Littler, Price, Van Veen und Humphries im Halbfinale: Favoriten überzeugen beim Winmau World Masters am Sonntagnachmittag

PDC
Sonntag, 01 Februar 2026 um 17:19
Luke Littler (1)
Luke Littler, Gerwyn Price, Gian van Veen und Luke Humphries haben sich in der Sonntagnachmittags-Session des Winmau World Masters 2026 souverän ihre Tickets für das Halbfinale gesichert. Während Littler und Humphries ihre Gegner mit einem White Wash vom Board fegten, setzten Price und Van Veen in umkämpften Duellen vor allem mit starkem Timing und hohen Doppelquoten die entscheidenden Akzente.
Im Modus „Best of 7 Sets“, bei dem jeder Satz im „Best of 3 Legs“ ausgespielt wird, ließ das Viertelfinal-Quartett kaum Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen und untermauerte seine Ansprüche auf den ersten Major-Titel der neuen Saison. Vor allem die Averages jenseits der 100-Punkte-Marke von Littler, Van Veen und Humphries unterstrichen das durchweg hohe Niveau der diesjährigen Winmau World Masters.

Price eröffnet mit Break-Festival gegen Dobey

Den Auftakt machten Chris Dobey und Gerwyn Price, die sich ein von Breaks geprägtes Duell lieferten. In den ersten sechs Legs konnte kein Spieler seinen Anwurf halten, bevor Price im dritten Satz mit einem 15-Darter auf der Doppel 15 erstmals in Führung ging und das Momentum drehte.
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Gerwyn Price trifft im Halbfinale auf Luke Littler
Der Waliser legte im vierten Durchgang nach, holte sich den Satz mit 2:0 und veredelte diesen Abschnitt mit einem 116er Finish zum 12-Darter. Dobey wehrte sich mit einem gewonnenen fünften Satz und einem nervenstarken 60er-Checkout auf Tops im Decider, doch am Ende setzte sich der „Iceman“ mit einem 4:2 bei Averages knapp unter 97 Punkten und einer Checkout-Quote von ungefähr 60 Prozent durch.

Littler demütigt Rock im Youngstar-Duell

Im anschließenden Duell der Wunderkinder ließ Weltmeister Luke Littler seinem Kontrahenten Josh Rock keine Chance. Der Weltranglistenerste steigerte sich nach solidem Start stetig und gewann am Ende fünf Legs in Serie, um den 4:0-Erfolg perfekt zu machen.
Schlüssel war einmal mehr Littlers Timing auf die Doppelfelder: Ein 121er-Checkout auf der Doppel 14 zum Satzgewinn im Decider des zweiten Durchgangs raubte Rock den Wind aus den Segeln, der mit einer Doppelquote von nur 16,7 Prozent haderte. Littler hingegen stand am Ende bei einem Average von knapp 106 Punkten und traf die Doppel zu 50 Prozent, was den Klassenunterschied an diesem Nachmittag deutlich machte.

Van Veen und Wade liefern Hochklass-Show

Die dritte Partie des Nachmittags entwickelte sich zu einem der stärksten Spiele des Turniers. Gian van Veen startete furios, holte sich den ersten Satz mit Legs in 11 und 14 Darts und stellte seinen Average früh auf weit über 100 Punkte.
James Wade antwortete im zweiten Satz mit all seiner Routine, checkte unter anderem 110 Punkte auf Tops und glich in 15 und 11 Darts aus. Über weite Strecken marschierten beide nahezu im Gleichschritt, beide Averages pendelten um die 104 bis 107 Punkte, bevor Van Veen im sechsten Satz die Tür endgültig zuschlug. Wade vergab im Leg zum 1:1 drei Chancen auf Doppel 20 und Doppel 10, der Niederländer benötigte nur einen Matchdart auf der Doppel 16 und machte den 4:2-Sieg mit einer beeindruckenden Doppelquote von über 72 Prozent perfekt.

Humphries nutzt Nopperts Doppelkrise eiskalt

Zum Abschluss der Session setzte Luke Humphries ein weiteres Ausrufezeichen und fertigte Danny Noppert mit 4:0 ab. Zwar konnte „The Freeze“ im Scoring phasenweise mithalten und brachte zwischenzeitlich sogar sechs perfekte Darts aufs Board, doch auf die Doppel ließ ihn seine sonst so zuverlässige Ruhe im Stich.
Humphries, der einen Average von rund 102 Punkten auf die Bühne brachte, bestrafte die Fehler konsequent und holte sich stetig frühe Breaks, um die Sätze an ihn zu reißen. Besonders bitter für Noppert: In einem Leg stand er nach neun Darts auf 16 Rest, verpasste jedoch alle drei Versuche auf den 10-, 11- oder 12-Darter und musste zusehen, wie der Titelverteidiger 75 Punkte mit dem letzten Dart auf Tops checkte. Am Ende stand eine Doppelquote von 40 Prozent für Humphries nur 14,3 Prozent bei Noppert gegenüber – zu wenig, um den ehemaligen Weltmeister ernsthaft zu gefährden.
Mit dem Sieg von Humphries war das Halbfinal-Tableau komplett: Littler trifft am Abend auf Price, während Van Veen den Titelverteidiger herausfordert – zwei Duelle, die nach dieser Nachmittags-Session Darts auf allerhöchstem Niveau versprechen.
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