James Maddison hat enthüllt, dass Jamie Vardy während ihrer gemeinsamen Zeit bei Leicester City der herausragende Spieler am Dartboard war. Laut dem englischen Spielmacher erreichte das Niveau innerhalb der Mannschaft ein erstaunlich hohes Level. Mehrere Teamkollegen konnten regelmäßig hohe Scores erzielen. Maddisons Leidenschaft für Darts führte später sogar zu Kontakt mit dem zweifachen Weltmeister
Gary Anderson.
Der heutige Spieler von Tottenham Hotspur erklärte im
Double Tops Podcast, dass Darts fest zum Alltag der Mannschaft gehörte. Das Board reiste zu nahezu jedem Auswärtsspiel mit. Auch bei Europapokalreisen war es immer dabei. Selbst im Flugzeug fand sich gelegentlich Platz für eine schnelle Partie.
Vor allem am Abend vor Spielen wurde regelmäßig geworfen. Laut Maddison war das Niveau dabei weit entfernt von einer lockeren Freizeitbeschäftigung. „Eigentlich hatten wir eine richtig gute Darts-Schule“, sagte er. „Wir nahmen das Board zu jedem Auswärtsspiel mit, also praktisch jede Woche.“
Wenn Leicester in Europa unterwegs war, kam das Board ebenfalls mit. „Sogar ins Flugzeug“, erinnerte sich Maddison. „Am Abend vor einem Spiel warfen wir oft ein paar Pfeile.“
Hohes Niveau am Oche
Innerhalb des Kaders von Leicester City entwickelte sich schnell ein ernsthafter Wettbewerb. Mehrere Spieler konnten konstant hohe Scores produzieren. Auch 180er waren laut Maddison keine Seltenheit.
„Micky van de Ven ist ziemlich gut“, sagte Maddison über seinen heutigen Teamkollegen. „Aber bei Leicester war das Niveau wirklich hoch. Jamie Vardy ist sehr gut.“
Neben Vardy standen mehrere Spieler regelmäßig am Board. Dazu gehörten unter anderem Danny Ward, Harvey Barnes, Luke Thomas und Kiernan Dewsbury-Hall. Maddison selbst war ebenfalls regelmäßig dabei.
Innerhalb dieser Gruppe galt Vardy schnell als der Spieler, den es zu schlagen galt. Seine Konstanz und sein Scoring brachten ihm intern den Spitznamen „GOAT“ ein.
Besonders beliebt war eine bestimmte Spielform: Cricket, im Team meist „Tactics“ genannt. Der Modus eignete sich perfekt für Duelle mit mehreren Spielern.
„Wir spielten ein Spiel, das ‚Tactics‘ heißt, besser bekannt als Cricket“, erklärte Maddison. „Das war beliebt, weil es zwei gegen zwei ist und vier Spieler gleichzeitig spielen konnten.“
Was als lockere Unterhaltung begann, entwickelte sich oft zu intensiven Wettkämpfen. „Es wurde ziemlich leidenschaftlich“, sagte Maddison. „Das Niveau war bei Leicester echt hoch.“
Vom Dartboard zur Torjubel-Geste
Maddison ist inzwischen auch für seinen charakteristischen Darts-Jubel nach Toren bekannt. Dabei imitiert er einen imaginären Wurf in Richtung Board. Die Idee entstand vor rund sechs Jahren während der Darts-WM.
Der Mittelfeldspieler erinnert sich besonders an ein Auswärtsspiel bei Newcastle United an Neujahr. Am Abend zuvor hatte die Mannschaft intensiv gedartet.
„Ich habe es, glaube ich, zum ersten Mal vor fünf oder sechs Jahren gemacht“, erzählte Maddison. „Es war rund um die Lockdown-Phase und die Darts-WM. Am Abend vor dem Spiel gegen Newcastle haben wir ordentlich gedartet.“
Am nächsten Tag gewann Leicester mit 2:0 – und Maddison traf selbst. In diesem Moment kam ihm die Idee für den Jubel.
„An dem Abend war auch das WM-Finale“, sagte er. „Als ich getroffen habe, nutzte ich die Linie auf dem Platz einfach als meine Oche.“
Kontakt mit Gary Anderson
Während dieser Zeit verfolgte Maddison die Weltmeisterschaft intensiv. Sein Favorit im Finale war klar: Gary Anderson.
Der Schotte traf damals im Endspiel der Darts WM auf Gerwyn Price. „Ich war für Gary Anderson“, erklärte Maddison. „Da dachte ich mir: Ich mache einen Darts-Jubel.“
Die Szene blieb in der Dartswelt nicht unbemerkt. Mehrere Profis meldeten sich anschließend bei ihm. Sogar Anderson selbst nahm Kontakt auf.
„Ich bekam Nachrichten von ein paar Dartspielern, dass sie den Jubel großartig fanden“, sagte Maddison. „Ich hatte in einem Interview gesagt, dass ich hoffe, dass Gary gewinnt. Danach habe ich auch mit ihm gesprochen.“
Seitdem gehört die Geste fest zu seinem Repertoire. Wann immer Maddison trifft, folgt häufig der imaginäre Wurf. „Seit diesem Moment habe ich den Jubel immer häufiger gemacht“, erklärte er. „Es ist inzwischen so etwas wie mein Markenzeichen geworden.“