Die
Premier League Darts 2026 biegt auf die Zielgerade ein. Mit
Nacht 15 in Birmingham beginnt die entscheidende Phase im Rennen um die Plätze für die Finalnacht in der Londoner O2 Arena. Nur noch zwei Spieltage bleiben den Stars, um sich entscheidende Vorteile zu verschaffen oder den Traum von den Play-offs am Leben zu halten.
Die Utilita Arena Birmingham bildet dabei einmal mehr die Bühne für einen hochklassigen
Premier-League-Abend. Acht der besten Spieler der Welt kämpfen um wichtige Punkte, während die Spannung an der Tabellenspitze und im Kampf um Rang vier weiter steigt. Besonders im Fokus stehen die direkten Duelle der Verfolger, denn nahezu jede Partie kann die Ausgangslage im Klassement verändern.
Historie der Premier League in Birmingham
Die Utilita Arena Birmingham gehört seit vielen Jahren zu den traditionsreichsten Austragungsorten der Premier League Darts. Seit 2007 gastiert die PDC regelmäßig in den West Midlands. Lediglich 2020 fiel der Tourstopp aufgrund der Corona-Pandemie aus.
Luke Littler gewann zuletzt in Birmingham und schrieb Geschichte
Vor allem Jonny Clayton prägte die ersten Jahre des heutigen K.o.-Formats in Birmingham. 2022 dominierte „The Ferret“ den Abend eindrucksvoll. Nach einem klaren 6:1-Erfolg über Michael Smith setzte er sich auch gegen Peter Wright durch, der trotz eines Averages von über 107 Punkten den Kürzeren zog. Im Finale ließ Clayton anschließend James Wade keine Chance und gewann deutlich mit 6:1.
Ein Jahr später wiederholte der Waliser seinen Triumph. Nathan Aspinall und
Michael van Gerwen mussten sich dem ehemaligen Premier-League-Champion geschlagen geben, ehe Clayton in einem engen Finale erneut Peter Wright bezwang.
2024 sorgte Michael van Gerwen schließlich für einen neuen Namen in der Siegerliste von Birmingham. Der Niederländer spielte sich mit Erfolgen gegen Nathan Aspinall und Michael Smith ins Finale und bezwang dort den damaligen Debütanten
Luke Littler mit 6:3.
Die bislang letzte Ausgabe stand dann ganz im Zeichen von Littler. Der Engländer kämpfte sich zunächst gegen Stephen Bunting und Nathan Aspinall jeweils knapp durch, ehe er van Gerwen im Endspiel mit 6:4 schlug. Es war damals bereits sein fünfter Tagessieg der Saison – ein Rekord im aktuellen Format. Inzwischen hat „The Nuke“ diese Bestmarke längst weiter ausgebaut und könnte in Birmingham den nächsten Meilenstein setzen.
Ergebnisse und Spielplan Premier League Darts 2026
Donnerstag 14.07. (ab 19:00 Uhr)
Utilita Arena, Birmingham - Nacht 15
| Uhrzeit | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 | Runde |
| 19:15 | Josh Rock | — | Gian van Veen | VF |
| 19:45 | Gerwyn Price | — | Michael van Gerwen | VF |
| 20:15 | Luke Humphries | — | Stephen Bunting | VF |
| 20:45 | Jonny Clayton | — | Luke Littler | VF |
| 21:15 | Sieger VF1 | — | Sieger VF2 | HF |
| 21:45 | Sieger VF3 | — | Sieger VF4 | HF |
| 22:15 | Sieger HF1 | — | Sieger HF2 | F |
Josh Rock v Gian van Veen
Der Abend beginnt mit dem Duell der beiden Debütanten Josh Rock und Gian van Veen. Besonders Rock reist mit viel Selbstvertrauen nach Birmingham. Der Nordire gewann zuletzt das Austrian Darts Open in Graz und sicherte sich damit seinen zweiten European-Tour-Titel. Im Finale setzte er sich nach einem starken Auftritt mit 8:6 gegen Kevin Doets durch.
In der Premier League verlief die Saison für „Rocky“ allerdings deutlich schwieriger. Die Chancen auf die Play-offs sind bereits dahin, dennoch will Rock die letzten Wochen nutzen, um seine Debütsaison positiv abzuschließen.
Für Gian van Veen geht es dagegen noch um alles. Der Niederländer liegt aktuell drei Punkte hinter Rang vier und braucht dringend einen starken Abend. Trotz mehrerer Finalteilnahmen wartet „The Giant“ weiterhin auf seinen ersten Tagessieg in der Premier League.
