Danny Noppert hat den Einzug ins Halbfinale des World Masters 2026 verpasst. Der Niederländer unterlag am Sonntagnachmittag im Viertelfinale klar gegen
Luke Humphries. Der englische Topspieler war mit 4:0 Sätzen deutlich überlegen und nutzte die vielen Fehlwürfe auf die Doppel von Noppert konsequent aus. Dadurch war die Partie schnell vorbei und der Fries blieb enttäuscht zurück.
Humphries zerlegt Noppert 4:0 – Große Probleme auf die Doppel
Vor dem Duell beim
Winmau World Masters war mit einem spannenden Match zwischen zwei Spielern gerechnet worden, die in den vergangenen Jahren regelmäßig auf der größten Bühne aufeinandergetroffen sind. Diese Spannung stellte sich jedoch kaum ein. Humphries startete scharf in die Partie und setzte mit hohen Scores sofort den Ton, während Noppert Mühe hatte, sein Niveau abzurufen. Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass der Niederländer Probleme hatte, seine Legs zuzumachen.
Die Schwierigkeiten auf die Doppel sollten letztlich den Verlauf des Matches bestimmen. Im zweiten Satz erhielt Noppert eine ausgezeichnete Chance, auszugleichen, doch er vergab einen entscheidenden Pfeil auf die Doppel. Humphries bestrafte das umgehend und ging mit 2:0 in Sätzen in Führung. Mit diesem Spielstand ging das Duo in die erste Pause, ein Zeitpunkt, der Noppert noch Hoffnung auf eine Wende hätte geben können.
Nach der Unterbrechung änderte sich das Spielbild jedoch kaum. Humphries blieb konstant und abgeklärt, während Noppert sichtbar mit seiner Chancenverwertung haderte. Der Fries verpasste mehrfach eine „volle Hand“ auf die Doppel, etwas, das auf diesem Niveau gnadenlos bestraft wird. Humphries nutzte das optimal und zog auf 3:0 in Sätzen davon, womit die Partie praktisch entschieden war.
Zu Nopperts zusätzlichem Pech setzte Humphries seine Dominanz auch im vierten Satz fort. Der Engländer ließ kaum Chancen zu und machte es professionell zu: 4:0. Damit fand Nopperts World-Masters-Abenteuer frühzeitig sein Ende, obwohl er vor dem Turnier noch betont hatte, ambitioniert weit kommen zu wollen.
„Das hätte sicher nicht sein müssen“
Nach der Partie zeigte sich Noppert im Gespräch mit Viaplay sichtbar enttäuscht. „Das hätte sicher nicht sein müssen“, gab er offen zu. Der Niederländer bewertete die Ursache seiner Niederlage realistisch und verwies vor allem auf seine vielen Fehlwürfe auf die Doppel. „Ich denke, da ist es vor allem schiefgelaufen. Ich habe meine Chancen bekommen, aber sie einfach nicht genutzt.“
Laut Noppert gehört das Verpassen von Doppeln zum Spiel, kam diesmal aber zu einem besonders unglücklichen Zeitpunkt. „Dass das passiert, gehört natürlich dazu. Aber dass das ausgerechnet jetzt im Viertelfinale gegen einen Humphries passiert … Heute war das einfach weit weg“, so der Fries, der seine Frustration damit nicht verbarg.
Die Frage, ob der Druck eines Viertelfinals auf großer Bühne eine Rolle spielte, wischte Noppert beiseite. „Ich stehe nicht unter zusätzlichem Druck“, erklärte er. „Ich spiele jedes Match gegen das Board und gegen mich selbst. Das ist immer so. Er hat es einfach gut gemacht.“ Damit zollte der Niederländer auch seinem Gegner Respekt, der seiner Meinung nach in den entscheidenden Momenten schlicht der bessere Spieler war.
Noppert schloss seine Analyse sportlich ab und erkannte an, dass der Sieg von Humphries verdient war. „Er hat verdient gewonnen“, resümierte der Niederländer.