Players Championship 16: Andrew Gilding gewinnt ersten Floor-Titel seiner PDC-Karriere – Niko Springer glänzt mit Halbfinale

PDC
durch Nic Gayer
Mittwoch, 13 Mai 2026 um 20:03
Andrew Gilding (1)
Andrew Gilding hat bei Players Championship 16 den größten Pro-Tour-Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der Engländer gewann in Leicester erstmals ein Players-Championship-Turnier und setzte sich im Finale deutlich gegen Jonny Clayton durch. Aus deutscher Sicht stand vor allem Niko Springer im Fokus, der mit seinem ersten Halbfinaleinzug auf dem PDC-Floor ein starkes Ausrufezeichen setzte und nur hauchdünn am Endspiel vorbeischrammte.
Für Darts-Deutschland entwickelte sich Players Championship 16 zu einem Turniertag voller Kontraste. Während mehrere Hoffnungsträger früh ausschieden, sorgten vor allem Niko Springer und Gabriel Clemens für starke deutsche Schlagzeilen. Springer spielte sich erstmals in seiner Karriere bis in ein Players-Championship-Halbfinale, während Clemens ebenfalls die Runde der letzten Acht erreichte. Für zahlreiche andere deutsche Starter verlief der Tag dagegen enttäuschend.

Frühes Aus für Schindler, Hopp und Pietreczko

Bereits in Runde eins erwischte es mehrere bekannte Namen. Max Hopp verabschiedete sich in Leicester mit 4:6 gegen Sebastian Bialecki aus dem Turnier. Auch der Vortages-Halbfinalist Martin Schindler scheiterte direkt zum Auftakt: The Wall vergab im Decider gegen Nick Kenny mehrere Matchdarts und kassierte schließlich ein bitteres 92er-Checkout des Walisers. Besonders alarmierend verlief der Tag erneut für Ricardo Pietreczko, der bei seiner 1:6-Niederlage gegen Jim Long lediglich einen Average von 66 Punkten spielte.
Martin Schindler konnte seinen starken Halbfinallauf vom Vortag nicht bestätigen und schied bei Players Championship 16 bereits in Runde eins aus
Martin Schindler konnte seinen starken Halbfinallauf vom Vortag nicht bestätigen und schied bei Players Championship 16 bereits in Runde eins aus
Für positive deutsche Schlagzeilen sorgte dagegen früh Niko Springer. Der Meenzer Bub bezwang zunächst Adam Warner mit 6:4, ehe er sich in Runde zwei nach einem starken 90er-Finish im Decider gegen David Sharp durchsetzte. Auch Clemens arbeitete sich nach einem Krimi gegen Adam Gawlas in das Boardfinale vor. Dort präsentierten sich beide Deutschen äußerst souverän: Springer marschierte mit einem klaren 6:1-Erfolg über Mensur Suljovic ins Achtelfinale, während Clemens Brendan Dolan deutlich mit 6:2 bezwang.
In der Runde der letzten 16 drehten beide Deutschen dann richtig auf. Springer dominierte den formstarken Kevin Doets mit 6:2 und spielte dabei knapp 98 Punkte im Average. Clemens setzte sich parallel mit 6:4 gegen Damon Heta durch, auch wenn der German Giant dabei zwischenzeitlich zahlreiche Matchdarts ungenutzt ließ. Damit standen gleich zwei Deutsche im Viertelfinale von Leicester.

Springer verpasst 9-Darter

Dort endete Clemens’ Lauf allerdings gegen Jonny Clayton. Der Waliser erwischte den besseren Start und ließ dem Saarländer beim 6:3-Erfolg letztlich keine Chance mehr auf ein Comeback. Springer hingegen sorgte zeitgleich weiter für Furore. Gegen Premier-League-Star Stephen Bunting überzeugte der Deutsche mit einem dominanten Auftritt, verpasste zwischenzeitlich nur knapp einen 9-Darter und zog mit einem souveränen 6:2-Sieg erstmals in seiner Karriere in ein Players-Championship-Halbfinale ein.
Auch dort präsentierte sich Springer zunächst völlig unbeeindruckt. Mit einem 13-Darter sowie einem starken 121er-Finish zog der Deutsche gegen Clayton früh auf 3:0 davon. Der Waliser kämpfte sich jedoch zurück in die Partie und entwickelte mit Springer ein hochdramatisches Halbfinale auf Augenhöhe. Nachdem der Deutsche unter anderem ein spektakuläres 146er-Finish zum Re-Break gespielt hatte, ging die Partie tatsächlich in den Decider.
Dort bot sich Springer sogar die große Chance auf den Finaleinzug. Der Deutsche wartete bei 40 Restpunkten auf seinen Matchdart, erhielt jedoch keine weitere Gelegenheit mehr: Clayton checkte ein starkes 102er-Finish und entriss Springer damit den Traum vom ersten Players-Championship-Finale seiner Karriere. Trotz der bitteren Niederlage bleibt für den Meenzer Bub ein herausragender Turniertag mit dem ersten Floor-Halbfinale seiner PDC-Laufbahn.
Im zweiten Halbfinale setzte sich Andrew Gilding mit 7:5 gegen Ian White durch. Damit war das Finale zwischen Clayton und dem Goldfinger perfekt.

Gilding feiert ersten Floor-Triumph

Im Endspiel erwischte Gilding den deutlich besseren Start. Der Goldfinger eröffnete die Partie mit einem Checkout auf der Doppel-4 und setzte direkt nach: Mit einem starken 14-Darter erhöhte der Engländer früh auf 2:0, ehe er wenig später cool auf Tops auf 3:0 stellte. Clayton fand zunächst überhaupt keinen Zugriff auf die Begegnung und lief dem Rückstand konstant hinterher.
Auch im weiteren Verlauf blieb Gilding klar tonangebend. Mit starkem Scoring und eiskalten Checkouts zog der Engländer auf 4:1 davon und überzeugte dabei zeitweise mit einem Average von über 103 Punkten. Besonders ein 100er-Finish zum 5:1 stellte die Weichen endgültig in Richtung Titelgewinn, nachdem Clayton zuvor mehrere Chancen auf die Doppel ausgelassen hatte.
Der Waliser konnte mit einem starken 81er-Finish zwar noch einmal verkürzen, doch Gilding blieb nervenstark und baute seine Führung wenig später auf 7:2 aus. Schließlich machte der Engländer seinen historischen Erfolg mit einem 20er-Checkout perfekt und sicherte sich durch den 8:3-Finalsieg gegen Clayton den ersten Players-Championship-Titel seiner Karriere.
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