Nach mehreren Jahren Pause hat
Mikuru Suzuki am Wochenende ihre Rückkehr auf die legendäre
Lakeside-Bühne gefeiert – und das mit einem Auftakt nach Maß. Die zweifache Weltmeisterin aus Japan startete mit einem überzeugenden Sieg in die
WDF Weltmeisterschaft und konnte ihre Gefühle kaum verbergen. „Ich bin glücklich. Sehr glücklich“,
sagte sie mit ihrem typischen, bescheidenen Lächeln. Der Erfolg fühlte sich für sie wie eine Bestätigung an: Suzuki gehört wieder dorthin, wo sie in der Dartswelt zu Hause ist – auf die größte Bühne des Frauensports.
Trotz des klaren Ergebnisses blieb die 40-Jährige in ihrer Analyse bodenständig. Sie sprach offen darüber, dass weder sie noch ihre Gegnerin Kirsi Viinikainen ihr bestes Niveau erreichten. „Wir haben beide nicht unser bestes Spiel gemacht“, sagte sie über ihren Dolmetscher. „Aber unter diesen Umständen war das Doppelspiel bei uns beiden gut. Damit bin ich zufrieden.“ Am Ende war es Suzukis Erfahrung, die den Unterschied ausmachte – in einem Match, das eher von Effizienz als von Glanz lebte.
Zurück auf vertrautem Boden
Ihr Auftritt auf der traditionsreichen Bühne war für Suzuki mehr als nur ein sportlicher Moment – es war eine emotionale Rückkehr. 2019 feierte sie hier ihren großen Durchbruch und spricht noch heute mit spürbarer Ehrfurcht über diesen Ort. „Es fühlt sich gut an, zurück zu sein“, sagte sie im Gespräch. „Ich nehme es dieses Jahr Match für Match, aber mein Ziel ist natürlich, wieder den Titel zu holen.“ Diese Mischung aus Bodenständigkeit und Ehrgeiz ist typisch für Suzuki: ruhig im Auftreten, kompromisslos in der Ambition.
Kann Mikuru Suzuki dieses Jahr ihren dritten Lakeside-Titel gewinnen?
Auf die Frage, ob sie sich erneut den Weltmeistertitel zutraut, reagierte sie mit gesundem Selbstvertrauen. „In meinen Trainingseinheiten läuft es sehr gut. Wenn ich dieses Niveau im Spiel halten kann, kann ich es weit bringen“, erklärte sie. Suzuki weiß, dass die Konkurrenz stärker ist als je zuvor, doch sie lässt sich davon nicht beeindrucken. Stattdessen nutzt sie die Herausforderung als Antrieb.
Nächster Test gegen eine Legende
In der nächsten Runde wartet ein Duell, das Darts-Fans aufhorchen lässt: Mikuru Suzuki trifft auf die 66-jährige Ikone
Deta Hedman. Die Japanerin zeigte großen Respekt vor der britischen Pionierin. „Deta ist eine fantastische Spielerin“, sagte sie. „Ich möchte mein bestes Spiel zeigen und hoffentlich als Siegerin hervorgehen.“ Dieses Aufeinandertreffen verspricht nicht nur sportliche Spannung, sondern auch viel Geschichte und gegenseitige Wertschätzung – zwei Generationen, die sich auf der Lakeside-Bühne begegnen.
Bewunderung und Motivation durch Beau Greaves
Zum Schluss sprach Suzuki über die vielleicht spannendste Rivalin im modernen Frauendartsport:
Beau Greaves. Die junge Engländerin beeindruckte 2025 mit Erfolgen auf der Development-, Challenge- und Women’s Series und qualifizierte sich sogar für den Grand Slam sowie die PDC Darts WM im Alexandra Palace. Suzukis Worte klangen zugleich bewundernd und anspornend: „Sie ist eine fantastische Spielerin. Und ich bin neidisch auf sie – sie ist noch so jung. Das motiviert mich, weiterzukämpfen und weiter zu gewinnen.“