Nachdem am Freitagnachmittag noch 160 Spieler in Minehead gestartet waren, standen am Sonntagabend nur noch vier Namen im Rennen um den Titel. Mit
Luke Littler und
James Wade waren auch die beiden Finalisten des Vorjahres noch im Wettbewerb vertreten. Gerwyn Price und
Josh Rock wollten allerdings ihre Chance nutzen und selbst ins Endspiel einziehen.
Gerwyn Price startete stark in das erste Halbfinale gegen James Wade. Mit einem 11-Darter holte sich der Waliser früh eine 2:0-Führung. Vor der Pause verpasste Price jedoch, seinen Vorsprung auszubauen, nachdem ihm ein Rechenfehler unterlief. Wade nutzte diese Gelegenheit und verkürzte auf der Doppel 10 auf 2:3.
Nach der Pause stellte Price auf der Doppel 20 den alten Abstand wieder her und ging mit 5:3 in Führung. Doch dann begann eine beeindruckende Serie von Wade. Mit einem 136er-Checkout stellte der Engländer zunächst auf 5:5.
Wade spielte nun äußerst abgeklärt und traf ein spektakuläres 167er-Finish über das Bullseye, während Price auf 82 Rest wartete. Nachdem Price selbst das 170er-Finish auf dem Bullseye verpasst hatte, baute Wade seine Führung auf 8:5 aus.
Price unterbrach diese Serie mit einem starken 121er-Checkout zum 6:9. Der Waliser hielt sich weiter im Spiel und verkürzte mit einem 15- sowie einem 12-Darter auf 8:10. Doch ein weiterer Fehler auf dem Bullseye kostete Price die Chance auf das nächste Leg. Wade nutzte die Gelegenheit und machte den Finaleinzug perfekt.
Für Wade bedeutete dieser Erfolg sein fünftes Finale bei den
UK Open und bereits das zweite in Folge. Price hingegen wartet damit weiterhin auf seinen nächsten Major-Titel.
Im zweiten Halbfinale traf Titelverteidiger Luke Littler auf Josh Rock. Littler eröffnete das Spiel mit einem 14-Darter, ließ anschließend jedoch mehrere Doppeldarts liegen. Rock nutzte diese Schwäche eiskalt aus und ging mit 1:0 in Führung.
Littler überzeugte zwar mit dem besseren Scoring, hatte jedoch enorme Probleme auf die Doppel. Zur ersten Pause hatte Rock eine perfekte Doppelquote von 100 Prozent, während Littler lediglich einen von über einem Dutzend Versuchen traf.
Auch nach der Pause setzte sich dieses Bild zunächst fort. Rock baute seine Führung auf 5:1 aus und schien klar auf Finalkurs. Doch ein Treffer auf der Doppel 5 brachte Littler zurück ins Spiel.
Der Titelverteidiger drehte nun auf und spielte drei 13-Darter in Serie zum 5:5-Ausgleich. Rock blieb jedoch gefährlich und checkte ein 100er-Finish in drei Darts zur 8:7-Führung vor der letzten Pause.
Kurz darauf nutzte Rock erneut verpasste Doppeldarts seines Gegners und stellte auf 9:7. Doch Littler reagierte sofort. Mit einem starken 12-Darter gelang ihm der Ausgleich zum 9:9.
Auf der Doppel 20 holte sich Littler anschließend die 10:9-Führung. Wenig später verwandelte er seinen zweiten Matchdart und machte den 11:9-Erfolg perfekt, nachdem Rock zuvor 96 Punkte nicht checken konnte.
Damit kam es erneut zum Finale zwischen Luke Littler und James Wade. Bereits im Vorjahr standen sich beide im Endspiel gegenüber. Damals gewann Littler deutlich mit 11:2.
Auch im Finale erwischte der Titelverteidiger den besseren Start. Littler ging schnell mit 3:0 in Führung, während Wade zunächst kaum ins Spiel fand. Mit einem 60er-Checkout und einigen Fehlern seines Gegners verkürzte Wade vor der ersten Pause auf 2:3.
Nach dem zwischenzeitlichen 3:3 blieb Wade jedoch deutlich unter seinem gewohnten Niveau. Littler nutzte diese Phase und zog ohne größere Probleme auf 6:3 davon. Wade verkürzte vor der zweiten Pause auf der Doppel 20 noch einmal auf 4:6.
Trotz des höheren Averages gelang es Littler allerdings nicht, seinen Gegner endgültig abzuschütteln. Wade kämpfte sich zurück und stellte auf 6:6.
Beim Stand von 7:7 bot sich Wade sogar die Chance zur Führung, doch er verpasste das Bullseye knapp. Littler bestrafte diesen Fehler sofort und checkte 116 Punkte zur 8:7-Führung.
Anschließend boten sich Wade mehrere Möglichkeiten, um erneut auszugleichen. Doch genau in dem Moment, in dem das Spiel zu kippen drohte, ließ der Engländer seine Chancen ungenutzt.
Littler blieb hingegen eiskalt. Der junge Engländer nutzte schließlich seinen vierten Matchdart auf der Doppel 6 und machte den 11:7-Erfolg perfekt. Damit verteidigte Luke Littler seinen Titel bei den UK Open erfolgreich gegen James Wade.