„Ich hasse das Verlieren mehr als jeder andere, aber Luke ist der verdiente Sieger“ – James Wade zollt Littler Lob

PDC
Montag, 09 März 2026 um 8:00
James Wade (2)
James Wade hat erneut ein beeindruckendes Turnier bei den UK Open hinter sich. Der 42-jährige Engländer erreichte zum fünften Mal in seiner Karriere das Finale des prestigeträchtigen Turniers, musste sich darin jedoch der jungen Sensation Luke Littler geschlagen geben. Wade unterlag im Endspiel mit 7:11 gegen das Teenie-Phänomen. Trotz der Niederlage kann Wade auf ein starkes Turnier zurückblicken, in dem er mehrere Topspieler bezwang und einmal mehr seine große Klasse auf der großen Bühne zeigte.

Spannender Beginn

Wade startete seine Jagd auf den vierten UK Open-Titel mit einem besonders nervenaufreibenden Duell gegen seinen Landsmann Chris Dobey. Dobey notierte einen beeindruckenden Average von 102, doch Wade behielt die Ruhe und zog das Match schließlich in einer entscheidenden Leg auf seine Seite. Es war sofort eine deutliche Warnung, dass der Routinier bei diesem Turnier erneut zu viel imstande war.
Nach diesem harten Auftakt fand Wade immer besser seinen Rhythmus. In der nächsten Runde räumte er überzeugend Gabriel Clemens aus dem Weg, ehe ein echter Härtetest gegen die Nummer vier der Welt, Michael van Gerwen, folgte. Gegen den Niederländer spielte Wade bärenstark. Mit einem beeindruckenden Average von 105,83 zeigte er, dass Erfahrung und Präzision noch immer eine tödliche Kombination bilden. Van Gerwen konnte das Tempo des Engländers nicht mitgehen, sodass sich Wade für den Finaltag qualifizierte.
James Wade verarbeitet die Enttäuschung
James Wade erreichte zum zweiten Jahr in Folge das Finale der UK Open
Auch am Schlusstag blieb Wade äußerst fokussiert. Im Viertelfinale traf er auf Ex-Weltmeister Rob Cross. Erneut mündete die Partie in eine nervenaufreibende letzte Leg. Wade erwies sich jedoch abermals als eiskalt in den entscheidenden Momenten. Mit einem starken 107-Finish entschied er das Match für sich und sicherte sich einen Platz unter den letzten Vier.
Im Halbfinale wartete anschließend eine Begegnung mit dem stets leidenschaftlichen Gerwyn Price. Wade spielte vielleicht seine beste Partie des gesamten Turniers. Mit einem Average deutlich über 105 und nicht weniger als elf Maximums von 180 unterstrich er, dass er weiterhin zur absoluten Spitze gehört. Am Ende gewann er das Duell mit 11:8 und schrieb erneut Geschichte.
Mit diesem Sieg wurde Wade nämlich erst der zweite Spieler überhaupt, der fünf Endspiele der UK Open erreichte. Nur der legendäre Phil Taylor war ihm darin zuvor vorausgegangen. Es war einmal mehr ein Beleg für Wades außergewöhnliche Konstanz auf höchstem Niveau.

Littler eine Nummer zu groß

Im Finale stand Wade Titelverteidiger Littler gegenüber. Obwohl Wade ein starkes Turnier gespielt hatte, erwies sich Littler letztlich als eine Nummer zu groß. Der junge Engländer agierte erneut auf außergewöhnlich hohem Niveau und ließ Wade wenig Raum, wirklich in die Partie zu finden.
Nach dem Finale zeigte sich Wade sportlich und realistisch in seiner Reaktion. „Luke war am Ende einfach zu gut für mich“, gab er ehrlich zu. „Ich konnte mein bestes Spiel nicht ganz abrufen, aber alle Ehre an Luke. Er macht einfach, was er immer macht, und es wirkt bei ihm ausgesprochen mühelos.“
Trotz der Enttäuschung blieb Wade stolz auf sein Turnier. Der erfahrene Darter weiß, dass er, gerade mit Blick auf sein Alter und die starke Konkurrenz, weiterhin an der Weltspitze mitmischen kann. „Ich denke, dass ich in den vergangenen achtzehn Monaten eigentlich ziemlich gut gespielt habe“, sagte er. „Luke trägt im Moment die Fahne. Er ist derzeit der beste Spieler der Welt, und leider habe ich nun drei Endspiele in Folge gegen ihn verloren.“
Dennoch überwiegt bei Wade auch ein Gefühl der Zufriedenheit. „Ich bin froh, dass ich das Finale erreicht habe. Natürlich hasse ich Verlieren mehr als jeder andere, aber heute habe ich gegen den besseren Spieler verloren.“
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