Mitchell Lawrie und Kaya Baysal – zwei der größten Talente des Sports – haben zuletzt vor allem im WDF-System für Aufsehen gesorgt und sich dort zu echten Rivalen entwickelt. Am Sonntag in Milton Keynes entschied Baysal das nächste direkte Duell für sich und gewann das JDC
Winmau World Masters. Im Finale setzte sich der 15-Jährige aus Burnley gegen seinen gleichaltrigen Kontrahenten durch und feierte damit den bislang größten Titel seiner Karriere.
In einer
Neuauflage des Finals der JDC Junioren-Weltmeisterschaft vom vergangenen Monat revanchierte sich der 15-Jährige aus Burnley für seine damalige Niederlage. Gegen den ebenfalls 15-jährigen Aufsteiger
Mitchell Lawrie drehte Baysal das direkte Duell und sicherte sich erstmals diesen Titel.
Frühe Breaks bringen die Entscheidung
Zu Beginn trennte die beiden kaum etwas. Baysal traf zunächst die Doppel-20, ehe Lawrie mit einer Zwei-Dart-Kombination für ein 89er-Finish konterte. Trotz eines verpassten Doppels beim Versuch auf ein 120er-Finish holte sich Baysal das Auftaktleg, nachdem Lawrie einen Dart auf Doppel-9 zum 83er-Finish ausgelassen hatte.
Anschließend checkte Baysal 121 über das Bull zum Break und übernahm in Satz zwei zunehmend die Kontrolle. Er nutzte Lawries vergebene Chancen konsequent aus und machte den Sieg schließlich auf der Doppel-20 perfekt.
Baysal knüpft an starke Rumänien-Auftritte an
„Es fühlt sich großartig an, diesen Wettbewerb zum ersten Mal zu gewinnen“, reflektierte Baysal nach dem Match.
„Auf der großen Bühne einen Titel zu holen, bedeutet mir viel. Ich bin sicher, Mitchell und ich werden noch jahrelang eine Rivalität haben. Wir spielen jede Woche immer öfter gegeneinander, und hoffentlich können wir diese Leistungen halten.“
Mit Blick auf die nächsten Schritte blieb Baysal realistisch, aber ambitioniert: „Wenn ich 16 werde, gehe ich wahrscheinlich nächstes Jahr zur Q School, aber ich möchte einfach so weitermachen wie bisher.“
Der Titelgewinn folgte nur eine Woche nach einem weiteren starken Auftritt auf dem WDF-Circuit. Beim Romanian Darts Festival sorgte Baysal mit einem 109er-Average für Aufsehen, nachdem er im Vorjahr bereits als einer der jüngsten Spieler überhaupt einen Seniorentitel gewinnen konnte. Wie bereits angedeutet, richtet er seinen Blick nun klar auf die großen Bühnen der PDC und erklärte, dass er zur
Q-School gehen möchte. Da Lawrie in einem ähnlichen Alter ist und ebenfalls vor dem kommenden Januar 16 wird, dürfte auch für ihn dieser Schritt ein realistisches Ziel sein.
Beide Finalisten setzten sich zuvor in einem stark besetzten 256-Spieler-Feld durch. Baysal gab in den frühen Runden keinen einzigen Satz ab, spielte über das Turnier hinweg einen Average von mehr als 97 Punkten und schaltete im Viertelfinale CJ Ayres aus. Im Halbfinale bezwang er Jack Nankervis mit einem 100,2-Average.
Lawrie überzeugte ebenfalls auf dem Weg ins Endspiel. Im Viertelfinale warf er den hoch gehandelten Jack Johnson aus dem Turnier, ehe er im Halbfinale Harley Glycos souverän aus dem Weg räumte.