Rafael van der Vaart setzt sich weiterhin intensiv dafür ein,
Raymond van Barneveld auf dem Weg zurück zu alter Stärke zu unterstützen. Der frühere Profifußballer steht dem fünfmaligen Darts-Weltmeister vor allem als mentaler Ratgeber zur Seite – und findet zugleich, dass „Barney“ innerhalb der Dartszene nicht die Wertschätzung erhält, die er verdient.
Van Barneveld kämpft seit Jahren mit Formschwankungen und hat immer wieder Schwierigkeiten, an seine früheren Leistungen anzuknüpfen. An ein Karriereende denkt der Niederländer dennoch nicht. Unterstützung erhält er dabei ausgerechnet von van der Vaart, der bereits zu Beginn des Jahres angekündigt hatte, den 58-Jährigen mental begleiten zu wollen.
Van der Vaart nimmt van Barneveld in Schutz
„Wir geben unser Bestes. Er ist ein großartiger Kerl und eine echte Darts-Legende, nicht wahr. Das vergessen wir gelegentlich“, sagte van der Vaart im Gespräch mit
Sportnieuws.
Für den ehemaligen Profi vom Hamburger SV und Real Madrid steht fest, dass van Barneveld deutlich mehr Anerkennung verdient. Gleichzeitig übt er scharfe Kritik an ehemaligen Weggefährten, die den fünffachen Weltmeister seiner Meinung nach zu hart beurteilen.
„Ich sehe
Vincent van der Voort oft dort sitzen, nun, der konnte nicht einmal fünf Prozent von dem, was van Barneveld konnte. Aber er hat das größte Mundwerk.“
„Vielleicht muss er sich überhaupt nicht verändern“
Für van der Vaart gehört van Barneveld zu den größten Sportpersönlichkeiten der Niederlande. Deshalb wünscht er sich mehr Respekt für den fünffachen Weltmeister – auch wenn dieser mit seiner Art gelegentlich polarisiert.
„Ich finde, dafür dürfen wir Respekt haben. Ich sehe, dass er in der Dartswelt doch immer etwas belächelt wird. Aber das liegt daran, dass er ist, wie er ist. Doch das ist auch Gesprächsstoff. Es ist besser, als nur Ja und Nein zu sagen.“
Gleichzeitig versucht van der Vaart, seinem Freund eine positivere Herangehensweise zu vermitteln. Er räumt allerdings ein, dass dies leichter gesagt als getan sei.
„Es dürfte ab und zu etwas positiver sein, aber ich habe auch festgestellt, dass ihm das ziemlich schwerfällt. Wenn es mal nicht läuft, geht der Kopf sofort nach unten. Aber ich denke auch, dass er das einfach annehmen sollte, dass er nun einmal so ist. Vielleicht muss er sich überhaupt nicht verändern. Dann eben einfach: So ist es.“