Der direkte Vergleich spricht leicht für van Veen. Auch die bisherigen beiden Premier-League-Duelle gewann der Niederländer relativ souverän. Trotzdem hat Rock bereits bewiesen, welches Potenzial in ihm steckt. Vor allem sein spektakulärer Neundarter in Belfast bleibt einer der großen Momente dieser Saison.
Josh Rock verlor in Belfast 2:6 gegen Gian van Veen, warf aber einen Neundarter
Gerwyn Price v Michael van Gerwen
Das zweite Viertelfinale zählt zu den wichtigsten Partien des Abends. Gerwyn Price trifft auf Michael van Gerwen – zwei Spieler, die mitten im Kampf um die Finalnacht stecken.
Nach seinem Tagessieg in Manchester schien Price bereits sicher auf Play-off-Kurs. In den vergangenen Wochen verlor der Waliser jedoch etwas an Konstanz und konnte nur noch einmal das Halbfinale erreichen. Mit 21 Punkten bleibt „The Iceman“ zwar in einer guten Position, weitere Siege sind aber dringend nötig.
Direkt hinter ihm lauert van Gerwen mit 18 Punkten. Für den siebenfachen Premier-League-Champion wäre eine zweite verpasste Finalnacht in Serie ein ungewohntes Szenario. Seine Saison verläuft bislang extrem wechselhaft. Starke Leistungen wechseln sich regelmäßig mit frühen Niederlagen ab.
Zuletzt zeigte „Mighty Mike“ allerdings wieder sein enormes Niveau. Bei
Players Championship 15 spielte der Niederländer im Halbfinale gegen Martin Schindler einen Average von über 122 Punkten und holte anschließend seinen ersten Floor-Titel seit fast zwei Jahren.
Historisch führt van Gerwen den direkten Vergleich klar an. Aktuell spricht die Form allerdings eher für Price. Der Waliser gewann drei der vergangenen vier Duelle und setzte sich auch in beiden bisherigen Premier-League-Partien 2026 durch.
Michael van Gerwen und Gerwyn Price treffen in einer entscheidenden Phase aufeinander, beide schielen auf die Top Vier
Luke Humphries v Stephen Bunting
Luke Humphries verschaffte sich mit seinem Finaleinzug in Leeds etwas Luft im Rennen um die Play-offs. Trotzdem bleibt die Lage angespannt, denn „Cool Hand Luke“ wartet trotz starker Leistungen weiterhin auf seinen ersten Tagessieg der Saison.
Vor allem auf die Doppel lässt Humphries zu viele Chancen liegen. Im Scoring gehört der Weltmeister dagegen weiterhin zu den stärksten Spielern im Feld. Genau deshalb bleibt er trotz seiner schwankenden Ergebnisse einer der gefährlichsten Spieler der Liga.
Für Stephen Bunting wird die Situation zunehmend schwieriger. Nach der knappen Niederlage gegen Humphries in Leeds beträgt der Rückstand auf die Top Vier bereits fünf Punkte. Ohne einen starken Lauf in Birmingham dürften seine Hoffnungen auf die Finalnacht deutlich sinken.
Die bisherigen Duelle der beiden verliefen in dieser Saison äußerst eng. Bunting gewann das erste Aufeinandertreffen in Belfast, Humphries revanchierte sich zuletzt knapp in Leeds, nachdem „The Bullet“ mehrere Matchdarts ungenutzt ließ.
Luke Humphries besiegte Stephen Bunting zuletzt in der Premier League Darts
Jonny Clayton v Luke Littler
Das letzte Viertelfinale bringt zwei der dominierenden Spieler dieser Premier-League-Saison an das Oche. Jonny Clayton und Luke Littler haben ihre Plätze für die Finalnacht bereits sicher, wollen ihre starke Form aber weiter bestätigen.
Clayton überzeugt bei seiner Rückkehr in die Premier League mit bislang vier Tagessiegen und erinnert immer häufiger an seine dominante Phase aus dem berühmten „Jahr des Ferrets“. Der Waliser gehört aktuell zu den konstantesten Spielern der Tour.
Erster und Zweiter in der Tabelle: Luke Littler und Jonny Clayton standen 2026 bereits in drei Abendfinals gegenüber
Littler bleibt allerdings der Maßstab der Liga. Der 18-Jährige gewann zuletzt drei Premier-League-Abende in Serie und baute seine Tabellenführung weiter aus. Seine letzte Niederlage kassierte „The Nuke“ ausgerechnet gegen Clayton im Finale von Rotterdam.
Die bisherigen sechs Premier-League-Duelle zwischen beiden endeten mit einer ausgeglichenen 3:3-Bilanz. Clayton gewann zwar das jüngste Viertelfinale, doch Littler entschied zwei der bisherigen Finals für sich. Mit inzwischen neun Siegen in Folge reist der Tabellenführer erneut als Favorit nach Birmingham.