Richard Veenstra hat sich mit einem 6:3-Erfolg über European-Tour-Comebacker
Florian Hempel für die zweite Runde der
European Darts Trophy 2026 qualifiziert, zeigte sich nach seinem Sieg jedoch nur bedingt zufrieden mit seiner eigenen Leistung. Obwohl das Endergebnis deutlich wirkte, räumte der Niederländer ein, dass die Partie über weite Strecken kein hohes Niveau erreichte. Erst ganz am Ende zeigte er, was tatsächlich in seinem Spiel steckt.
Das Duell zwischen Richard Veenstra und Florian Hempel in der Auftaktrunde der
European Darts Trophy bot nur wenige Momente, in denen beide Spieler ihr bestes Niveau erreichten.
Das Beste kommt zum Schluss
Veenstra bestätigte nach der Partie selbst, dass das Match erst im letzten Leg wirklich Fahrt aufnahm. „Nur das letzte Leg“, sagte er mit einem Lächeln, als er gefragt wurde, wann er seine besten Darts geworfen habe. „Das war eigentlich das beste der ganzen Partie.“
Richard Veenstra trifft in der zweiten Runde auf Martin Schindler
Dass seine stärkste Phase erst ganz am Ende kam, sah der Niederländer jedoch nicht als Problem. „Wenn ich mein bestes Leg als letztes spiele, dann ist das in Ordnung“, erklärte er. „Dann gewinnst du wenigstens.“
Während das Scoring nicht konstant genug war, überzeugte Veenstra vor allem auf die Doppel. Immer dann, wenn sich eine Chance bot, ein Leg zu beenden, nutzte er diese häufig konsequent.
Rhythmus auf der Bühne finden
Eine der größten Herausforderungen im Darts ist der Unterschied zwischen Training und Wettkampf auf der Bühne. Auch Veenstra merkte während des Spiels, dass es schwierig sein kann, den richtigen Rhythmus zu finden.
„Es ist immer schwierig, auf der Bühne den Rhythmus zu finden“, erklärte er. „Hinter den Kulissen fühlt sich alles gut an, aber sobald du dort stehst, ist es doch völlig anders.“
Trotz der Schwankungen im Scoring fühlt sich Veenstra aktuell in guter Form. Er betonte, dass sein Selbstvertrauen zuletzt deutlich gestiegen sei – besonders in Bezug auf sein Finishing.
„Ich fühle mich gut und habe Vertrauen“, sagte er. „In letzter Zeit spiele ich gut, und das siehst du auch an meinen Doppeln. Die sind heute einfach gefallen.“
Deutscher Gegner wartet
In der zweiten Runde wartet nun eine neue Herausforderung auf den Niederländer. Dort trifft Veenstra auf die deutsche Nummer eins
Martin Schindler – einen Spieler, der auf der
European Tour bereits mehrfach erfolgreich war und sich auf großen Bühnen wohlfühlt.
Zudem wird die Atmosphäre eine ganz andere sein als im Auftaktspiel. Während die erste Partie am Freitagnachmittag vor 300 Zuschauern ausgetragen wurde, erwartet Veenstra nun eine deutlich lautere Kulisse. Rund 4.000 Zuschauer werden in der Halle sein, von denen der Großteil den Deutschen unterstützen dürfte. Das macht das Duell automatisch intensiver.
Veenstra bleibt dennoch gelassen. Im Gegenteil: Gegen deutsche Spieler fühlt er sich oft besonders wohl. „Die Deutschen sind meistens gut für mich“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Trotz seiner kritischen Einschätzung der eigenen Leistung überwiegt beim Niederländer das positive Gefühl. Der Sieg ist eingefahren, die Doppel funktionieren und die Form der vergangenen Wochen macht Mut für die nächste Aufgabe.
„Das gibt Vertrauen für morgen“, sagte er abschließend.