„Nach meinem schlechten Start in der Premier League Darts brauchte ich das wirklich“ – Luke Littler holt den Turniersieg bei der Premierenausgabe der Poland Darts Open

PDC
Montag, 23 Februar 2026 um 10:00
Luke Littler
In einer dramatischen Schlussphase in Krakau hat Luke Littler ein neues Kapitel Darts-Geschichte geschrieben. Der Engländer sicherte sich die erste Ausgabe der Poland Darts Open und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen auf der European Tour. Im Finale bezwang er Gian van Veen trotz eines spektakulären Neundarters des Niederländers mit 8:4.
Das Endspiel der Poland Darts Open 2026 hielt, was es versprach. Littler und Van Veen lieferten sich die Neuauflage des WM-Finals im Alexandra Palace aus dem Vormonat. Auch diesmal zeigte die aktuelle Nummer eins der Welt ihre Klasse – und behielt in den entscheidenden Momenten die Kontrolle.

Van Veen glänzt mit Neundarter – Littler bleibt eiskalt

Van Veen startete furios in das Finale in der EXPO Krakau. Mit einem starken 112-Finish und einem 14-Darter konnte er zweimal souverän seinen Anwurf verteidigen und auf 2:2 stellen. Im fünften Leg folgte der Höhepunkt: Zwei 180er ebneten den Weg, ehe er mit einem 141-Finish über Triple 20, Triple 19 und Doppel 12 seinen ersten Neundarter auf großer Bühne perfekt machte. Die Halle stand Kopf.
Luke Littler posiert stolz mit der Trophäe der Poland Darts Open
Luke Littler war im Finale der Poland Darts Open mit 8:4 zu stark für Gian van Veen
Doch Littler ließ sich nicht beeindrucken. Direkt im Anschluss holte er sich das Break zurück und übernahm wieder das Kommando. Mit drei starken Legs in 14, 14 und 12 Darts zog er auf 6:3 davon und setzte sich entscheidend ab. Van Veen verkürzte noch einmal mit einem sauberen 74-Finish, doch Littler blieb kompromisslos. Zwei Legs in nur 28 Darts besiegelten den Sieg. Mit einem Average von 108,06 unterstrich der Engländer seine Dominanz und machte den 8:4-Erfolg perfekt.
Nach dem Triumph zeigte sich Littler zufrieden: „Es war ein sehr gutes Wochenende für mich. Ich habe mich das ganze Turnier über gut gefühlt. Nach meinem schlechten Start in der Premier League brauchte ich das wirklich", erklärte er offen.
Für Littler war es bereits der fünfte Erfolg auf der European Tour. Dabei ging es ihm nicht allein um den Pokal. „Ich wollte hierherkommen und gewinnen. Aber noch wichtiger war, dass ich gut gespielt habe, meinen Average gesteigert und meine Doppel sicher getroffen habe“, betonte er.
Besonders seine Auftaktpartie gegen Mike De Decker bezeichnete er als Schlüsselmoment. Schon nach diesem Match habe er gespürt, dass an diesem Wochenende viel möglich sei. Mit breiter Brust blickt er nun auf den nächsten Spieltag der Premier League Darts in Belfast.
Die European Tour macht am Wochenende vom 13. bis 15. März Station in Göttingen. Dort steigt die European Darts Trophy. Nathan Aspinall reist als Titelverteidiger an, nachdem er im Vorjahr Ryan Joyce im Finale mit 8:4 bezwang. Littler wird hingegen nicht antreten und legt eine Pause von der deutschen Bühne ein.
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