Madars Razma hat nach seinem Aus in der ersten Runde des Winmau World Masters 2026 nicht nur auf die sportliche Niederlage reagiert, sondern auch deutliche Worte zu den äußeren Faktoren des Spiels gefunden. Nach einer nervenaufreibenden 2:3-Niederlage gegen James Wade teilte der Lette öffentlich seine Enttäuschung über die Reaktion des Publikums und das Verhalten seines Gegners.
„Ja, ich komme aus einem kleinen Land und ich bin kein Major-Champion im Darts“, erklärte Razma in einem Post auf seinem persönlichen X-Account. „Aber ich weiß nicht, ob ich die Buhrufe des Publikums und den Handschlag auf der Bühne und hinter den Kulissen heute Abend so verdient habe.“ Seine Worte machten deutlich, dass die Ereignisse nach dem letzten Dart für ihn schwerer wogen als das sportliche Ergebnis selbst.
Wade präsentiert sich in Topform – zumindest am Oche
Razmas Aussagen folgten auf ein hart umkämpftes Erstrundenmatch gegen James Wade, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Wade eröffnete die Partie mit einem 124er-Finish über Bull, doch Razma konterte und sicherte sich den ersten Satz auf der Doppel-18.
Wade antwortete mit einem 2:0 im zweiten Satz, bevor er im dritten Durchgang seine stärkste Phase zeigte. Mit einem Average nahe der 121 Punkte erspielte er sich die 2:1-Führung. Am Ende machte Wade den 3:2-Erfolg perfekt und beendete die Partie mit einem Gesamtaverage von über 102 Punkten – Zahlen, die die hohe Qualität dieses Matches unterstreichen.
Doch die Aufmerksamkeit verlagerte sich nach dem letzten Leg schnell weg von den sportlichen Leistungen. Beim Handschlag auf der Bühne blickte Wade seinem Gegner nicht in die Augen – ein Detail, das vielen Zuschauern auffiel und das Razma später explizit thematisierte. Auch die Atmosphäre rund um das Match, insbesondere die Reaktionen von den Rängen, hinterließen beim Letten einen bitteren Nachgeschmack.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.