John Lowe, dreimaliger Weltmeister und eine der prägendsten Figuren der Dartgeschichte, hat öffentlich gemacht, dass er sich einer dreistündigen Operation zur Entfernung eines Tumors an seiner Wange unterzogen hat. Der 80-Jährige, der 1984 den ersten im Fernsehen übertragenen 9-Darter warf und Generationen von Spielern inspirierte,
teilte seinen ausführlichen Erfahrungsbericht auf Facebook – verbunden mit großem Dank an das medizinische Personal des NHS Chesterfield Royal Hospital.
Lowe schilderte, dass die Operation unter örtlicher Betäubung stattfand und „drei Stunden dauerte – ja, das war eine ganze Weile“. Während des Eingriffs blieb er bei Bewusstsein. Ein ruhiges Gespräch mit seinem Chirurgen half ihm, entspannt zu bleiben. „Das hat mir ungemein geholfen, die langen Stunden zu überbrücken“, schrieb er und lobte die Krankenschwestern, die „mehr als hilfreich“ gewesen seien und seine Gedanken „auf dem richtigen Weg hielten“.
„Wie würde ich aussehen… nach all dem Schneiden und Nähen“
Besonders eindrücklich berichtete Lowe vom Moment, als die Operation zu Ende ging. Als sein Chirurg ihm sagte, dass sie „gleich fertig“ seien, schossen ihm die Gedanken durch den Kopf: „Wie würde ich aussehen… nach all dem Schneiden und Nähen?“ Obwohl er das Skalpell nicht spürte, nahm er jedes Geräusch wahr – und die Nähte fühlte er, als die Betäubung langsam nachließ.
Unmittelbar danach folgte eine Reihe neurologischer Tests. „Ich wurde gesäubert, der Stuhl wurde aufgerichtet. Man bat mich, die Augen zu schließen, die Stirn zu bewegen, zu lächeln, die Zunge hin- und herzuschieben – um herauszufinden, ob ein Nerv getroffen worden war.“ Der entscheidende Hinweis kam dabei nicht aus einem Testergebnis, sondern aus dem Gesichtsausdruck seines Arztes. „Das Lächeln meines Chirurgen sagte mir, dass er einen äußerst professionellen Eingriff durchgeführt hatte.“
Auch wenn der Anblick der frischen Operationsstelle zunächst hart für ihn war, reagierte Lowe mit Erleichterung. „Ich muss zugeben, dass ich damit gerechnet habe“, schrieb er. Und als man ihn fragte, was er von dem Ergebnis halte, antwortete er: „Ich bin begeistert, dass Sie die Geschwulst entfernt haben, mit der ich die letzten drei Monate leben musste.“
Der Darts-Pionier betonte mehrfach seine Dankbarkeit. Er fühle sich „überwältigt und so dankbar“ gegenüber seinem Chirurgen Craig Miller und dem gesamten Pflegeteam. Die Krankenschwestern, die ihm während und nach der Operation beistanden, hätten „meine Gedanken auf dem richtigen Weg gehalten“.
Mit seiner offenen Schilderung zeigt John Lowe erneut, warum er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu den ganz großen Persönlichkeiten des Darts gehört.
John Lowe ist einer der legendären Namen des Dartsports
"Eine Erfahrung meines Lebens, die ich nie vergessen werde"
Lowe schrieb, dass er nach seiner Entlassung „meine Brille aufsetzte, meinen Mantel anzog, Craig die Hand schüttelte, mich bei den Krankenschwestern bedankte, meine Parkgebühr bezahlte und direkt nach Hause fuhr, um Karen – meine Frau – zu zeigen“. Zu Hause erhole er sich nun in aller Ruhe und warte darauf, dass die Wunde abheilt. Die Fäden sollen in zehn Tagen entfernt werden.
Der Dartlegende war es wichtig, seine Geschichte öffentlich zu machen. Er erklärte, er hoffe, dass „jeder, der sich in der gleichen Situation befindet, sich sicher fühlen kann, weil er weiß, dass die Fachleute unseres NHS sich um ihre Arbeit kümmern, die für uns alle so wichtig ist“. Worte, die die tiefe Wertschätzung des 80-Jährigen gegenüber dem medizinischen Personal unterstreichen.
Zum Abschluss seines Berichts teilte Lowe eine humorvolle Anekdote – eine letzte Bemerkung, die ihm der Chirurg beim Verlassen des Krankenhauses mit auf den Weg gab. „Ich fragte Craig, was ich den Leuten sagen solle“, schrieb Lowe. „Und er antwortete: ‚Sagen Sie ihnen, dass Sie ein Facelifting hatten.‘“
Mit seiner Offenheit und seinem unerschütterlichen Humor zeigt John Lowe einmal mehr, warum er weit über die Bühne hinaus als Legende gilt.
Von allen, die mit Dartsnews.de verbunden sind, gehen die besten Genesungswünsche an „Old Stoneface“.