„Ich kann jetzt drei bis vier Stunden schmerzfrei trainieren“ – Michael Smith mit positivem Verletzungs-Update

PDC
Sonntag, 18 Januar 2026 um 18:30
Michael Smith
Michael Smith hat nach einer langen und schwierigen Phase voller Verletzungen endlich wieder positive Nachrichten geteilt. Der Engländer, der 2023 den Weltmeistertitel errang, indem er Michael van Gerwen in einem ikonischen WM-Finale besiegte, lässt wissen, dass er wieder schmerzfrei lange Trainingseinheiten absolvieren kann. Für den 35-jährigen Dartspieler fühlt sich das wie ein enormer Durchbruch an, nachdem körperliche Beschwerden seine Karriere über Jahre sichtbar ausgebremst hatten.
Anfang 2023 stand Smith im wahrsten Sinne des Wortes an der Spitze der Dartswelt. Sein beeindruckender WM-Sieg gegen Van Gerwen brachte ihm nicht nur die Sid Waddell Trophy ein, sondern auch die Nummer-eins-Position in der Weltrangliste. Alles schien sich für „Bully Boy“ zu fügen, der als der Mann galt, der an der Spitze des Sports eine lange Herrschaft etablieren könnte.

Anhaltende Verletzungsprobleme

Diese Erwartung erfüllte sich jedoch nicht. Smiths Leistungen wurden zunehmend wechselhaft und seine Form baute langsam ab. Was zunächst als vorübergehende Delle abgetan wurde, erwies sich im Nachhinein weitgehend als Folge anhaltender Verletzungsprobleme, die ihn sowohl körperlich als auch mental beeinträchtigten.
Der Engländer litt unter anderem an Arthrose im rechten Handgelenk, eine Folge davon, dass er sich im Alter von 19 Jahren beide Handgelenke gebrochen hatte. Zusätzlich bekam er eine Grad-2-Verletzung am Akromioklavikulargelenk in der Schulter, die intensive Physiotherapie erforderte. Als wäre das nicht genug, machte ihm auch ein wiederkehrendes Fußgelenkproblem zu schaffen, das sogar das Laufen auf und um die Bühne schmerzhaft machte.
Trotz dieser Beschwerden versuchte Smith so lange wie möglich weiterzuspielen. Im Nachhinein war das ein hoher Preis, den er zahlte. Anfang 2025 fiel er aus den Top 16 der Weltrangliste, woraufhin der Abwärtstrend anhielt. In der Folge verpasste er die Qualifikation für prestigeträchtige Turniere wie das World Matchplay, den World Grand Prix und die European Championship in Dortmund. Für einen ehemaligen Weltmeister war das eine bittere Realität.

Hoffnungsvolle Nachrichten

Mittlerweile ist Smith auf Platz 32 der Weltrangliste abgerutscht, doch der Engländer weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Mit Blick auf 2026 will er erneut an einem Comeback in Richtung Weltspitze arbeiten. Diese Ambition erhielt in dieser Woche zusätzlichen Schub durch ein auffallend positives Update auf seiner Instagram-Seite. „Nichts fühlt sich besser an, als hier reinzukommen und zu wissen, dass ich jetzt drei bis vier Stunden schmerzfrei trainieren kann“, schrieb Smith. „Und vielleicht noch wichtiger: Ich muss nicht mehr nach meiner Markierung suchen, denn ich habe jetzt eine richtiges Oche.“
Michael Smith in Aktion
Michael Smith sieht langsam wieder Licht am Ende des Tunnels
Diese letzte Bemerkung bezieht sich auf eine Anpassung in seinem Setup zu Hause. Smith teilte in den vergangenen Monaten häufiger Bilder seines Trainingsraums, in dem er lange Zeit mit einer Markierung auf dem Boden statt mit einem richtigen Oche zu arbeitete. Die Anschaffung eines echten Oche wirkt für ihn wie ein kleines Detail, doch laut Smith macht sie einen enormen Unterschied bei Komfort und Konstanz.
Es scheint, als trage eine Kombination aus medizinischer Betreuung, Physiotherapie und technologischen Anpassungen endlich Früchte. Für Fans und Kenner sind das gute Nachrichten, denn an Michael Smiths purem Talent hat nie jemand gezweifelt. Auf seinem Topniveau zählt er zu den besten Scorern, die der moderne Dartsport gesehen hat.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob Smith diese positiven Signale auch in Ergebnisse auf der Bühne ummünzen kann. Mit dem Start der Pro Tour, mehreren Euro-Tour-Events und großen Turnieren wie den Winmau World Masters und der UK Open im Kalender bekommt er ausreichend Chancen, wieder Boden gutzumachen.
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