„Sollen sie doch labern. Das interessiert mich echt einen Scheiß“ – Van Gerwen kontert Kritik an seinem Ausgeh-Abend in Dublin

PDC
Donnerstag, 26 März 2026 um 17:00
Michael van Gerwen (3)
Michael van Gerwen beschloss letzte Woche zusammen mit Luke Humphries das Nachtleben zu erkunden. Am Donnerstag stand in Dublin der siebte Premier-League-Abend auf dem Programm, woraufhin online Aufnahmen von Van Gerwen und Humphries auftauchten, die sichtlich ihren Ausflug in eine irische Bar genossen.
„Ausgehen? Ausgehen ist ein großes Wort“, eröffnet Van Gerwen im Gespräch mit De Telegraaf, als er nach seinem Abend in Dublin gefragt wird. Die aktuelle Nummer vier der Welt verlor zuvor noch im Halbfinale gegen Luke Littler (6-5), nachdem im Viertelfinale, wegen der Absage von Gian van Veen, ein Freilos erhalten hatte.
Trotz dieses enttäuschenden Ergebnisses entschied sich Van Gerwen, gemeinsam mit Luke Humprhies die örtliche Bar zu besuchen, der ebenfalls im Halbfinale verlor, allerdings gegen Gerwyn Price (6-1). Zwar gab es keinen Grund zum Jubeln, doch auf den Bildern war zu sehen, wie die beiden Spaß miteinander hatten und mit den Armen um einander gelegt zur Musik mitsangen. „Ich bin aber als Erster nach Hause gegangen“, bekannte Van Gerwen. „Ich hatte einen frühen Flug, also saß ich um fünf vor sechs schon wieder im Flugzeug.“
Im Nachhinein gab es reichlich Kritik an dem Video des tanzenden Van Gerwen. Unter anderem hatte sein guter Freund Vincent van der Voort so seine Zweifel an diesem Ausflug. „Er ist am Aufbauen, es ist ein sehr wichtiges Jahr, und das verkündet er überall. Und dann gehst du los… Ich finde das persönlich nicht so klug, aber ich müsste da auch nicht hin. Ich gehe lieber mit meinen Freunden weg als mit all den Dartspielern loszuziehen. Es sind nicht umsonst Kollegen. Und es ist nicht so, dass Van Gerwen nie weg kann, ne. Aber er hat das Halbfinale erreicht und gut gespielt, also kann man eigentlich nichts sagen“, sagte er.
Van Gerwen selbst schert sich allerdings wenig um die Kritik anderer. „Sollen sie doch reden. Das interessiert mich echt einen feuchten Kehricht. Jeder darf eine Meinung haben, das ist mir egal. Natürlich, wenn du im Nachhinein schaust, was der Abend bringt… ja, Spaß in dem Moment. Manchmal macht man in diesem Alter Dinge, bei denen man später denkt: War das eigentlich nötig? Nein, aber in dem Moment findest du es gemütlich“, ließ er wissen.
2026 ist ein entscheidendes Jahr für ‚Mighty Mike‘, der nach zwei schwächeren Jahren eine Menge Preisgeld zu verteidigen hat und daher bei den großen Ranglistenturnieren liefern muss, wenn er in der Weltrangliste nicht abrutschen will. „Die Leute machen ein riesiges Ding daraus, sie suchen überall etwas dahinter. Wenn du zwei Scheißjahre hinter dir hast, weißt du, dass du in den Jahren danach performen musst, weil du sonst fällst. So einfach ist das.“
„Seit dem Sieg am ersten Premier-League-Abend habe ich nicht mehr schlechter gespielt als damals“, führt er fort. „Ich kann mich in vielen Punkten noch verbessern, am Ende willst du immer gewinnen, aber ich spiele recht ordentlich. Wenn du das beibehältst, bekommst du Selbstvertrauen und erzielst bessere Ergebnisse. Für jeden Sieg muss ich knüppelhart arbeiten, egal wie gut ich spiele. Das willst du umdrehen und Spiele leichter gewinnen.“
Abgesehen von diesem ersten Premier-League-Abend gewann der Niederländer in diesem Jahr lediglich die Bahrain Darts Masters im Januar. „Ich hatte Ups and Downs, deshalb gehe ich nächste Woche auch wieder zu den Floor-Turnieren, um Rhythmus aufzubauen.“ Mit diesen Ups and Downs meint er das enttäuschende World Masters und die UK Open die einige Wochen später anstanden.
An diesem Donnerstag steht also der achte Spielabend der Premier League in Berlin auf dem Programm. Jemand, der dort nach einer Woche Abwesenheit zurückkehrt, ist Gian van Veen, der letzte Woche in Dublin wegen Nierensteinen passen musste. Van Gerwen, der sich in diesem Jahr ebenfalls schon einmal krank abmelden musste, ist froh, dass sein Landsmann heute Abend „ganz normal“ wieder dabei ist. „Du hast es nun einmal mit Spielern zu tun, nicht mit Robotern. Du kannst schlecht erwarten, dass du siebzehn Wochen am Stück dabei bist, das ist fast unmöglich“, schloss er.
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