Price, Dobey und Van Veen ziehen ins Viertelfinale des Winmau World Masters ein – Mehrere Sieben-Satz-Krimis am Samstagnachmittag

PDC
Samstag, 31 Januar 2026 um 18:15
Gerwyn Price
Die Samstagnachmittagsession beim Winmau World Masters 2026 in Milton Keynes lieferte genau das, was ein Major‑Publikum erwartet: hohe Averages, spektakuläre Highfinishes und jede Menge Nervenflattern. In vier packenden Zweitrundenpartien setzten sich Gerwyn Price, Gian van Veen und Chris Dobey durch, während Gary Anderson in einem dramatischen Legendenduell gegen James Wade unterlag.
Besonders Gerwyn Price unterstrich mit seinem 4:3‑Sieg gegen Jonny Clayton seine Rolle als ernstzunehmender Titelkandidat. Der „Iceman“ legte nach seinem 108er‑Average in Runde eins mit einem weiteren dreistelligen Schnitt von rund 103 Punkten pro Aufnahme nach und ließ im entscheidenden Satz nichts anbrennen. Mit einem souveränen 14‑Darter im Decider besiegelte er seinen neunten Sieg in Folge gegen seinen Landsmann und zog ins Viertelfinale ein, wo er nun auf Chris Dobey trifft.

High‑Level‑Dart mit Nervenflattern

Das walisische Duell zwischen Price und Clayton entwickelte sich von Beginn an zu einem Schlagabtausch auf Top‑Niveau. Beide Spieler spielten in mehreren Sätzen mit Averages weit über 100 Punkten, wobei Price mit sieben 180ern und drei Highfinishes, unter anderem einem 161er‑Highfinish, die leicht bessere Statistik vorweisen konnte. Clayton startete mit einem 72er‑Finish auf Doppel 20 und ging zunächst mit 1:0 in Führung, doch Price reagierte sofort: Er schloss den vierten Satz mit einem 102er‑Finish ab,glich damit zum 2:2 aus und übernahm die Kontrolle über das Match.
gerwyn price 2
Gerwyn Price liegt aktuell bei einem Turnieraverage von 104 Punkten.
Entscheidend war das Timing im dritten Satz. Clayton stand mit 36 Rest bereit zum Break, doch Price blieb eiskalt und nahm 161 Punkte über das Bullseye spektakulär aus dem Board. Nach diesem Monster‑Finish warf der "Iceman" zum Satzgewinn an, den der Waliser mit einem 14‑Darter auf Doppel 20 perfekt machte. In der Folge ließ Price zwar noch mehrere Matchdarts auf der Doppel 20 liegen, doch im Decider zeigte er seine ganze Routine und brachte das Match mit einem weiteren starken 14-Darter über die Linie.

Van Veen schreibt persönliche Bestmarke

Parallel dazu feierte Gian van Veen einen persönlichen Meilenstein: Der Niederländer zog mit einem 4:2‑Sieg gegen Nathan Aspinall erstmals in das Viertelfinale des World Masters ein. In einem Match, das ebenfalls lange auf hohem Niveau geführt wurde, blieb „The Giant“ in den entscheidenden Momenten die ruhigere Hand. Mit einem Average von rund 95 Punkten und sieben 180ern bot er ein solides Gesamtpaket, während Aspinall vor allem mit Checkout‑Problemen zu kämpfen hatte.
Nachdem Aspinall den ersten Satz mit einem 11‑Darter im Entscheidungsleg gewonnen hatte, drehte van Veen das Blatt. Er holte sich drei Sätze in Folge, unter anderem mit einem beeindruckenden 12‑Darter auf Doppel 7, und näherte sich mit einem Leg zum Matchgewinn. Als Aspinall 100 Punkte nicht mehr löschen konnte, nutzte van Veen seine Chance auf Doppel 10 und zog in die dritte Runde ein, in dem ernun auf James Wade trifft.

Dobey und Wade: Comeback‑Könige

Im ersten Match des Nachmittags bewies Chris Dobey, dass er auch in langen Duellen seine Nerven behält. Gegen Damon Heta sah es zunächst nach einem klaren Erfolg für den Engländer aus: Dobey führte nach den ersten vier Sätzen bereits mit 3:1. Doch Heta schaltete in den nächsten Durchgängen in einen anderen Gang, legte eine starke Serie hin und schaffte den 3:3‑Ausgleich – darunter ein beeindruckendes 139er‑Checkout und mehrere schnelle Legs.
Im entscheidenden Satz ließ Dobey sich von dem Comeback des Australiers nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem Heta drei Darts auf Doppel 20 und Doppel 10 liegen ließ, nutzte „Hollywood“ seine Chance und checkte 75 Punkte auf Doppel 12, um den alles entscheidenden Satz für sich zu entscheiden. Mit einem starken 100er‑Average zieht Dobey damit in die dritte Runde ein, wo er nun auf Gerwyn Price trifft
Im Duell zweier Legenden zwischen Gary Anderson und James Wade sah es zunächst nach einem klaren Sieg für den Schotten aus. Anderson gewann die ersten beiden Sätze und schien auf dem besten Weg zu einem komfortablen Erfolg. Doch Wade fand immer wieder eine Antwort, holte sich drei Sätze in Folge und stand nur noch zwei Legs vom Matchgewinn entfernt. Anderson rettete sich mehrfach mit starken Checkouts, unter anderem mit 101 auf Doppel 8, doch im entscheidenden Moment konnte er seine Möglichkeit nicht nutzen. Anders als Wade, der auf Doppel 20 den Sieg vollendete und als Sieger aus dem Legenden-Duell hervorgeht.
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