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Premier League Darts 2026 macht am Donnerstag Station in Berlin, wo der achte Spieltag ansteht. Damit endet die erste Saisonhälfte – und das Rennen um die Play-off-Plätze spitzt sich deutlich zu. Mit jedem verbleibenden Abend wächst der Druck, denn die Chancen auf einen Platz unter den Top Vier werden knapper.
Austragungsort ist die Uber Arena, die vielen Fans noch unter ihrem früheren Namen Mercedes-Benz Arena bekannt ist. Berlin gehört erst seit 2018 fest zum Kalender der
Premier League. Damals standen unter anderem Michael Smith, Simon Whitlock, Gerwyn Price, Mensur Suljovic,
Michael van Gerwen, Daryl Gurney, Rob Cross, Raymond van Barneveld, Peter Wright und Gary Anderson auf der Bühne. Heute sind aus dieser Generation nur noch zwei Spieler im aktuellen Teilnehmerfeld vertreten.
Historie und besondere Momente in Berlin
Die Berliner Arena spielte auch 2022 eine zentrale Rolle, als dort das große Finale der Premier League ausgetragen wurde. Michael van Gerwen sicherte sich an diesem Abend seinen sechsten Titel. Im Endspiel gegen Joe Cullen vergab der Engländer einen Matchdart – van Gerwen nutzte die Chance eiskalt und drehte die Partie zu seinen Gunsten.
Seitdem ist Berlin ein fester Bestandteil der Tour geblieben. 2023 gewann Jonny Clayton den Spieltag nach Siegen über Michael van Gerwen, Gerwyn Price und Michael Smith. Ein Jahr später triumphierte erneut van Gerwen, der sich gegen Nathan Aspinall, Michael Smith und
Luke Littler durchsetzte. Für eine Überraschung sorgte 2025 zuletzt Stephen Bunting: Ohne einen einzigen Punkt nach sieben Spieltagen reiste er an und holte sich mit Erfolgen über Nathan Aspinall,
Luke Humphries und Gerwyn Price den Wochensieg.
Spielplan Premier League Darts 2026
Donnerstag, 26.03.2026 (ab 19:00 Uhr)
Uber Arena, Berlin – 8. Spielrunde
| Uhrzeit | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 | Runde |
| 19:15 | Jonny Clayton | v | Josh Rock | VF |
| 19:45 | Luke Humphries | v | Michael van Gerwen | VF |
| 20:15 | Luke Littler | v | Stephen Bunting | VF |
| 20:45 | Gerwyn Price | v | Gian van Veen | VF |
| 21:15 | Sieger VF1 | v | Sieger VF2 | HF |
| 21:45 | Sieger VF3 | v | Sieger VF4 | HF |
| 22:15 | Sieger HF1 | v | Sieger HF2 | FINALE |
Volle Ränge, großartige Stimmung: Die Premier League Darts verzaubert in Berlin seit Jahren tausende Fans
Jonny Clayton vs. Josh Rock
Jonny Clayton erlebt bislang eine beeindruckende Premier-League-Saison. Erst in der vergangenen Woche musste „The Ferret“ seine erste Niederlage im Viertelfinale hinnehmen. Mit zwei Wochensiegen führt der Waliser die Tabelle an und steuert klar auf die Play-offs zu.
Ganz anders stellt sich die Lage für Josh Rock dar. Der Nordire wartet in seiner Debütsaison weiterhin auf den ersten Sieg. Während Clayton konstant punktet, steht Rock noch bei null Erfolgen. Der Druck wächst, denn ohne schnelle Ergebnisse droht ihm ein abgeschlagenes Tabellenende.
Ein Blick auf den direkten Vergleich macht Rock jedoch Mut. Sechs der bisherigen zwölf Duelle konnte der 24-Jährige für sich entscheiden. In dieser Premier-League-Saison trafen beide bislang einmal aufeinander – am Eröffnungsabend in Newcastle dominierte Clayton mit 6:2 und einem Average von 109,81.
