Das
Winmau World Masters 2026 hat einen würdigen Champion:
Luke Littler hat sich in Milton Keynes erstmals die Masters-Krone gesichert und damit das erste Major-Turnier der Saison 2026 gewonnen. In einem hochklassigen, dramatischen Finale setzte sich der amtierende Weltmeister im Entscheidungssatz gegen
Luke Humphries durch und bestätigte einmal mehr seinen Status als Branchenprimus.
Im ersten Halbfinale lieferten sich
Luke Littler und Gerwyn Price ein hochklassiges und dramatisches Duell auf Augenhöhe. Beide Spieler bewegten sich konstant im dreistelligen Average-Bereich und wechselten sich mehrfach in der Satzführung ab. Price kämpfte sich nach zwischenzeitlichem Rückstand zurück und erzwang den Entscheidungssatz, ließ dort jedoch einen Matchdart ungenutzt. Littler blieb eiskalt, checkte mit dem letzten Dart auf der Doppel-2 und sicherte sich mit einem knappen Decider-Sieg den Einzug ins Finale.
Deutlich einseitiger verlief das zweite Halbfinale.
Luke Humphries präsentierte sich gegen
Gian van Veen in absoluter Topform und dominierte die Partie von Beginn an. Mit einem Average jenseits der 109-Punkte-Marke und konsequentem Druck im Scoring setzte „Cool Hand Luke“ früh die entscheidenden Akzente. Van Veen, der im Turnierverlauf mehrfach überzeugt hatte, fand trotz eines spektakulären 152er-Finishes kein Mittel gegen die Präzision des Weltranglistenzweiten und musste sich letztlich mit 0:5 geschlagen geben.
Finale: Littler behält im Decider die Nerven
Das Endspiel zwischen
Luke Littler und
Luke Humphries hielt, was es versprach – und entwickelte sich zu einem echten Nervenkrimi auf höchstem Niveau. Beide Spieler bewegten sich konstant im dreistelligen Average-Bereich, lieferten sich intensive Scoring-Duelle und wechselten sich immer wieder mit Satzgewinnen ab. Humphries erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Durchgang, doch Littler antwortete prompt – unter anderem mit einem spektakulären 153er-Finish, das früh für Raunen in der Halle sorgte.
Im weiteren Verlauf übernahm „The Nuke“ phasenweise die Kontrolle. Mit zwei 121er-Finishes in Serie zog Littler davon und erspielte sich eine zwischenzeitliche Führung, profitierte dabei aber auch von ungewohnten Doppelproblemen seines Gegners. Humphries ließ sich davon nicht beirren, kämpfte sich mit seiner bekannten Ruhe zurück in die Partie und glich nach sechs Sätzen erneut aus.
Die Schlussphase geriet zum offenen Schlagabtausch. Humphries drehte die Partie weiter und ging mit 5:4 in Führung – nur noch ein Satz trennte den Titelverteidiger vom erneuten Triumph. Littler blieb jedoch stabil, erzwang mit einem starken 12-Darter den Entscheidungssatz und nutzte dort seine Chance eiskalt: Mit einer 1:0-Führung im Gepäck verwandelte Littler seinen Championship-Dart auf der Doppel-10 und machte einen weiteren Major-Triumph perfekt.