneut mit seiner Nervenstärke, ging durch ein Bullfinish und ein 88er-Checkout wieder in Führung und verwandelte schließlich im Decider seinen ersten Matchdart auf der Doppel-16. Damit steht Schmidt sensationell unter den letzten 16 und darf weiter an der größten Erfolgsgeschichte seiner bisherigen Karriere schreiben.
Jan Schmidt jubelt.
Jan Schmidt setzte sein Leverkusen-Märchen fort und erreichte nach einem weiteren Decider-Sieg gegen Mike De Decker erstmals den Finaltag eines European-Tour-Turniers.

Woodhouse erneut zu stark für Horvat

Für Dragutin Horvat endete das Turnier dagegen in der zweiten Runde. Der deutsche Routinier musste sich dem frischgebackenen European-Tour-Champion Luke Woodhouse deutlich mit 0:6 geschlagen geben. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr gelang dem Engländer auf der European Tour ein Whitewash gegen Horvat, der gegen den konstant scorenden Woodhouse kaum Zugriff auf die Partie fand.

Favoriten setzen sich durch – Bialecki bestätigt seine Form

Auch Damon Heta löste sein Ticket für den Finaltag. Der Australier setzte sich in einer wechselhaften Begegnung mit mehreren Führungswechseln mit 6:4 gegen Rob Owen durch und machte den Sieg mit einem starken Schlussspurt perfekt.
Sebastian Bialecki knüpfte derweil nahtlos an seine starke Form der vergangenen Wochen an. Der Pole lieferte sich mit Danny Noppert ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe, überzeugte mit einer starken Doppelquote sowie einem 100er-Checkout und zog durch einen verdienten 6:3-Erfolg ebenfalls ins Achtelfinale ein.

Deutliche Siege für Wattimena, van Duijvenbode und Nijman

In der zweiten Hälfte der Session sorgte Jermaine Wattimena für das erste Ausrufezeichen. Der Niederländer ließ Kim Huybrechts beim 6:0-Erfolg keine Chance und dominierte die Partie insbesondere mit einem überragenden 11-Darter zur zwischenzeitlichen 4:0-Führung.
Dirk van Duijvenbode präsentierte sich gegen Chris Dobey ebenfalls in starker Verfassung. Nach einem 101er-Highfinish zum Auftakt übernahm der Niederländer mit einer Break-Hold-Kombination endgültig die Kontrolle und machte den 6:2-Erfolg souverän perfekt.
Noch beeindruckender verlief der Auftritt von Wessel Nijman. Der Pro-Tour-Dominator eröffnete sein Duell gegen Bradley Brooks direkt mit einem 170er-Bigfish und ließ anschließend zwei weitere Highfinishes über 104 und 110 Punkte folgen. Mit dem dritten Whitewash des Nachmittags zog der Niederländer eindrucksvoll in den Finaltag von Leverkusen ein.

Hopp scheitert an Ratajski

Max Hopp verpasste es unterdessen, Jan Schmidt in den Finaltag zu begleiten. Der „Maximiser“ startete mit einem Break ideal in sein Zweitrundenduell gegen Krzysztof Ratajski, verlor die Kontrolle über die Partie nach dem direkten Re-Break des Polen jedoch zunehmend. Vor allem in der entscheidenden Phase ließ Hopp mehrere Möglichkeiten auf den Anschluss ungenutzt, während Ratajski seine Chancen konsequent nutzte und auf 5:2 davonzog.
Für einen der meist umjubelten Momente der Nachmittagssession sorgte dennoch der Deutsche selbst: Mit einer spektakulären No-Look-180 brachte Hopp die Ostermann-Arena noch einmal zum Beben und verkürzte anschließend auf 3:5. Die Aufholjagd blieb jedoch aus, da Ratajski den 6:3-Erfolg wenig später souverän perfekt machte und am Sonntag im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Gian van Veen und Niko Springer trifft.
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