Premier League Darts 2026: Luke Humphries triumphiert in Birmingham – Price und „Cool Hand Luke“ sichern sich Play-off-Ticket

PDC
Donnerstag, 14 Mai 2026 um 23:50
Luke Humphries (4)
Die Premier League Darts 2026 steuert auf ihre entscheidende Phase zu – und der 15. Spieltag in Birmingham brachte die nächsten großen Entscheidungen im Rennen um die Play-offs. In der Utilita Arena sicherte sich Luke Humphries mit einem starken Turnierabend nicht nur den Tagessieg, sondern auch vorzeitig seinen Platz bei der Finalnacht im Londoner O2. Gemeinsam mit Gerwyn Price komplettierte der Weltmeister von 2024 damit das Play-off-Quartett um Luke Littler und Jonny Clayton.
Besonders im Fokus stand dabei das direkte Duell zwischen Gerwyn Price und Michael van Gerwen. Während der Waliser seine starke Form bestätigte und sich mit dem Halbfinaleinzug die Qualifikation sicherte, erlebte van Gerwen die nächste bittere Enttäuschung. Der Niederländer verpasst damit zum zweiten Mal in Folge die Endrunde der Premier League – ein Szenario, das vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre.

Humphries dreht gegen Littler auf und gewinnt den Abend

Luke Humphries präsentierte sich in Birmingham so stark wie lange nicht mehr. Bereits im Viertelfinale dominierte „Cool Hand Luke“ Stephen Bunting nach Belieben und feierte einen kompromisslosen 6:0-Erfolg. Mit einem Average von über 107 Punkten, starken Finishes und zwei aufeinanderfolgenden 11-Dartern ließ der Engländer seinem Landsmann keine Chance. Für Bunting bedeutete die Niederlage gleichzeitig das endgültige Aus im Kampf um die Top vier.
Luke Humphries (5)
Luke Humphries bekommt somit die Chancen seinen Titel in London zu verteidigen
Noch beeindruckender wurde Humphries allerdings im Halbfinale gegen Tabellenführer Luke Littler. Der zweimalige Weltmeister erwischte zunächst den besseren Start und zog schnell auf 3:0 davon. Doch Humphries reagierte eindrucksvoll. Mit enormem Scoring, konsequentem Check-out-Spiel und sechs 180ern drehte er die Partie komplett. Besonders die Legs zum 4:3, 5:3 und 6:3 unterstrichen seine Klasse. Ein Average von fast 111 Punkten machte den Sieg gegen den aktuell dominierenden Littler perfekt.
Littler hatte zuvor Jonny Clayton regelrecht überrollt. Der junge Engländer gewann das Duell der beiden Spitzenreiter mit 6:0 und zeigte erneut seine außergewöhnliche Konstanz. Vor allem das 136er Highfinish zum zwischenzeitlichen 3:0 sorgte für Begeisterung in Birmingham. Clayton blieb dagegen komplett ohne Checkout und fand nie in die Partie.

Price beendet van Gerwens Hoffnungen

Das wohl wichtigste Match des Abends fand bereits im Viertelfinale statt. Gerwyn Price traf auf Michael van Gerwen – ein echtes Endspiel im Kampf um die Play-offs. Der Niederländer hatte wenige Tage zuvor noch mit einem Average von 122 Punkten auf der ProTour für Schlagzeilen gesorgt, konnte dieses Niveau in Birmingham jedoch nicht bestätigen.
Price nutzte die Schwächen des siebenmaligen Premier-League-Champions konsequent aus. Zwar kämpfte sich van Gerwen zwischenzeitlich nach einem 1:3-Rückstand zurück und ging sogar mit 4:3 in Führung, doch mehrere verpasste Darts auf die Doppel kosteten ihn die Partie. Price antwortete im richtigen Moment mit einem starken 100er-Finish zum entscheidenden Break und machte den 6:4-Sieg anschließend auf Doppel 5 perfekt.
Damit war klar: Michael van Gerwen hat keine Chance mehr auf die Finalnacht in London. Für einen Spieler seiner Klasse ist das ein weiterer Rückschlag in einer insgesamt wechselhaften Saison.

Van Veen überzeugt erneut bei Premier-League-Debüt

Auch Gian van Veen setzte seine starke Premier-League-Saison fort. Der Niederländer gewann zunächst mit 6:3 gegen Josh Rock und überzeugte dabei mit einem Average von über 102 Punkten. Besonders das Timing bei den wichtigen Checkouts machte den Unterschied. Rock kämpfte sich zwar mehrfach zurück, doch van Veen blieb in den entscheidenden Momenten stabil.
Im Halbfinale gegen Gerwyn Price entwickelte sich anschließend ein hochklassiges Duell. Van Veen glänzte unter anderem mit Checkouts von 121 und 120 Punkten und hielt die Partie lange offen. Beim Stand von 4:4 zeigte Price jedoch seine ganze Erfahrung. Der Waliser nutzte eine Schwächephase des Niederländers eiskalt aus, holte das entscheidende Break und zog mit einem 6:4-Erfolg ins Finale ein.

Humphries behält im Finale die Nerven

Das Endspiel zwischen Humphries und Price war für den Engländer ein richtungsweisendes Duell um die endgültige Play-off-Qualifikation. Beide Spieler lieferten sich ein intensives Match mit zahlreichen Wendungen. Humphries startete stark und setzte sich früh mit 4:1 ab, ehe Price dank eines sehenswerten 130er-Finishs zurückkam.
Der Waliser kämpfte sich auf 4:4 heran und schnupperte kurzzeitig sogar an der Führung. Doch Humphries blieb ruhig, gewann sein Anwurfleg zum 5:4 und setzte schließlich den Schlusspunkt mit einem brillanten 117er-Finish. Der 6:4-Erfolg brachte ihm seinen ersten Spieltagsieg der laufenden Premier-League-Saison – und gleichzeitig das Ticket für die Finalnacht im O2.
Damit stehen Luke Littler, Jonny Clayton, Gerwyn Price und Luke Humphries offiziell in den Play-offs der Premier League Darts 2026. Während Humphries pünktlich zur heißen Saisonphase seine Topform findet, reist van Gerwen im zweiten Jahr in Folge ohne Aussicht auf den Titelgewinn nach Hause.
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