„Sie waren fantastisch, auch wenn sie gegen mich waren“ – Ross Smith genoss die parteiischen niederländischen Fans bei den World Series Finals
PDC
Ross Smith bringt seine starke Form mit nach Amsterdam und setzt sie direkt in der ersten Runde der World Series of Darts Finals fort. Der Engländer bezwingt Kevin Doets mit 6:3 und wirft dabei einen starken Average von 102,98. Für „Smudger“ liegt ein Teil der Erklärung für seine Erfolgsserie abseits der Dartscheibe: Der 37-Jährige fühlt sich derzeit rundum wohl – privat wie sportlich.
Die Nummer 14 der Weltrangliste spielt eine herausragende Saison und sammelte bereits Titel bei den International Darts Open sowie der Hungarian Darts Trophy, dazu kommen zwei Players-Championship-Trophäen. In der AFAS Live muss Smith zusätzlich gegen das niederländische Publikum ankämpfen, das erwartungsgemäß hinter Lokalmatador Doets steht. Die Anfeindungen bringen ihn jedoch nicht aus der Ruhe: „Es war schwierig, aber das ist zu erwarten, wenn du gegen einen lokalen Spieler wie Kevin spielst“, sagt Smith nach der Partie. „Wir sind hier in den Niederlanden. Eigentlich macht mir das sogar richtig Spaß, und genau das brauchst du.“ Auch die Stimmung in der Halle weiß er zu schätzen, obwohl sie klar gegen ihn ausfällt: „Wir wollen hier Zuschauer haben. Sie waren fantastisch, auch wenn sie gegen mich waren. Du brauchst Stimmung. Ohne diese Menschen stünden wir hier gar nicht.“
Nicht mit dem großen Ganzen beschäftigt
Die Erfolge häufen sich in dieser Saison für Smith, dennoch weigert er sich, zu weit nach vorne zu blicken. Der dichte Terminplan zwingt ihn dazu, sich ausschließlich auf das jeweils nächste Turnier und das nächste Match zu konzentrieren. „Um ehrlich zu sein, schaue ich nicht zu weit voraus. Ich genieße das Darts, das ich im Moment spiele“, erklärt Smith. „Ich spiele sehr gut, und das weiß ich. Das Einzige, was ich tue, ist, mich auf jedes einzelne Turnier zu fokussieren.“

Ein starker Ross Smith setzte sich in der ersten Runde der World Series of Darts Finals gegen Kevin Doets durch
Der Engländer lässt sich dabei auch nicht von möglichen Saisonzielen ablenken. „Ich schaue nicht auf das große Ganze, denn es stehen schlicht viel zu viele Turniere an. Ich konzentriere mich auf mich selbst und versuche, in jedem Match und bei jedem Turnier das Maximum aus mir herauszuholen. Hoffentlich kann ich in diesem Jahr noch ein paar Trophäen in die Höhe stemmen.“
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Wer würde das nicht wollen?
Die entspannte Haltung an der Oche hängt nach Smiths eigener Aussage eng mit seiner Privatsituation zusammen. Zu Hause läuft alles gut, und sein Sohn begleitet ihn inzwischen ab und zu zur European Tour. „Mein Sohn kommt mittlerweile ab und zu zur Euro Tour. Alle wichtigen Dinge zu Hause laufen gut. Alles im Leben läuft gut, und das macht einen enormen Unterschied.“
Smith ist sich zudem seiner privilegierten Position als Profi sehr bewusst. Statt sich vom wachsenden Erfolgsdruck treiben zu lassen, genießt er lieber jeden Moment: „Ich bin einfach glücklich im Leben. Manchmal muss ich mich kneifen, weil ich das Glück habe, das als Beruf machen zu dürfen.“ Sein aktuelles Gefühl fasst Smith am Ende in einem einzigen Satz zusammen: „Wer würde das nicht wollen?“
SMUDGER SAILS THROUGH!
— PDC Darts (@OfficialPDC) September 17, 2026
Ross Smith averages almost 103 to dispatch Kevin Doets 6-3 in Amsterdam!
📺 https://t.co/Xmxpvc1Nh5#WSODFinals | R1 pic.twitter.com/tM5QIzzEwf

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










