Am Freitagabend wurden die letzten acht Partien der ersten Runde bei den
Poland Darts Open ausgetragen. Mit dabei waren unter anderem die beiden Deutschen
Marvin Kraft und
Niko Springer. Auch prominente Namen wie Joe Cullen, Dirk van Duijvenbode und die polnische Nummer eins Krzysztof Ratajski standen auf der Bühne in Krakau.
Im ersten Spiel traf Wessel Nijman auf Thomas Lovely. Lovely startete ordentlich, ließ im gesamten Match jedoch zu viele Doppel aus. Der Niederländer nutzte das konsequent und ging mit 3:0 in Führung. Lovely steigerte sich anschließend auf die äußeren Felder und glich zum 3:3 aus. Doch erneut verhinderten verpasste Doppel mehr. Im letzten Leg bekam Lovely zum ersten mal keinen Dart auf ein Doppelfeld, Nijman checkte 100 Punkte zum 6:3-Sieg.
Im zweiten Spiel des Abends traf World Cup Champion Daryl Gurney auf den polnischen Qualifikanten Dawid Robak. Robak startete mutig, holte sich das 1:0 in 13 Darts und verpasste das 2:0 in 15 Darts nur knapp. Gurney nutzte die Doppelschwäche seines Gegners konsequent aus. Der Nordire übernahm die Kontrolle und setzte sich am Ende klar mit 6:1 durch.
Anschließend betrat Damon Heta die Bühne, doch Connor Scutt erwischte einen Traumstart. In den ersten vier Legs ließ er Heta keinen einzigen Dart auf ein Doppelfeld werfen und zog auf 4:0 davon. Dann meldete sich der Australier zurück. Heta checkte 85 Punkte über das Bullseye und glich mit einem 167er-Checkout zum 4:4 aus. Das Comeback hielt jedoch nicht lange. Scutt brachte sein Anwurfleg zum 5:4 durch und checkte 81 Punkte zum 6:4-Erfolg.
Danach betrat Lokalmatador Krzysztof Ratajski die Bühne. Der Pole startete in seinem Heimatland konzentriert und ging gegen Mickey Mansell mit 3:1 in Führung. Mansell gelang zwar das Rebreak, doch Ratajski konterte sofort und stellte über Doppel 5 auf 4:2. Diese Führung verteidigte er souverän. Mit einem Treffer auf Doppel 18 machte er den 6:3-Sieg perfekt.
Im Anschluss forderte der Tscheche Adam Gawlas Dirk van Duijvenbode heraus. Gawlas überzeugte mit starkem Timing und schnappte sich mehrere Legs vor der Nase seines Gegners. Mit Checkouts von 94 und 88 Punkten zog er auf 2:0 davon. Beim Stand von 4:0 fand van Duijvenbode besser ins Spiel und verkürzte mit einem starken 112er-Checkout auf 3:5. Am Ende blieb Gawlas jedoch stabil. Nach vergebenen Doppeln des Niederländers traf der Tscheche die Doppel 2 zum 6:3-Erfolg.
Mit Niko Springer griff anschließend der erste Deutsche ins Geschehen der European-Tour-Saison 2026 ein. Der Mainzer erwischte jedoch keinen guten Start. Cristo Reyes, der nach sieben Jahren sein Comeback feierte, präsentierte sich timingstark. Er checkte 92 Punkte zur 4:0-Führung. Springer kämpfte sich zurück und traf Doppel 8 zum 2:4. Ein 11-Darter brachte ihn auf 3:5 heran. Doch Reyes nutzte seinen ersten Matchdart auf Doppel 18 und gewann verdient mit 6:3.
Joe Cullen traf danach auf den in Krakau lebenden Krzysztof Kciuk. Der Pole ging mit 2:1 in Führung, ehe Cullen das Tempo erhöhte. Mit Legs in 13 und 11 Darts drehte „The Rockstar“ die Partie. Auf Doppel 16 machte Cullen den 6:2-Sieg klar.
Im letzten Spiel des Abends feierte Marvin Kraft sein European-Tour-Debüt gegen den World Grand Prix Sieger von 2024, Mike De Decker. Der Belgier startete stark und stellte mit einem 12-Darter auf 2:0. Kraft holte sich auf Doppel 20 sein erstes Leg auf der großen Bühne. De Decker blieb jedoch souverän und zog auf 5:2 davon. Der Deutsche verkürzte auf 3:5 und schaffte sogar noch das Break zum 4:5. Am Ende behielt De Decker die Nerven, traf Doppel 8 und machte den 6:4-Sieg perfekt.