Musik bei PDC-Turnieren? Shootingstar Charlie Manby überrascht mit Vorschlag: „Ich kann nicht in Stille trainieren“
PDCCharlie Manby hat sich für eine Veränderung im Profi-Dartsport ausgesprochen. Der junge Engländer hat kürzlich vorgeschlagen, bei Floor-Turnieren der Professional Darts Corporation künftig Hintergrundmusik einzusetzen – also bei jenen Events, die derzeit nahezu vollständig in Stiller Atmosphäre ausgetragen werden.
In den ersten Monaten seiner Pro-Tour-Karriere erlebte Manby den deutlichen Unterschied zwischen den großen TV-Events und dem Alltag auf dem Floor unmittelbar selbst. Während er bei der Weltmeisterschaft im Alexandra Palace noch vor mehreren Tausend Zuschauern spielte, fand er sich kurz darauf in einer völlig anderen Turnierumgebung wieder.
Diskussion über Atmosphäre bei Floor-Events nimmt wieder Fahrt auf
„Pro Spieler darfst du nur eine Begleitperson mitnehmen, und außerdem ist es still“, erklärte Manby im Gespräch mit talkSPORT. „Wenn du gerade von 3.000 Leuten im Alexandra Palace kommst, ist das schon etwas anderes.“

Typische Atmosphäre bei einem Pro-Tour-Turnier der PDC: Gespielt wird parallel an mehreren Boards – ohne Publikumslärm und in vergleichsweise ruhiger Umgebung
Die Debatte über die besondere Atmosphäre bei Floor-Turnieren ist zuletzt ohnehin neu aufgeflammt. Moderator Andy Goldstein hatte vorgeschlagen, während der Matches Hintergrundmusik laufen zu lassen. Als Vergleich nannte er unter anderem Sportarten wie Pool oder Tennis, in denen auf Nebenbühnen häufig musikalische Untermalung üblich ist, während die Hauptarenen traditionell ohne auskommen.
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Manby zeigt sich gegenüber diesem Ansatz offen. „Vielleicht schon, ja. Es ist definitiv etwas, das den Leuten gefallen könnte“, sagte er. „Wenn ich zu Hause trainiere, läuft im Hintergrund immer etwas. Ich kann nicht in Stille trainieren.“
Nach seiner Erfahrung unterscheidet sich die Geräuschkulisse auf der Pro Tour deutlich von den TV-Turnieren. „Es ist nicht völlig still, aber es passiert nicht viel. Man hört im Grunde nur ein leises Murmeln von allen.“
Gleichzeitig stellt er klar, dass die ruhigere Umgebung nicht automatisch negative Auswirkungen auf das Leistungsniveau haben muss. „In vielerlei Hinsicht ist es anders, aber letztlich kannst du, wenn du dort mit deinen Darts am Board stehst, dasselbe Niveau abrufen.“
Seine persönliche Präferenz bleibt dennoch eindeutig. „Ich liebe die großen Turniere auf der Bühne. Ich denke, dass das das Beste aus mir herausholt.“
Sportlich verlaufen die ersten Monate seiner Debütsaison durchweg positiv. Der 20-Jährige erreichte bei Players Championship 7 und 8 jeweils das Viertelfinale und zog außerdem in die vierte Runde der UK Open ein. Kürzlich unterschrieb Manby zudem einen Vertrag beim Ausrüster Target Darts – ein weiterer Hinweis auf seinen wachsenden Status als vielversprechendes Talent im Profi-Zirkus.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










