Niko Springer glänzt bei Debüt – Martin Schindler startet mit Niederlage

PDC
Sonntag, 09 November 2025 um 11:18
Niko Springer (1)
Der Grand Slam of Darts 2025 ist offiziell eröffnet – und die Samstagabendsession des ersten Turniertages hatte alles, was Darts-Fans lieben: Drama, Überraschungen und starke deutsche Auftritte. Während Niko Springer bei seinem Turnierdebüt gegen Gary Anderson einen wichtigen Auftaktsieg feierte, musste Martin Schindler in Wolverhampton erneut einen Rückschlag hinnehmen.
Die beiden deutschen Vertreter erlebten einen kontrastreichen Abend. Springer überzeugte mit Coolness und Nervenstärke, Schindler hingegen fand gegen Luke Woodhouse nicht in seinen Rhythmus. Doch die Session hatte weit mehr zu bieten – Weltklasse-Auftritte, Deciding Leg-Krimis und eine Sensation zum Abschluss.

Deutscher Darts-Abend zwischen Jubel und Enttäuschung

Martin Schindler hatte sich einiges vorgenommen, doch der Auftakt in Wolverhampton verlief enttäuschend. Gegen Luke Woodhouse fand „The Wall“ nie zu seiner gewohnten Konstanz. Früh musste der Deutsche ein Break hinnehmen und lief fortan einem Rückstand hinterher. Zwar beeindruckte Schindler zwischenzeitig mit einem 122er-Checkout und viel Kampfgeist, doch am Ende setzte sich Woodhouse mit 5:2 durch. Der Engländer war auf den Doppeln stärker und veredelte seinen Auftritt mit einem 120er-Finish zum Sieg. Für Schindler ist es bereits die zweite Auftaktniederlage beim Grand Slam.
Martin Schindler
Schindler wird sich in den kommenden Tagen steigern müssen, um eine Chance auf den Einzug ins Achtelfinale zu haben.
Ganz anders verlief der Abend für Niko Springer. Der Mainzer bot dem schottischen Publikumsliebling Gary Anderson ein hochklassiges Duell, das er mit 5:3 für sich entschied. Springer begann ein Leg mit sechs perfekten Darts, checkte unter Druck 152 Punkte und bewahrte auch in der Schlussphase die Ruhe. Während Anderson wichtige Doppel verpasste, nutzte Springer seine erste Chance auf Doppel 4 und verwandelte eiskalt. Damit feierte der 24-Jährige einen perfekten Start in sein Debüt beim Grand Slam und sammelte wertvolle Punkte für die Tabelle der Gruppe G.

England dominiert – aber Favoriten wackeln

Im Eröffnungsspiel sorgten Daryl Gurney und Connor Scutt direkt für Spannung. Nach einem wechselhaften Match mit vier Breaks in Serie blieb Scutt im Decider cool und sicherte sich den 5:4-Erfolg über den Nordiren. Beide erzielten Averages über 90 Punkte, doch Scutts konstante Doppelquote gab am Ende den Ausschlag.
Danach folgte Schindlers unglückliches Match, ehe Michael Smith ein kräftiges Lebenszeichen gab. Der Weltmeister von 2023 schlug Nathan Aspinall mit 5:3, profitierte dabei aber von einer schwachen Doppelquote seines Gegners. Der "Bully Boy“ wirkte noch nicht in Bestform, doch der Auftaktsieg verschafft ihm Luft in einer starken Gruppe.
Anschließend betrat Springer die Bühne – und elektrisierte das Publikum. Der Sieg über Anderson war das deutsche Highlight des Abends, ehe Luke Humphries ein Darts-Lehrstück ablieferte. Der Weltranglistenerste fertigte den US-Amerikaner Alex Spellman in nur zehn Minuten mit 5:0 ab. Spellman kam auf einen Average von lediglich 77 Punkten und blieb chancenlos. Humphries dagegen zeigte, dass er den Kampf um die Position des Weltranglistenersten nicht so einfach aufgeben wird.
Auch Titelverteidiger Luke Littler ließ keine Zweifel an seinen Ambitionen auf die Spitze der Order of Merit. „The Nuke“ schlug Karel Sedlacek mit 5:1 und spielte nahe an der 100-Punkte-Marke im Average.

Drama und Sensation zum Abschluss

In der vorletzten Partie stand Michael van Gerwen unter Druck. Gegen die aktuell überragend aufspielende Beau Greaves entwickelte sich ein packendes Duell auf Augenhöhe. Die 21-jährige Engländerin brachte „Mighty Mike“ an den Rand einer Niederlage und spielte zwischenzeitlich einen Average von über 105 Punkten. Doch am Ende setzte sich van Gerwen knapp mit 5:4 durch – dank einer nervenstarken Doppel-3 im Decider. Der Niederländer entkam damit nur knapp einer seltenen Auftaktniederlage beim Grand Slam.
Den krönenden Abschluss lieferte jedoch der philippinische Sensationsmann Alexis Toylo. In der letzten Partie des Abends besiegte er den favorisierten Stephen Bunting mit 5:4. Toylo blieb auch im Decider nervenstark und beendete die Partie mit einem brillanten 100er-Checkout über Single 20, Tops-Tops. Der philippinische Qualifikant feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere und schockte die Darts-Welt.
Bereits morgen Nachmittag geht es in Wolverhampton weiter, wenn unter anderem Lukas Wenig sein zweites Gruppenspiel gegen den Waliser Jonny Clayton bestreiten wird.
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