Michael Smith erleidet herben Ranglisten-Rückschlag: Der ehemalige Weltmeister fällt erstmals seit 2013 aus den Top 32 der PDC

PDC
Montag, 22 Juni 2026 um 12:30
Michael Smith (2)
Michael Smith fällt erstmals seit 2013 aus den Top 32 der PDC heraus und erlebt damit den nächsten Tiefschlag in einer ohnehin schwierigen Phase seiner Karriere. Der Ally-Pally-Champion von 2023 und frühere Weltranglistenerste rutscht nach zwei verlorenen Plätzen auf Rang 33 der Live-PDC Order of Merit ab und kommt dort auf ein Preisgeld von 304.500 £. In der Jahreswertung 2026 steht er mit bisher 53.000 £ sogar nur auf Platz 36.
Für einen Spieler, der vor weniger als vier Jahren ganz oben in seinem Sport stand, ist das ein deutlicher Einschnitt. Smiths WM-Sieg gegen Michael van Gerwen im Januar 2023 beendete jahrelange Final-Enttäuschungen und schenkte dem Darts einen seiner unvergesslichsten Abende – inklusive eines Neun-Darters in genau jenem Leg, in dem Van Gerwen sein Doppel 12 zum eigenen Höchstwurf verpasste. Der Titel brachte Smith an die Spitze der Weltrangliste und schien seinen Platz unter den großen Namen des Sports zu zementieren. Seitdem wirkt seine Position dort jedoch zunehmend wackelig.

Verletzungen prägen Smiths schwierige Saison

Der Rückgang in der Rangliste fällt mit einer langen Phase körperlicher Probleme zusammen. Der Profi aus St Helens plagt sich mit Knöchelbeschwerden, Cortisonspritzen und einem alten Handgelenksbruch herum, der seine Trainingsmöglichkeiten stark einschränkt. Schon vor der WM 2026 sprach Smith offen über die Folgen und gab zu, dass seine früher üblichen fünf- bis sechsstündigen Trainingseinheiten kaum noch machbar seien.
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Auch zum Saisonstart blieben die Probleme bestehen. Smith musste die International Darts Open in Riesa absagen, weil er wegen erneuter Knöchelprobleme einen weiteren Cortison-Termin wahrnehmen musste. Er berichtete von „ständigen Schwellungen" und erklärte, er sei „4/5 Tage am Stück nicht gehfähig" gewesen.
Komplett ohne Highlights verläuft seine Saison trotzdem nicht. Smith zog ins Finale der Players Championship 11 ein und unterlag dort knapp 7:8 gegen Beau Greaves, die damit als erste Frau einen PDC-Ranglistentitel gewann. Hinzu kommen Viertelfinalteilnahmen auf der European Tour – starke Ergebnisse, die seinen Fall aus den Top 32 aber nicht verhindern konnten.

Materialwechsel sorgt weiterhin für Diskussionen

Zu den auffälligsten Entwicklungen seit dem WM-Titel zählt auch ein großer Ausrüsterwechsel. Kurz nach seinem Triumph im Alexandra Palace beendete Smith seine langjährige Zusammenarbeit mit Unicorn und unterschrieb bei Shot Darts – als amtierender Weltmeister und Nummer eins der Welt. Das Timing löste damals viele Diskussionen aus und bleibt bis heute Teil der Debatte über seine Form nach dem größten Erfolg seiner Karriere. Smith selbst hat den Wechsel nie öffentlich als Grund für seinen Leistungsabfall genannt, doch an die Höhen nach 2023 konnte er seither nicht mehr anknüpfen.
Der Sturz auf Platz 33 bringt ihn nun direkt an eine der wichtigsten Ranggrenzen des Sports, während mit Blick auf das World Matchplay im Sommer der Druck vor dem entscheidenden Cut weiter wächst. Für einen Spieler, der über zehn Jahre durchgehend in den Top 32 stand, ist das alles andere als ein gewöhnlicher Rückschlag.
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