Luke Littler drückt Woche für Woche der
Premier League Darts seinen Stempel auf. Der junge Engländer holte erneut einen Wochentitel und musste dafür, wie so oft in letzter Zeit, in mehreren Last-Leg-Deciders. Vor allem seine mentale Widerstandskraft in diesen Schlüsselmomenten fiel erneut auf, besonders in den Topduellen unter anderem gegen Michael van Gerwen, Jonny Clayton und in einer erneut spannenden Auseinandersetzung mit Luke Humphries.
Nach seinem Wochentitel am vierzehnten Spieltag der
Premier League Darts strahlte Littler Ruhe und Selbstvertrauen aus, war sich aber auch der Härte des Abends bewusst. „Ja, ich denke, das erste Match war natürlich entscheidend gegen Michael“, begann Littler seine Analyse. „Das 141-Finish, nachdem er sich nach einer 180 auf 41 gestellt hatte, das war ein wichtiger Moment. Und danach noch ein sehr knappes Duell mit Jonny. Ich glaube, alle Matches gingen heute Abend in ein letztes Leg, außer dem ersten zwischen Gezzy und Jonny. Also ja, die Fans haben definitiv ihr Geld wert bekommen.“
Diese Worte fassen den Abend gut zusammen: Spannung, hohes Niveau und mehrere Partien, die erst im letzten Leg entschieden wurden. Littler machte darin erneut den Unterschied.
Kühl unter maximalem Druck
Was bei Littler in dieser Saison besonders auffällt, ist seine Ruhe in entscheidenden Legs. Während viele Spieler sichtbar unter Druck einknicken, scheint der junge Engländer gerade in solchen Situationen aufzublühen. An diesem Abend erneut drei Last-Leg-Deciders, und wieder zog er den längeren Hebel. „Wie ich meine Nerven im Griff behalte? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht genau“, räumte Littler ein. „Aber seit ich jung bin, schon seit der JDC, hatte ich immer das Gefühl, dass ich so ein letztes Leg gewinnen kann. In dem Moment scheint einfach alles zu passen.“
Diese Ausbildung, in der er schon früh in der Junior Darts Corporation auffiel, scheint ihn zu einem Spieler geformt zu haben, der gerade in absoluten Druckphasen sein bestes Spiel zeigt. Littler fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, dass seine aktuellen Rivalen das inzwischen nur allzu gut wissen: „So wie letzte Woche in Aberdeen war Lukes schlechtestes Leg wieder das letzte gegen mich. Also ist es schön, ihn in so einem entscheidenden Moment erneut zu schlagen.“
Damit spielte er auf sein Duell mit Luke Humphries an, eine der meistdiskutierten Rivalitäten im modernen Darts.
Erneut ein Duell mit Humphries
Die direkten Duelle zwischen Littler und Humphries werden zunehmend zu einem festen Bestandteil der Premier League Darts. Beide Spieler pushen sich bis an die Grenzen, und die Matches enden häufig im Decider. Die Auseinandersetzung dieses Abends war erneut exemplarisch für ihre Rivalität: hohes Niveau, wechselnde Momente und am Ende ein entscheidendes Leg, in dem Littler den Unterschied machte.
Mit nur noch zwei Spieltagen in der regulären Phase der Premier League Darts stellt sich die Frage, ob Littler zum perfekten Zeitpunkt in Topform kommt. Er selbst scheint daran wenig zu zweifeln. „Ja, das ist natürlich ein sehr guter Zeitpunkt“, sagte er. „Es gibt dir viel Selbstvertrauen. Ich kann in den kommenden Wochen meine eigenen Rekorde jagen.“
Dieser Fokus auf Leistungen und Statistiken ist typisch für Littler, der trotz seines jungen Alters sehr bewusst an seiner Entwicklung und seiner Stellung in der Dartswelt arbeitet. Er führte fort: „Wenn es nicht Birmingham wird, dann hoffentlich Sheffield, um meinen eigenen Rekord von sechs Wochentiteln zu brechen.“
Luke Littler führt derzeit die Premier League Darts an
Ziel ist klar: Rekorde und der Titel
Mit den Play-offs in Sicht ist Littlers Fokus klar. Er will nicht nur weiter gewinnen, sondern dem gesamten Saisonverlauf seinen Stempel aufdrücken.
„Das Ziel ist ziemlich simpel“, sagte er. „In den nächsten zwei Wochen weiter gewinnen. Ich denke, nächste Woche gegen Jonny wird es ein sehr gutes Match. Er will gewinnen, ich will gewinnen. Also ja, ich erwarte Feuerwerk.“