Der German Darts Grand Prix in Sindelfingen gehört zu den traditionsreichsten Turnieren der European Tour. Vom 17. bis 19. April gastiert das Event erneut südlich von Stuttgart. Im legendären
Glaspalast von Sindelfingen hat die European Tour seit Jahren ein festes Zuhause. Der Charme dieser Halle ist besonders, denn sie wurde eigentlich nicht für ein solches Event gebaut, sondern eher für Sportarten wie Leichtathletik oder Fußball.
Die Fans in Sindelfingen durften in den vergangenen beiden Jahren einen Champion feiern, den bislang nur sie selbst auf dieser Bühne erleben konnten. Gary Anderson gewann den Titel sowohl 2024 als auch 2025. Während ihm 2024 noch ein dramatischer 8:6-Finalsieg gegen Ross Smith gelang,
ließ er Andrew Gilding im vergangenen Jahr beim 8:0 keine Chance. Damit holte Anderson zwei seiner insgesamt drei European-Tour-Titel genau in Sindelfingen. Zuvor hatte er in dieser Turnierserie nur 2014 einmal triumphiert.
Der Schotte kehrt nun zurück und will das Publikum in Sindelfingen erneut begeistern. Schließlich ist Anderson in Baden-Württemberg seit zehn Spielen ungeschlagen. Zudem verfolgt der zweimalige Weltmeister ein klares Ziel. Er will möglichst früh in der Saison einen Titel auf der European Tour holen, um anschließend nur noch sehr selektiv antreten zu müssen und sich dennoch für die European Championship in Dortmund zu qualifizieren.
Bislang haben nur zwei prominente Spieler abgesagt:
Luke Littler und
Luke Humphries. Bei Littler kommt das wenig überraschend, da er auf der European Tour in Deutschland weiterhin fehlt. Humphries wiederum scheiterte im vergangenen Jahr im Achtelfinale an Michael Smith. Nach seinem Turniersieg in Wieze hat „Cool Hand Luke“ außerdem bereits ein ordentliches Polster in der European Order of Merit aufgebaut und dürfte deshalb zumindest während der Premier-League-Phase häufiger auf Events der European Tour verzichten.
Von diesen Absagen profitieren Mike De Decker und Kevin Doets. Der Belgier De Decker hatte sich ursprünglich nicht für das Turnier qualifiziert. Dank seiner Weltranglistenposition rückt er nun aber ins Feld und darf direkt in der zweiten Runde einsteigen. Kevin Doets muss so nicht in das Qualifikationsturnier für dieses Event.
Aus deutscher Sicht werden mindestens sechs Spieler am Start sein. Angeführt wird das Aufgebot von Deutschlands Nummer eins Martin Schindler, der als Nummer 14 gesetzt ist und deshalb erst am Samstag ins Turnier einsteigt. Bereits am Freitag gehen Niko Springer, Paul Krohne, Michael Unterbuchner, Michael Hurtz und Robin Masur an den Start.
Dazu kommen noch zehn Startplätze, die über den Tour Card Holder Qualifier vergeben werden. Auch dort könnten weitere deutsche Spieler ins Teilnehmerfeld rücken. Ebenso wäre es möglich, dass Publikumslieblinge wie Ricky Evans oder Peter Wright noch in Sindelfingen auftauchen.
Die Fans im Glaspalast dürfen sich also erneut auf ein hochklassiges Feld freuen. Mit Luke Littler und Luke Humphries fehlen zwar die Nummer eins und die Nummer zwei der Weltrangliste. An Qualität mangelt es dem German Darts Grand Prix deshalb aber keineswegs.