Schiedsrichter muss bei Luke Littlers Thriller in Amsterdam nach Fehlverhalten aus dem Publikum eingreifen

PDC
Sonntag, 20 September 2026 um 13:30
ccllna
Der Schiedsrichter musste am Samstagabend in das spektakuläre Duell zwischen Luke Littler und Nathan Aspinall bei den World Series of Darts Finals eingreifen. Aus dem Publikum in Amsterdam ertönten wiederholt Pfiffe, sobald Littler am Oche stand. Referee Charlie Corstophine hatte schließlich genug, unterbrach die Partie kurzzeitig und ermahnte die anwesenden Fans mit deutlichen Worten.
Littler und Aspinall trafen in der zweiten Runde des Turniers aufeinander und lieferten sich ein äußerst spannendes Duell. Während beide Spieler auf der Bühne um ein Ticket für das Viertelfinale kämpften, versuchte ein Teil der Zuschauer, Littler aus dem Rhythmus zu bringen.
Es war zudem nicht das erste Mal an diesem Wochenende, dass der 19-jährige Engländer damit konfrontiert wurde. Schon in seinem früheren Match gegen Danny Noppert wurde Littler ausgepfiffen. „The Nuke“ reagierte am Freitag selbst darauf, indem er nach einem wichtigen Moment die Hände hinter die Ohren legte und damit das niederländische Publikum herausforderte.
Einen Tag später passierte es erneut. Während der Partie gegen Aspinall waren mehrfach Pfiffe zu hören, während Littler warf.
Nathan Aspinall & Luke Littler
Luke Littler setzte sich am Ende hauchdünn mit 10-9 gegen Nathan Aspinall durch

Schiedsrichter rügt das Publikum

Für Corstophine war schließlich das Maß voll. Der Schiedsrichter unterbrach das Match, drehte sich zu den Rängen und wies die Zuschauer auf ihr Verhalten hin.
„Meine Damen und Herren, bitte. Aus Respekt vor beiden Spielern: Pfeifen Sie nicht, während sie werfen. Vielen Dank“, lautete die klare Ansage des Referees.
Littler ließ sich letztlich nicht beirren. Der Engländer musste gegen Aspinall hart arbeiten, behielt nach neunzehn legs aber knapp die Oberhand. Im Entscheidungsleg machte er den 10-9-Sieg perfekt und damit auch seinen Platz im Viertelfinale.
Nach dem Spiel erklärte Littler, er habe sich schon im Vorfeld vorgenommen, alles rund um das Board weitgehend auszublenden.
„Ich hatte mir gesagt, dass ich einfach den Kopf unten halten und mich fokussieren muss“, so Littler. „Wir wissen alle, wie Nathan ist. Er pusht dich bis ans Limit, und genau das hat er hier wieder gezeigt.“

Littler findet erst spät seinen Rhythmus

Mit seinem eigenen Niveau war Littler nicht über die gesamte Distanz zufrieden. Vor allem in den ersten beiden Abschnitten der Partie fehlte ihm nach eigener Aussage das Vertrauen.
„Eigentlich habe ich nur in der letzten Session gut gespielt“, räumte der Engländer ein. „In den ersten beiden Sessions fühlte ich mich nicht selbstsicher, aber ich konnte trotzdem auf 6-6 stellen. In der dritten Session habe ich dann sehr gut gespielt.“
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