Kaya Baysal schlägt Freund und Rivalen Mitchell Lawrie im Finale des Winmau Junior World Masters

PDC
Montag, 02 Februar 2026 um 14:00
Kaya Baysal (1)
Mit einem breiten Lächeln und sichtbarer Erleichterung stand Kaya Baysal am Sonntagnachmittag nach seinem Sieg im Finale des Winmau Junior World Masters auf der Bühne. Auf der großen PDC-Bühne setzte sich der Engländer gegen seinen guten Freund und Rivalen Mitchell Lawrie durch, womit er nicht nur den Titel holte, sondern auch als erster Name überhaupt auf der Ehrenliste dieses Turniers landete.

Interview mit Kaya Baysal: Erster Sieger des Junior World Masters über den Finalsieg

„Das fühlte sich großartig an, zumal es auf so einer großen PDC-Bühne passiert ist“, sagte Baysal kurz danach. „Es ist wirklich unglaublich. Ich bin vor allem sehr froh, dass ich mein Spiel gut zusammengehalten habe.“
Der Titel kam nicht aus heiterem Himmel. Baysal hatte schon in den Tagen vor dem Finale mit starken Leistungen in der Qualifikation in Bradmore beeindruckt, wo er mit hohen Averages durch Viertel- und Halbfinale fegte. Trotzdem blieb er mit Blick auf den Entscheidungstag bodenständig. „Ich habe einfach versucht, die Leistung von gestern mit in den heutigen Tag zu nehmen“, erklärte er. „Was dann passiert, passiert. Ich wusste, dass ich nicht plötzlich schlecht spielen würde, und ich wusste auch, dass ich gut spielen musste, um ihn zu schlagen. Zum Glück hat das geklappt.“
Dass der Sieg ausgerechnet gegen Lawrie gelang, verlieh dem Titel zusätzliche Strahlkraft. Die beiden kennen sich in- und auswendig und treffen regelmäßig aufeinander. „Ja, das bedeutet viel“, gab Baysal zu. „Wir spielen oft gegeneinander, wir kennen uns gut. Jedes Mal, wenn wir uns gegenseitig schlagen, fühlt es sich ein bisschen süßer an als jeder andere Sieg.“
Das Finale wurde in einem kurzen Format entschieden, in dem ein guter Start entscheidend war. Baysal spielte fast einen 90er Average und war vor allem auf die Doppelfelder gnadenlos. „Das ist sehr wichtig, gerade gegen Mitchell in so einem kurzen Format“, sagte er. „Wenn du nicht gut startest, wird es schwierig. Kurz gesagt: Du musst von Anfang an gut spielen, und das habe ich getan.“
Auffällig ist, wie schnell sich Baysal auf großen Bühnen heimisch fühlt. In den vergangenen Monaten sammelte er viel Erfahrung auf dem WDF-Circuit, unter anderem mit Auftritten in Lakeside. „Es fühlt sich alles ziemlich ähnlich an“, erzählte er. „Die Boards, das Setting… Lakeside ist eigentlich auch so. Es ist ein bisschen ein Sprung ins kalte Wasser, aber ja, es wirkt inzwischen vertraut.“
Dass er nun als erster Sieger auf der Trophäe steht, machte den Titel besonders. „Es bedeutet viel, die erste Name auf diesem Pokal zu sein“, sagte Baysal. „Aber ehrlich gesagt will ich einfach Titel gewinnen. Es ist mir egal welche, Hauptsache ich gewinne.“
Nach dem Finale ging es auch kurz um die Zukunft. Der Interviewer sprach mögliche langfristige Rivalitäten an, wie wir sie derzeit auch bei jungen Spielern in der PDC sehen. Baysal mochte den Vergleich. „Wir haben das definitiv in uns“, sagte er über sich und Lawrie. „Wir müssen einfach weitermachen wie bisher. Dann bin ich sicher, dass wir beide bald oben dabei sein werden.“
Groß angelegte Pläne für das kommende Jahr hat Baysal noch nicht konkret festgezurrt. „Ich weiß es noch nicht genau“, räumte er ein. „Vor allem innerhalb der WDF werde ich auf Ranglistenpunkte schauen und auf Länder, in denen ich gern spielen möchte. Ich habe jetzt einen kleinen Vorsprung, also will ich es ruhig angehen und ein bisschen durchs Jahr cruisen.“
Auch am Abend nach seinem bislang größten Titel blieb Baysal bemerkenswert bodenständig. „Ich werde Darts schauen, wahrscheinlich zusammen mit Mitchell und meiner Familie“, lachte er. „Danach einfach genießen… und morgen früh wieder zur Schule.“
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