Stephen Bunting hat sich mit einem hart erkämpften Sieg über
Brendan Dolan für das Achtelfinale der
Flanders Darts Trophy qualifiziert. Der Engländer bekam es in Antwerpen mit einem stark aufspielenden Gegner zu tun: Dolan bewegte sich zwischenzeitlich bei einem Average von mehr als 100 Punkten und verlangte „The Bullet“ einiges ab. Am Ende setzte sich Bunting durch und verbuchte damit einen wichtigen Sieg, der ihn zugleich im Rennen um die Qualifikation für die
European Championship in Dortmund voranbringt.
Dass ihn gegen den erfahrenen Nordiren eine anspruchsvolle Aufgabe erwarten könnte, war Bunting bewusst. Wie gefährlich Dolan an diesem Abend tatsächlich werden würde, überraschte ihn allerdings. „Brendan ist ein fantastischer Spieler und ich weiß, wie gefährlich er sein kann. Ich wusste nur nicht, dass er so gefährlich sein würde“, erklärte Bunting im Bühneninterview nach der Partie.
Bunting sieht Dolans Average – und weiß, dass er kämpfen muss
Im Verlauf der Begegnung wurde Bunting deutlich vor Augen geführt, auf welchem Niveau sein Gegner unterwegs war. „Irgendwann schaute ich auf seinen Average und ich glaube, er lag bei über 100. Da wusste ich, dass ich mitten in einem richtigen Match steckte.“
Stephen Bunting feierte bei der Flanders Darts Trophy einen wichtigen Sieg über Brendan Dolan und machte damit einen großen Schritt Richtung Darts-EM.
Für Bunting war der Erfolg auch deshalb wertvoll, weil die Ergebnisse zuletzt nicht zu seinen Leistungen gepasst hatten. Wie der Engländer später im Interview erklärte, habe er in der jüngeren Vergangenheit gute Darts gespielt, ohne dafür mit Siegen belohnt worden zu sein. Gegen Dolan gelang es ihm nun, wieder ein Match für sich zu entscheiden.
Doppel-16 wird zum wichtigen Moment im Ranking-Kampf
Neben dem Einzug ins Achtelfinale hatte der Erfolg auch für Buntings Position im Rennen um die Darts-EM in Dortmund große Bedeutung. Nach dem Sieg wies ihn der Interviewer
Philip Brzezinski darauf hin, dass er nun vorläufig an Joe Cullen vorbeigezogen sei.
Entsprechend wurde im Interview auch der letzte Matchdart auf die Doppel-16 thematisiert. Der Master of Ceremonies sprach Bunting darauf an, wie enorm der Druck in diesem Moment gewesen sein müsse. Die Reaktion des Engländers fiel ebenso knapp wie bemerkenswert aus: „Ja, ich habe die Augen zugemacht.“
Dass die Rangliste Bunting durchaus beschäftigt, räumte „The Bullet“ anschließend offen ein. „Manchmal kann man sich in den Emotionen rund um die Rankings und allem, was sonst noch passiert, verlieren. Ich kann noch so oft sagen, dass ich nicht hinschaue, aber natürlich tue ich es.“
Umso größer war die Bedeutung des Sieges. „Zum Glück habe ich jetzt ein Match gewonnen. Das Preisgeld steht jetzt in meinem Ranking und ich kann darauf aufbauen.“
Bunting will den Druck abschütteln
Nach diesem wichtigen Erfolg möchte Bunting die kommenden Aufgaben nun mit einer anderen Haltung angehen. Statt sich weiter mit dem Rankingdruck zu beschäftigen, will sich der Engländer auf sein Spiel konzentrieren und die nächsten Partien genießen. „Es gibt jetzt keinen Druck mehr. Einfach rausgehen und es genießen.“
Dass Bunting dabei auch seinen Humor nicht verloren hat, zeigte seine anschließende Einschätzung der vergangenen Wochen. Trotz guter Leistungen waren die gewünschten Resultate zuletzt ausgeblieben. „Hör zu, ich habe gute Darts gespielt und keine Siege eingefahren. Also wurde es langsam Zeit, dass ich anfange, schlecht zu spielen und ein paar Matches zu gewinnen.“
Der Erfolg über Dolan kommt für Bunting damit zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nachdem gutes Darts zuletzt nicht mit entsprechenden Siegen einherging, hat „The Bullet“ in Antwerpen nun wieder ein Match für sich entschieden und zugleich seine Ausgangslage im Rennen um die Darts-EM verbessert.
Mit dem Einzug ins Achtelfinale steht Bunting nun am Finaltag der
Flanders Darts Trophy erneut auf der Bühne. Nach dem wichtigen Sieg über Dolan kann der Engländer die nächste Aufgabe mit dem von ihm selbst ausgegebenen Ansatz angehen: den Druck beiseiteschieben, rausgehen und sein Spiel genießen.