Luke Humphries hat die vergangenen beiden Premier-League-Abende in Leeds gewonnen. Für ihn ist das ein besonderer Ort, schließlich ist er Fan von Leeds United. Gleichzeitig brauchte er auch diesmal dringend Punkte für seine Play-off-Hoffnungen in der
Premier League Darts. Am Ende stand für Humphries jedoch erneut eine Finalniederlage.
Humphries sammelt wichtige Punkte im Play-off-Rennen
Bereits vor einer Woche hatte Humphries in Aberdeen mit 5:6 gegen
Luke Littler verloren. Auch diesmal setzte sich Littler nur knapp durch. Humphries vergab Matchdarts und damit die Chance auf einen womöglich enorm wichtigen Sieg. Dennoch war es für ihn eine gute Woche: Auch ohne Triumph in seiner zweiten Heimat sammelte er wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.
Für Littler war es bereits der dritte Wochensieg in Serie. Er und Jonny Clayton dominieren die vergangenen Spieltage zunehmend. Auf dem Weg zum Tagessieg bezwang Littler seinen größten Rivalen Humphries sowie
Michael van Gerwen.
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Littler checkte 82 zum 1:1, nachdem Humphries zuvor 94 Punkte gelöscht hatte. Ein 132er-Checkout brachte Humphries in Führung, doch Littler antwortete mit einem 146er-Checkout zum 2:2. Littler verpasste 127 über Bull, Humphries kam für Doppel 20 zurück, vergab aber Tops und Doppel 10. Littler ließ anschließend drei Darts aus, sodass Humphries doch noch zum 3:2 traf.
Littler verpasste 82, kam aber wieder ans Board und traf schließlich Doppel 10 zum 3:3. Die Doppel fielen ihm allerdings nicht mehr so leicht. Humphries warf eine 180 und stellte sich 76 Rest, um sein Leg zu halten. Littler wartete auf 82, falls Humphries patzen sollte. Das tat er aber nicht und stellte auf 4:3. Mit einem 42er-Checkout ging Humphries anschließend nur noch ein Leg vom Sieg entfernt.
Humphries vergab 78 Punkte, um den Hattrick an Abend-Siegen in Leeds perfekt zu machen. Littler checkte 64 zum 5:5, doch Humphries hatte im Entscheidungsleg den Anwurf. Dann warf Littler eine 180 und stellte sich 82 Rest für einen möglichen 11-Darter.
Er lag klar vorn. Auch wenn er ungewöhnlich lange über das Board musste, stellte er sich Doppel 13. Humphries brachte sich vorsichtshalber auf 100 Rest, falls Littler noch ins Straucheln geraten sollte. Doch Littler teilte 26 und traf anschließend direkt Doppel 10.
So lief der Abend: Angeschlagener Price hat Probleme, Littler und Humphries erreichen das Finale
Zum Auftakt des Abends gab Gerwyn Price zu, dass er angeschlagen war. Später bestätigte er dies auch in seiner Instagram-Story und kündigte an, dass in den kommenden Wochen eine genauere Diagnose folgen werde. Er verlor gegen Jonny Clayton, einen Spieler, gegen den er normalerweise oft die Oberhand behält.
Sein World-Cup-Teamkollege arbeitet schon lange daran, ihre Freundschaft am Oche auszublenden und regelmäßig Siege gegen Price einzufahren. Angesichts seiner starken Premier-League-Saison war es aber kaum überraschend, dass ihm das diesmal gelang. Clayton legte nach einem Break auf Doppel 4 einen 12-Darter nach und führte mit 2:0. Price vergab mehrere Darts zum Rebreak, auch Clayton ließ Chancen zum Halten liegen, kam aber zurück und traf Doppel 1 zum 3:1.
Mit einem 68er-Checkout auf Doppel 16 breakte Clayton erneut zum 4:1 und warf danach darauf, nur noch ein Leg vom Sieg entfernt zu sein. Ein 48er-Checkout brachte Clayton auf 5:1 davon, ehe Price mit Doppel 20 einen 12-Darter zum 2:5 spielte. Clayton machte den Sieg schließlich auf Doppel 5 perfekt.
Danach fand Luke Littler gegen Michael van Gerwen seinen Rhythmus und gewann eines von mehreren Entscheidungslegs an diesem Abend. Er breakte zum 3:1 auf Doppel 10, nachdem beide zuvor in einem schwachen Leg zusammen elf Darts zum Abschluss gebraucht hatten. Van Gerwen hielt zum 4:3 und schaffte anschließend das Break zum Ausgleich. Littler antwortete jedoch mit einem 141er-Checkout und brachte den Sieg danach ins Ziel. Damit zog er in das Spitzenduell gegen Clayton ein.
Anschließend war Luke Humphries an der Reihe. In seiner zweiten Heimat trat er vor einem Publikum an, das ihm besonders wohlgesonnen war. Humphries unterstützt Leeds United, lebt inzwischen aber weiter nördlich, sodass Leeds auch geografisch nahe an seiner Heimat liegt. Gegen Josh Rock wurde es erneut eng.
Humphries wurde wie erwartet großartig empfangen und trug die Farben seines geliebten Leeds United. Früh verpasste er jedoch das Bullseye für 72 Rest. Rock ließ anschließend drei Darts zum Break aus, bekam aber noch einmal die Chance, weil Humphries erneut nicht checkte. „Rocky“ kam zurück und traf Doppel 4.
Humphries stellte sich 68 Rest, falls Rock 78 Punkte nicht löschen würde. Rock verpasste, doch Humphries ließ auf Doppel 16 ebenfalls Darts aus. Rock kam zurück und vergab wieder drei Darts zum Break, bevor Humphries drei weitere Chancen liegen ließ. Rock traf Doppel 5 zum Break und führte 2:1. Nun warf er zum 3:1 an.
Doch Humphries drehte die Partie, breakte zurück und ging mit einem 42er-Checkout 3:2 in Führung. Die Breakserie ging weiter, ehe Humphries 72 Punkte für einen 14-Darter zum 5:3 checkte. Rock traf Doppel 16 für einen 12-Darter zum 5:5, doch Humphries hatte im Entscheidungsleg den Anwurf. Diesen nutzte er mit einem 84er-Checkout.
Danach war Stephen Bunting an der Reihe, der
Gian van Veen bezwang. Auch dieses Match ging in ein Entscheidungsleg, in dem Bunting den Anwurf hatte. Am Ende brachte er die Partie auf Doppel 16 über die Linie.
Im Halbfinale erwischte Jonny Clayton den besseren Start. Mit einem 12-Darter ging er 3:2 in Führung. Littler drehte das Match jedoch, breakte, hielt anschließend sein Leg und traf Doppel 16 zum 4:3. Clayton spielte noch einen 12-Darter und kam später auf Doppel 2 zum 5:5 zurück. Doch Littler checkte Doppel 20, nachdem Clayton eine Chance auf 91 Punkte ausgelassen hatte.
Im zweiten Halbfinale traf Humphries auf Bunting. Bunting führte 2:0 und lag über weite Strecken vorn. Humphries verpasste das Bullseye, während Bunting mit einem 56er-Checkout zum 3:2 die Nase vorn behielt. Humphries traf Doppel 16 zum 3:3, doch ein 121er-Checkout brachte Bunting wieder mit 4:3 in Führung. Er verpasste 87 Punkte zum 5:3, breakte aber anschließend und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt.
Humphries erzwang jedoch schnell das Entscheidungsleg und gewann es. Damit machte er das Finale gegen Littler perfekt.