„Ich sagte zu ihm: Nächstes Jahr darfst du den Pokal haben“ – Luke Littler scherzt nach seinem UK Open Triumph mit James Wade

PDC
Dienstag, 10 März 2026 um 9:00
Luke Littler
Luke Littler hat erneut Geschichte geschrieben, indem er zum zweiten Mal in Folge die UK Open gewann. In einer Neuauflage des Vorjahresfinales besiegte der 19-jährige Engländer abermals seinen 42-jährigen Landsmann James Wade. Im Butlin’s Minehead Resort setzte sich Littler mit 11:7 durch und verteidigte seinen Titel erfolgreich.

In illustrer Reihe

Mit diesem Sieg reiht sich Littler in einen erlesenen Kreis ein. Zuvor gelang es lediglich drei anderen Spielern, die UK Open zwei Jahre hintereinander zu gewinnen: Michael van Gerwen, Phil Taylor und Raymond van Barneveld. Dass der Teenager bereits in dieser Liste steht, unterstreicht einmal mehr, wie rasant er sich zu einem der absoluten Topspieler der Dartswelt entwickelt hat.
Das Finale bot ein hohes Niveau, doch letztlich erwies sich Littler in den wichtigen Momenten als einen Tick konstanter. Wade blieb lange in Schlagdistanz, aber in der entscheidenden Phase machte „The Nuke“ mit einigen starken Finishes den Unterschied. Damit sicherte er sich erneut den prestigeträchtigen Titel.
Nach dem Match sprach Littler mit großem Respekt über Wade. Der junge Weltmeister gab zu, dass Wade einer der Spieler war, zu denen er früher aufblickte. „Ich glaube, er kommt jetzt schon seit rund 24 Jahren hierher“, sagte Littler nach der Partie. „Das zeigt, wie lange er bereits auf diesem Niveau mithält. James war jemand, zu dem ich immer aufgeschaut habe, als ich aufgewachsen bin. Wenn man dann zehn Jahre später gegen solche Spieler antritt und sie sogar schlägt, ist das ziemlich besonders.“

Scherz direkt nach dem Finale

Die beiden Engländer teilten anschließend auch einen lockeren Moment. Littler konnte es nicht lassen, einen Scherz über ihre aufeinanderfolgenden Finals zu machen. „Ich habe zu ihm gesagt: ‚Ich habe dich jetzt zweimal in Folge geschlagen, also darfst du ihn nächstes Jahr haben.‘ Worauf er antwortete: ‚Ja, wenn ich dann noch dabei bin.‘ Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass er noch lange nicht am Ende ist.“
Der Sieg bedeutet zudem, dass Littler seine beeindruckende Serie bei großen TV-Turnieren fortsetzt. Seit Ende Oktober vergangenen Jahres hat er auf einer großen PDC-Bühne kein Match mehr verloren. Ironischerweise war es ausgerechnet Wade, der ihn damals bei der European Championship bezwingen konnte.
James Wade posiert mit seiner Trophäe für den zweiten Platz bei den UK Open.
James Wade erreichte zum zweiten Jahr in Folge das Finale der UK Open
Für Wade bedeutete die Niederlage erneut ein verlorenes Finale gegen die junge Sensation. Der erfahrene Engländer musste sich zuvor bereits in den Endspielen der UK Open und des World Matchplay Littler geschlagen geben.
Nach der Partie war Wade ehrlich in seiner Analyse. „Er war am Ende einfach zu gut für mich“, räumte der 42-Jährige ein. „Ich war ein bisschen leer, und ich bin natürlich auch ein Stück älter als er. In den wichtigen Momenten habe ich es einfach nicht gefunden.“
Dennoch betonte Wade, dass er mit seinen jüngsten Leistungen zufrieden ist, trotz der verpassten Trophäe. „Vielleicht wird das nicht immer so wahrgenommen, aber in den vergangenen anderthalb Jahren habe ich es eigentlich ziemlich gut gemacht“, sagte er. „Aber niemand verliert gerne. Und ich hasse Verlieren vielleicht sogar mehr als die meisten Spieler.“

„Im Moment ist er einfach der beste Spieler der Welt“

Wade äußerte sich auch lobend über seinen jungen Rivalen, der derzeit als einer der absoluten Leistungsträger innerhalb der PDC gilt. „Luke ist derjenige, der aktuell die Fahne für die PDC hochhält. Im Moment ist er einfach der beste Spieler der Welt.“
Dass Wade weiterhin auf Topniveau mithalten kann, bewies er im vergangenen Jahr mit mehreren starken Ergebnissen. Neben seiner Finalteilnahme bei den UK Open erreichte er auch das Endspiel des World Matchplay. Dennoch fehlte sein Name bemerkenswerterweise im Teilnehmerfeld der Premier League Darts 2026.
Diese Entscheidung sorgte beim ehemaligen Premier-League-Sieger für gehörigen Frust. Trotz starker Leistungen bei den Ranglistenturnieren entschied sich die PDC, Wildcards unter anderem an Jonny Clayton, Stephen Bunting, Josh Rock und Gerwyn Price zu vergeben.
Für Littler ändert das jedoch wenig an seinem beeindruckenden Aufstieg. Mit zwei aufeinanderfolgenden UK-Open-Titeln und einer Serie starker Auftritte auf den größten Bühnen scheint der junge Engländer vorerst nicht zu stoppen. Und wenn es nach ihm geht, wird auch James Wade noch eine Weile an der Darts-Spitze mitmischen.
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