Peter Wright denkt noch nicht an Rücktritt: „Ich habe eine Zahl im Kopf: 55 Titel, bevor ich aufhöre“

PDC
durch Nic Gayer
Dienstag, 10 März 2026 um 11:30
Peter Wright (3)
Peter Wright gehört im stolzen Alter von 56 Jahren zu den erfahrensten Spielern auf der PDC-Tour – an ein Karriereende denkt der zweimalige Weltmeister jedoch nicht. Der Schotte, der 2017 die UK Open in Minehead gewann, betont, dass ihm das Spiel mit den Pfeilen nach wie vor Freude bereitet. Bevor er seine Karriere beendet, möchte er zudem eine runde Zahl an Titeln erreichen.
Während der UK Open blickte Wright im Gespräch mit Viaplay auf seinen früheren Triumph im Butlins Resort zurück. In Minehead gewann er einst seinen ersten Major-Titel – ein Erfolg, der für ihn bis heute eine besondere Bedeutung hat.

Erinnerung an den ersten großen Titel

„Ich glaube, ich stand zuvor schon zweimal im Finale dieses Turniers“, erinnerte sich Wright. „Damals verlor ich gegen Michael van Gerwen. In dem Jahr, in dem ich gewann, hatte ich das Glück, dass er nicht dabei war.“
Präsentierte sich bei den UK Open 2026 in verbesserter Form: Peter Wright
Präsentierte sich bei den UK Open 2026 in verbesserter Form: Peter Wright
Im Endspiel setzte sich Wright damals gegen einen noch jungen Gerwyn Price durch. Zu diesem Zeitpunkt ahnte kaum jemand, was für eine Karriere der Waliser später noch hinlegen würde.
„Ich habe damals den jungen Gerwyn Price geschlagen, und zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, wie groß dieser Spieler werden würde“, sagte Wright. „Aber es war großartig, diesen Titel zu gewinnen.“
In den vergangenen Jahren musste sich Wright immer wieder Kritik an seinen schwankenden Leistungen anhören. Den Schotten trifft das heute jedoch deutlich weniger als früher. Für ihn steht inzwischen der Spaß am Spiel stärker im Mittelpunkt als der reine Ergebnisdruck.
„Es gibt immer Leute, die sagen, man solle aufhören“, erklärte er. „Aber ich habe weiterhin Spaß am Darts. Ich genieße die Gesellschaft meiner Mitspieler. Ich trainiere noch jeden Tag, also muss mir das Spiel immer noch gefallen. Ich will weiterhin dabei sein.“
Dabei geht Wright auch offen mit seinen jüngsten sportlichen Schwierigkeiten um. „Ja, ich habe in den letzten zwei Jahren schlecht gespielt, aber ich spiele immer noch gerne.“

Weniger Druck als früher

Dass er heute entspannter auf Niederlagen reagiert, liegt auch daran, dass Wright seine Karriere inzwischen aus einer anderen Perspektive betrachtet. Der Druck, sich ständig beweisen zu müssen, ist für ihn deutlich kleiner geworden.
„Früher habe ich mir viel Druck gemacht und wurde wütend, wenn ich verlor“, sagte er. „Aber jetzt denke ich auch: Wie viele Spieler haben erreicht, was ich erreicht habe? Dann muss man es einfach genießen, solange es noch geht.“
Auch der Turnierkalender beeinflusst seine Sichtweise auf Niederlagen. Früher ging es oft schon wenige Tage später mit dem nächsten Event weiter.
„Früher hast du schon am nächsten Tag wieder gespielt, zum Beispiel in der Premier League oder auf der European Tour“, erklärte Wright. „Jetzt kann es drei Wochen dauern, bis du wieder spielst. Dann siehst du die Dinge anders.“

Noch immer ehrgeizig

Trotz seines Alters bleibt Wright weiterhin ehrgeizig. Der Schotte steht aktuell bei 49 Turniersiegen und möchte diese Zahl vor seinem Karriereende unbedingt noch erhöhen.
„Ich stehe jetzt bei 49 Titeln, und 49 ist keine schöne Zahl“, sagte Wright. „Ich möchte daraus gerne 50 machen. Wenn ich noch ein ganzes Wochenende gut spiele, kann das schnell passieren.“
Dabei spielt es für ihn keine große Rolle, bei welchem Turnier dieser Erfolg zustande kommt.
„Es muss kein Major sein. Das ist mir egal“, erklärte er. „Aber ich habe eine Zahl im Kopf: 55 Titel, bevor ich aufhöre. Wenn ich das schaffe, bin ich zufrieden.“

Weltrangliste spielt keine große Rolle mehr

Dass Wright in der Weltrangliste inzwischen einige Plätze verloren hat, beschäftigt ihn nicht besonders. Aus seiner Sicht hat er im Darts bereits alles erreicht, was er sich vorgenommen hatte.
„Ich wollte die Nummer eins der Welt werden, das habe ich geschafft. Ich wollte Weltmeister werden, das habe ich geschafft. Ich wollte große Turniere gewinnen, das habe ich geschafft“, sagte er. „Ich habe den World Cup gewonnen, ich habe Majors gewonnen. Ich habe also eigentlich alles erreicht, was ich wollte.“
Seine Motivation hat sich dadurch zwar verändert, ganz verschwunden ist sie jedoch nicht.
„Diese 200 Prozent Gier sind vielleicht weniger, ja“, erklärte Wright. „Aber wenn ich, bevor ich aufhöre, noch den Grand Slam oder den World Grand Prix gewinnen kann, wäre das schön. Diese Finals habe ich verloren, daher wäre es perfekt, noch einen davon zu holen.“
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