Gary Anderson übersteht Fünf-Satz-Krimi gegen Adam Hunt, auch Andrew Gilding, Luke Woodhouse und David Davies mit WM-Auftaktsieg
PDCDer dritte Turniertag der Darts WM 2026 nahm am Samstagnachmittag im Alexandra Palace früh Fahrt auf und steigerte sich bis zu einem hochklassigen und nervenaufreibenden Abschluss. In der zweiten Nachmittagssession standen vier Erstrundenpartien auf dem Programm, in denen sich mit Andrew Gilding, Luke Woodhouse und Gary Anderson letztlich zumeist die gesetzten beziehungsweise höher eingeschätzten Spieler durchsetzten. Vor allem der zweifache Weltmeister Anderson musste dabei bis an seine Grenzen gehen. Nur Vandenbogaerde, der nun um den Verbleib seiner Tour-Card zittern muss, wurde seiner Favoritenrolle bei der Niederlage gegen David Davies nicht gerecht.
Bereits zu Beginn herrschte im Ally Pally eine gespannte Atmosphäre, die sich von Match zu Match weiter verdichtete. Während die ersten drei Begegnungen sportlich klarere Tendenzen zeigten, entwickelte sich das abschließende Duell zwischen Gary Anderson und Adam Hunt zu einem echten Schlagabtausch auf Augenhöhe.
Davies dominiert zum Auftakt
Den Auftakt der Session bestritten David Davies und Mario Vandenbogaerde. Der Waliser präsentierte sich bei seinem Alexandra-Palace-Debüt erstaunlich abgeklärt und bestimmte das Geschehen von Beginn an. Nach einem umkämpften ersten Satz, den Davies im Entscheidungsleg mit einem 15-Darter für sich entschied, übernahm er zunehmend die Kontrolle. Ein frühes Break im zweiten Durchgang sowie konstantes Scoring brachten ihm eine komfortable 2:0-Satzführung. Zwar zeigte Vandenbogaerde im dritten Satz kurz ein Lebenszeichen, doch Davies blieb nervenstark und machte nach mehreren vergebenen Chancen seines Gegners schließlich den 3:0-Erfolg perfekt. In Runde zwei wartet nun Weltmeister Luke Littler auf den 40-jährigen Waliser.
Mit einem 86er Average sichert sich David Davies einen 3:0 Erfolg über den Belgier Vandenbogaerde.
Gilding und Woodhouse mit reifer Leistung
Im zweiten Match des Nachmittags bestätigte Andrew Gilding seine Rolle als Favorit gegen WM-Debütant Cameron Crabtree. „Goldfinger“ startete mit einem frühen Break und dominierte den ersten Satz souverän. Auch danach blieb der UK-Open-Champion von 2023 der spielbestimmende Akteur, nutzte die Schwächen seines jungen Gegners konsequent aus und glänzte mit mehreren Highfinishes, darunter ein starkes 161er-Checkout. Crabtree wehrte sich im dritten Satz noch einmal und verhinderte den Whitewash, doch Gilding ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen. Mit einem soliden 3:1-Erfolg und einem Average knapp unter 100 Punkten zog der Engländer verdient in die zweite Runde ein.
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Anschließend traf Luke Woodhouse auf Boris Krčmar. Der Kroate erwischte den besseren Start, holte sich mit einem 121er-Finish den ersten Satz und setzte Woodhouse früh unter Druck. Der Engländer antwortete jedoch abgeklärt, glich aus und profitierte zunehmend von der längeren Distanz. In den entscheidenden Momenten zeigte Woodhouse die höhere Stabilität auf die Doppel und sicherte sich nach mehreren umkämpften Decidern die Sätze zwei bis vier. Mit dem 3:1-Erfolg bestätigte die Nummer 25 der Welt ihre Favoritenrolle und zog souverän in die nächste Runde ein.
Anderson mit Zittersieg
Den Höhepunkt der Nachmittagssession bildete das Duell zwischen Gary Anderson und Adam Hunt. Der „Flying Scotsman“ startete solide, musste jedoch schnell erkennen, dass Hunt an diesem Tag deutlich über seinem üblichen Niveau spielte. Der Engländer hielt nicht nur mit, sondern setzte Anderson mit starkem Scoring und mutigem Checkout-Spiel immer wieder unter Druck.
Mit einem 95er Average besteht Ando die erste Hürde gegen Adam Hunt.
Nach einem ausgeglichenen Beginn entwickelte sich ein Match voller Wendungen. Anderson sicherte sich den ersten Satz mit einem 11-Darter im Decider, doch Hunt schlug postwendend zurück und glich aus. Immer wieder glänzte der Schotte mit hohen Finishes, darunter gleich zwei Shanghai-Checkouts, während Hunt seinerseits mit starken 11- und 12-Dartern antwortete. Kein Spieler konnte sich entscheidend absetzen, die Sätze wechselten hin und her.
Im vierten Durchgang bewies Anderson einmal mehr sein Gespür für große Momente, als er unter Druck 88 Punkte über das Bullseye checkte und den Satzausgleich erzwang. Der entscheidende fünfte Satz geriet schließlich zum Nervenkrimi. Hunt blieb hartnäckig, doch Anderson behielt in den entscheidenden Augenblicken die Ruhe und nutzte seine letzte Chance auf der Doppel 3 zum viel umjubelten Matchgewinn.
Mit dem 3:2-Erfolg überstand der zweifache Weltmeister einen echten Härtetest und eröffnete seine Mission Titel Nummer drei. Den Fans im Alexandra Palace boten beide Spieler ein hochklassiges und intensives Duell, das dieser Nachmittagssession einen würdigen Abschluss verlieh.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








