German Darts Grand Prix 2026: Springer und Schindler enttäuschen – deutsche Hoffnungen im Achtelfinale früh beendet

PDC
Montag, 06 April 2026 um 17:07
Martin Schindler
Die Montagnachmittagssession beim German Darts Grand Prix 2026 in München brachte aus deutscher Sicht wenig Grund zur Freude. In der Zenith-Halle endete die Reise der letzten beiden deutschen Teilnehmer bereits im Achtelfinale. Sowohl Niko Springer als auch Martin Schindler verpassten den Einzug in die Runde der letzten acht Spieler – und das in Spielen, in denen durchaus mehr möglich gewesen wäre.
Während internationale Topspieler wie Jonny Clayton, Danny Noppert oder Nathan Aspinall ihre Aufgaben souverän lösten, blieben die deutschen Profis deutlich hinter den Erwartungen zurück. Vor allem die Art und Weise der Niederlagen ließ viele Fragen offen – insbesondere bei Schindler, der als deutsche Nummer eins ins Turnier gegangen war.

Schwacher Start kostet Springer alle Chancen

Niko Springer erwischte gegen Michael Smith einen denkbar ungünstigen Beginn. Der Engländer übernahm früh die Kontrolle, spielte konstant und nutzte seine Chancen konsequent. Springer hingegen fand überhaupt keinen Zugriff auf die Partie und lag schnell mit 0:4 zurück.
Niko Springer (1)
Springer verpasst gegen Michael Smith den Viertelfinaleinzug
Gerade im Scoring fehlte die notwendige Durchschlagskraft. Springer kam selten in komfortable Finish-Bereiche und setzte Smith dadurch kaum unter Druck. Auch auf die Doppel fehlte die Präzision, um früh ein Zeichen zu setzen.
Erst im weiteren Verlauf zeigte Springer eine Reaktion. Mit zunehmender Spieldauer wirkte er stabiler, nahm Smith zwei Legs ab und verkürzte zwischenzeitlich auf 4:5. In dieser Phase zeigte er den Kampfgeist, der ihn am Vortag noch ausgezeichnet hatte.
Doch die Aufholjagd kam zu spät. Beim Stand von 4:5 fehlte erneut die Konstanz im eigenen Anwurf, sodass Smith die Partie sicher über die Ziellinie brachte. Mit einem Average von 87,38 Punkten blieb Springer deutlich unter seinen Möglichkeiten. Gegen einen soliden, aber keineswegs überragenden Gegner wäre mehr drin gewesen.

Schindler bricht nach starkem Beginn komplett ein

Noch deutlicher fiel die Enttäuschung bei Martin Schindler aus. Der Deutsche startete stark in die Partie gegen Nathan Aspinall, setzte früh ein Break und ging schnell mit 2:0 in Führung. In dieser Phase wirkte er fokussiert und kontrollierte das Spiel.
Doch danach kippte das Match komplett. Aspinall fand besser in seinen Rhythmus, während Schindler zunehmend an Stabilität verlor. Vor allem im Scoring ließ der Deutsche deutlich nach und brachte sich dadurch immer wieder in schwierige Situationen.
Ein Schlüsselmoment war das spektakuläre 167er-Finish von Aspinall, das die Partie endgültig in eine andere Richtung lenkte. Ab diesem Zeitpunkt spielte fast nur noch der Engländer. Schindler fand keine Antworten mehr und verlor die Kontrolle über das Match.
Sein Average von 83,04 Punkten unterstreicht die schwache Leistung. Für einen Spieler seines Formats war das zu wenig, um auf diesem Niveau zu bestehen. Auch die Doppelquote blieb durchschnittlich und konnte die Probleme im Scoring nicht kompensieren.

Erwartungsdruck wird zum Problem

Gerade bei Schindler spielt auch die Erwartungshaltung eine Rolle. Als erfolgreichster deutscher Spieler der vergangenen Jahre und mehrfacher European-Tour-Sieger stand er besonders im Fokus. Die Hoffnungen auf einen tiefen Lauf im Heimturnier waren entsprechend groß.
Doch genau diesem Druck konnte er in diesem Achtelfinale nicht standhalten. Nach gutem Start verlor er die Sicherheit in seinem Spiel und wirkte zunehmend verunsichert. Statt das Match zu kontrollieren, reagierte er nur noch auf das Spiel seines Gegners.
Auch Springer zeigte, wie schwierig es sein kann, die eigene Leistung konstant abzurufen. Nach seinem starken Auftritt am Vortag fehlte die nötige Stabilität, um erneut auf diesem Niveau zu spielen.

Internationale Konkurrenz überzeugt

Abseits der deutschen Niederlagen präsentierten sich viele internationale Spieler in guter Form. Jonny Clayton zeigte beim 6:4 gegen Kim Huybrechts ein Spiel auf hohem Niveau und überzeugte vor allem in den entscheidenden Momenten.
Danny Noppert setzte sich souverän gegen Karel Sedlacek durch und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Kevin Doets sorgte mit seinem 6:5-Erfolg und ganzen zehn 180er im niederländischen Duell gegen Dirk van Duijvenbode für ein Highlight und zog erstmals in ein Viertelfinale auf der European Tour ein.
Auch Niels Zonneveld setzte sich in einem engen Spiel gegen Josh Rock durch und bewies seine starke Form der letzten Wochen im Entscheidungsleg. Andrew Gilding rundete die Session mit einem klaren Sieg gegen William O’Connor ab.
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