Das
World Matchplay 2026 hat am Mittwochabend seine letzten Viertelfinalisten gefunden.
Gian van Veen überstand gegen Wessel Nijman einen hochdramatischen niederländischen Krimi,
Gerwyn Price setzte mit einem souveränen Sieg über Rob Cross ein wichtiges Ausrufezeichen und James Wade bestätigte einmal mehr seine besondere Verbindung zum Empress Ballroom. Überschattet wurde die Session jedoch von der medizinisch bedingten Aufgabe
Cameron Menzies’.
Der fünfte Turniertag des
World Matchplay 2026 ist von einem medizinischen Notfall überschattet worden. Cameron Menzies musste sein Achtelfinale gegen Ross Smith nach nur drei gespielten Legs abbrechen,
nachdem ihm auf der Bühne plötzlich schwindelig geworden war. Während die PDC wenig später Entwarnung geben konnte, sorgten Gian van Veen und Wessel Nijman anschließend mit einem hochklassigen niederländischen Thriller für das sportliche Highlight des Abends.
Menzies-Zwischenfall überschattet Matchplay-Abend
Die sportliche Bedeutung der ersten Partie rückte bereits nach wenigen Minuten völlig in den Hintergrund. Beim Stand von 2:1 für Cameron Menzies wirkte der Schotte sichtlich angeschlagen, ehe er unter der Unterstützung von Ross Smith sowie Caller Charlie Corstorphine die Bühne gestützt verlassen musste und später sogar das Bewusstsein verlor. Die Begegnung wurde daraufhin abgebrochen.
Wenig später folgte jedoch die erlösende Nachricht: Nach Angaben der PDC litt Menzies unter erhöhtem Blutdruck, wodurch ihm schwindelig geworden war. Nach einer Untersuchung durch das medizinische Team wurde der Schotte als stabil eingestuft und konnte zu seiner Unterkunft zurückkehren. Ross Smith zog kampflos in das Viertelfinale ein.
Cameron Menzies musste sein Achtelfinale gegen Ross Smith nach einem medizinischen Notfall beim Stand von 2:1 abbrechen. Wenig später gab die PDC Entwarnung.
Van Veen ringt Nijman nach dramatischer Verlängerung nieder
Sportlich entwickelte sich anschließend ein echter Darts-Krimi. Gian van Veen und Wessel Nijman lieferten sich über 26 Legs hinweg ein Duell auf höchstem Niveau, in dem beide Niederländer immer wieder spektakuläre Checkouts auspackten und sich gegenseitig kaum Fehler erlaubten.
Nijman stand beim 10:9 bereits dicht vor dem Viertelfinale, ehe van Veen ausglich und sich in der Verlängerung mit einem überragenden 148er-Finish unter höchstem Druck erneut im Match hielt. Nachdem Nijman wenig später ein mögliches 125er-Checkout auf Bullseye knapp verpasst hatte, nutzte van Veen seine Chance eiskalt und machte den 14:12-Erfolg auf der Doppel-16 perfekt. Für den Weltranglistendritten war es nach zuletzt schwierigen Wochen ein enorm wichtiger Erfolg.
Price feiert wichtigen Befreiungsschlag
In Match drei meldete sich Gerwyn Price eindrucksvoll auf der Major-Bühne zurück. Nach einem ausgeglichenen Beginn gegen Rob Cross übernahm der Waliser immer mehr die Kontrolle, gewann zwischenzeitlich sechs Legs in Serie und ließ seinem Weltmeister-Kollegen anschließend keine Möglichkeit mehr, entscheidend zurückzukommen.
Mit konsequentem Scoring, einer starken Doppelquote und einem sehenswerten 161er-Checkout setzte sich Price am Ende souverän mit 11:5 durch. Für den Iceman ist der Viertelfinaleinzug nach zuletzt schwierigen Monaten ein wichtiges Erfolgserlebnis und ein mögliches Signal zur rechten Zeit.
Wade entscheidet umkämpftes Duell mit Searle
Den Schlusspunkt des Abends setzte James Wade. Der frühere Matchplay-Champion lieferte sich mit Ryan Searle zunächst ein weitgehend ausgeglichenes Duell, in dem beide Spieler ihre stärksten Momente auf den Doppelfeldern hatten. Nach zehn Legs stand es folgerichtig 5:5.
Anschließend erhöhte Wade jedoch das Tempo. Mit einem 121er-Checkout auf dem Bullseye gelang „The Machine“ das Break zum 7:5, wenig später setzte er mit einem herausragenden 143er-Finish den nächsten Wirkungstreffer. Searle kämpfte sich zwar noch einmal heran, konnte die Partie aber nicht mehr vollständig drehen.
Wade brachte den 11:8-Erfolg schließlich auf der Doppel-12 ins Ziel und erreichte damit erneut das Viertelfinale seines Lieblingsturniers. Dort wartet nun Gian van Veen.