Motomu Sakai hat direkt am ersten Wochenende der Steel Tour Japan 2026 ein eindrucksvolles Statement gesetzt. Beim Saisonstart in Chiba erreichte der 28-Jährige in allen vier Turnieren das Finale und setzte sich damit früh an die Spitze der Rangliste des wichtigsten japanischen Dartscircuits.
Am 5. und 6. Mai standen gleich vier Events auf dem Programm – ein intensiver Auftakt, den Sakai dominierte. Er gewann das erste Turnier und zog anschließend auch in den drei folgenden Wettbewerben ins Endspiel ein. Mit dieser Konstanz unterstrich der WM-Teilnehmer aus dem Vorjahr seine Ambitionen auf eine weitere starke Saison.
Sakai dominiert, doch Titel bleiben umkämpft
Schon im ersten Event präsentierte sich Sakai in bestechender Form. Sieben Siege in Serie ebneten ihm den Weg zum Titel, darunter überzeugende Auftritte mit Averages jenseits der 96-Punkte-Marke gegen Kohei Aoki und Osamu Inaba. Im Finale ließ er Kenichi Ajiki keine Chance: Mit einem deutlich höheren Durchschnitt setzte sich Sakai souverän mit 5:3 durch und sicherte sich den ersten Titel des Jahres.
Auch im zweiten Turnier knüpfte er nahtlos an diese Leistung an. Auf dem Weg ins Finale gab er lediglich vier Legs ab. Besonders im Halbfinale gegen Akimune Matsuyoshi zeigte Sakai erneut seine Klasse und spielte nahezu 97 im Average. Im Endspiel musste er sich jedoch Keita Ono geschlagen geben, der damit seinen zweiten Titel auf der Steel Tour feierte.
Sein spielerisches Highlight lieferte Sakai im dritten Event. Gegen Ryuta Arihara spielte er einen Karriere-Average von 103,19 Punkten. Die Partie entwickelte sich zu einem hochklassigen Duell, in dem Arihara trotz starker 105,61 im Schnitt unterlag. Sakai zog erneut ins Finale ein, musste sich dort aber überraschend Yutaka Sunakawa mit 2:5 geschlagen geben, der damit den ersten Titel seiner Karriere gewann.
Im vierten Turnier erreichte Sakai abermals das Endspiel, musste dafür jedoch deutlich mehr investieren. Sowohl gegen Yoshihisa Baba als auch gegen Sunakawa setzte er sich erst im Entscheidungsleg durch. Im Finale kam es erneut zum Duell mit Ono. Der erwies sich einmal mehr als nervenstark, nachdem er zuvor bereits einen Matchdart im Halbfinale überstanden hatte, und gewann auch sein zweites Finale des Wochenendes gegen Sakai.
Neben Sakai überzeugte vor allem Ono mit zwei Turniersiegen und Rang zwei in der Gesamtwertung. Sunakawa rundete das starke Niveau des Wochenendes ab und belohnte sich mit seinem Premierentitel. Auf dem Weg dorthin setzte er sich unter anderem in engen Matches gegen Daisuke Otsuda und Ono durch und besiegte im Halbfinale WM-Teilnehmer Mitsuhiko Tatsunami.
Nach vier gespielten Events führt Sakai die Rangliste klar an, gefolgt von Ono und Sunakawa. Der Führende nach insgesamt zwölf Turnieren qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft im Alexandra Palace – ein Ziel, das Sakai mit seinem Auftakt eindrucksvoll untermauert hat.
Die nächsten vier Turniere der Steel Tour Japan finden am 15. und 16. August in Osaka statt. Dort wird sich zeigen, ob Sakai seine dominante Form bestätigen kann oder die Konkurrenz weiter aufschließt.
Finals Eröffnungswochenende Steel Japan Tour
| Event | Sieger | Ergebnis | Finalverlierer |
| 1 | Motomu Sakai | 5:3 | Kenichi Ajiki |
| 2 | Keita Ono | 5:3 | Motomu Sakai |
| 3 | Yutaka Sunakawa | 5:2 | Motomu Sakai |
| 4 | Keita Ono | 5:2 | Motomu Sakai |