Mike De Decker sorgte letzte Woche beim PDC World Grand Prix für eine Sensation. Nach deutlichen Siegen unter anderem gegen Gary Anderson und James Wade schlug er im Finale Luke Humphries mit 6-4. Für De Decker, der zuvor noch nie über die Runde der letzten 32 bei einem PDC Major hinausgekommen war, war es damit der erste Major Titel seiner Karriere.
De Decker wurde unmittelbar nach seinem Sieg beim World Grand Prix als möglicher Kandidat für die Premier League Darts gehandelt. An diesem prestigeträchtigen Wettbewerb, der von Anfang Februar bis Ende Mai läuft, können jedes Jahr acht Spieler teilnehmen. Normalerweise sind dies die vier besten Spieler der Welt, ergänzt durch vier weitere Spieler, die von der PDC in Absprache mit dem Inhaber der Fernsehrechte, Sky Sports, ausgewählt werden.
In der Vergangenheit wurden die belgischen Spieler Kim Huybrechts und Dimitri Van den Bergh in die Premier League eingeladen. Nun könnte Decker ihre Nachfolge antreten, obwohl er selbst glaubt, dass eine Einladung zu früh käme. "Ich habe das Gefühl, dass ich noch mehr Erfahrung in großen Spielen brauche. Bevor der World Grand Prix begann, war ich noch nie über die Runde der letzten 32 bei einem großen Turnier hinausgekommen. Das habe ich zwar bei diesem Turnier gewonnen, aber etwas mehr Erfahrung bei den Majors wäre definitiv willkommen", sagte De Decker.
Käme eine Premier League-Nominierung zu früh?
De Decker steht derzeit auf Platz 25 der Weltrangliste. "Wenn man sich anschaut, wer in der Vergangenheit alles in die Premier League eingeladen wurde, waren das fast alles Spieler, die schon länger in der Spitze mitspielen und auch schon viele Spiele auf der großen Bühne absolviert haben. Deshalb denke ich, dass dies für mich zu früh kommen könnte."
Nächstes Wochenende wird De Decker wieder bei den Czech Darts Open im Einsatz sein. Bei diesem letzten Turnier der European Tour wird er in der ersten Runde auf Brett Claydon treffen. De Decker braucht noch einen Sieg, um sich die Teilnahme an der Europameisterschaft Ende des Monats rechnerisch zu sichern.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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