Josh Rock ist weiterhin auf der Suche nach seinen ersten Punkten in dieser Premier League Darts
Luke Humphries vs. Michael van Gerwen
Luke Humphries findet zunehmend in seinen Rhythmus. Der Titelverteidiger präsentierte sich zuletzt deutlich stabiler und sammelte wichtige Siege. Der Triumph bei den Belgian Darts Open verlieh zusätzlich Selbstvertrauen. In den vergangenen drei Spielwochen gewann Humphries jeweils sein Auftaktmatch und arbeitete sich zurück in die Top Vier.
Michael van Gerwen startete stark in die Saison, verlor danach jedoch an Boden. Nach seinem Wochensieg in Newcastle und dem Finaleinzug in Antwerpen bremsten ihn gesundheitliche Probleme aus. Seitdem fehlt die Konstanz. Immerhin sammelte er zuletzt kampflos Punkte, bleibt aber unter Druck und rangiert aktuell knapp außerhalb der Play-off-Plätze.
Das direkte Duell verspricht Spannung. Am vergangenen Wochenende setzte sich Humphries deutlich mit 7:2 durch und übernahm damit auch die Führung im Head-to-Head (18:17). In der Premier League 2026 steht es zwischen beiden 1:1 – van Gerwen gewann in Newcastle, Humphries revanchierte sich später in Cardiff klar.
Die Unterschiede zwischen Luke Humphries und Michael van Gerwen sind in der Tabelle und im direkten Vergleich gering
Luke Littler vs. Stephen Bunting
Luke Littler rückt erneut in den Fokus – nicht nur sportlich. Die Reaktionen des deutschen Publikums könnten eine entscheidende Rolle spielen. Bei vergangenen Auftritten in Deutschland musste der junge Engländer deutliche Pfiffe hinnehmen. Dennoch zeigt seine Formkurve klar nach oben.
Nach einem durchwachsenen Start hat sich Littler stabilisiert. Zwei Wochensiege in den letzten drei Events katapultierten ihn auf Rang zwei der Tabelle. In Berlin bietet sich ihm die Chance, die Spitzenposition zu übernehmen.
Stephen Bunting reist mit gemischten Gefühlen an. Im Vorjahr gelang ihm hier der große Durchbruch mit seinem ersten Wochensieg. In dieser Saison läuft es solide, aber nicht überragend. Sieben Punkte bedeuten aktuell Rang sieben – der Anschluss ist jedoch vorhanden.
Auch im direkten Vergleich hat Bunting bereits gezeigt, dass er Littler schlagen kann. Vier Siege aus dreizehn Duellen sprechen eine klare Sprache, auch wenn die jüngsten Begegnungen an den Shootingstar gingen. Ihr letztes Aufeinandertreffen entschied Littler mit 6:3 für sich.
Kann Stephen Bunting zum zweiten Mal in Folge in Berlin zuschlagen?
Gerwyn Price vs. Gian van Veen
Gian van Veen kehrt nach einer gesundheitlich schwierigen Phase zurück. Aufgrund von Nierenproblemen verpasste er zuletzt wichtige Turniere. Nun steht er vor seinem Comeback – und braucht dringend Punkte, um im Rennen zu bleiben.
Der Niederländer startete stark in die Saison und erreichte in den ersten Wochen mehrfach das Finale. Doch ohne konstante Ergebnisse rutschte er inzwischen auf Rang sechs ab. Der Abstand nach oben bleibt jedoch überschaubar.
Gerwyn Price zählt weiterhin zu den konstantesten Spielern der Liga. Trotz einer bitteren Finalniederlage in der vergangenen Woche – nach einer verspielten 5:0-Führung – hält sich der Waliser in der Spitzengruppe. Mit zwölf Punkten liegt er in Schlagdistanz zur Tabellenspitze.
Im direkten Vergleich spricht vieles für Price. Neun Siege aus elf Duellen unterstreichen seine Dominanz. Dennoch gelang van Veen zuletzt ein knapper Erfolg – ein Hinweis darauf, dass auch dieses Duell offen verlaufen kann.
Gian van Veen fehlte letzte Woche in Dublin wegen Nierensteinen