Gary Anderson gewinnt Duell der Giganten gegen Michael van Gerwen und steht im WM-Viertelfinale – Humphries und van Veen werden Favoritenrolle gerecht
PDC
Der Ally Pally lieferte am letzten WM-Abend des Jahres alles, was große Darts-Nächte ausmacht: dominante Auftritte, legendäre Duelle und einen weiteren Beweis dafür, dass sich bei dieser Weltmeisterschaft eine neue Generation selbstbewusst auf der größten Bühne präsentiert. Luke Humphries, Gary Anderson und Gian van Veen lösten ihr Ticket für das Viertelfinale – jeder auf seine ganz eigene Art.
Luke Humphries vs. Kevin Doets (4:1)
Luke Humphries unterstrich eindrucksvoll seine Titelambitionen und ließ Kevin Doets nach starkem Beginn kaum noch Luft. Zwar erwischte der Niederländer einen Traumstart, eröffnete das Match mit einem Break und schnappte sich Satz eins mit einem 11-, 12- und 17-Darter, doch Humphries reagierte wie ein Champion. „Cool Hand Luke“ stabilisierte sein Scoring, erhöhte den Druck auf die Doppel und drehte die Partie mit kontrollierter Präzision. Mit hochklassigen Sätzen stellte Humphries auf 3:1 in den Sätzen. Im fünften Durchgang ließ der Weltmeister von 2024 nichts mehr anbrennen, holte sich den Satz mit 3:0 und zog mit einem 103er-Average, acht 180ern und fast 50 Prozent Checkoutquote souverän ins Viertelfinale der WM 2026 ein.
Michael van Gerwen vs. Gary Anderson (1:4)
Das Duell der Legenden hielt, was es versprach – und endete mit einem weiteren großen Auftritt von Gary Anderson. Der Schotte setzte früh Akzente, eröffnete das Match mit einem 101er-Checkout und zeigte sich in den entscheidenden Momenten eiskalt. Van Gerwen hielt zunächst dagegen, landete selbst ein 80er-Finish und breakte Anderson zwischenzeitlich, doch der Flying Scotsman konterte immer wieder mit starkem Timing und Nervenstärke auf dem äußeren Ring. Besonders Satz zwei und vier kippten zugunsten Andersons, weil van Gerwen zu viele Doppel liegen ließ. Im fünften Satz spitzte sich das Drama zu, als MvG mehrfach am Madhouse scheiterte. Anderson nutzte die erneuten Schwächen eiskalt aus und checkte schließlich 25 Punkte zum vielumjubelten 4:1-Sieg. Mit nahezu identischem Average, aber der deutlich besseren Doppelquote, setzte sich der zweifache Weltmeister durch und steht erneut im WM-Viertelfinale.
Charlie Manby vs. Gian van Veen (1:4)
Gian van Veen bestätigte seine herausragende Form und erreichte erstmals das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Der Niederländer legte furios los, eröffnete das Match mit fünf perfekten Darts und sicherte sich Satz eins souverän. Charlie Manby stemmte sich mit allem, was er hatte, gegen das Aus, glich mit einem 107er-Highfinish und einem starken zweiten Satz zwischenzeitlich aus, doch van Veen blieb der stabilere Spieler. Mit mehreren Bullseye-Finishes, darunter ein brillantes 132er-Checkout, setzte er sich in den folgenden Durchgängen ab. Zwar erzwang Manby im fünften Satz noch einen Decider, doch van Veen behielt die Kontrolle, checkte sicher auf der Doppel-16 und machte den 4:1-Erfolg perfekt. Mit neun 180ern, einem Average nahe der 100 und beeindruckendem Willen setzte der 23-Jährige ein weiteres Ausrufezeichen bei dieser WM.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









