Danny Noppert steht erneut unter den besten zehn Spielern der Darts-Weltrangliste. Für den ehrgeizigen Friesen ist das mehr als eine Momentaufnahme – es ist der Beweis, dass seine konstante Form kein Zufall ist. Doch wer Noppert kennt, weiß: Zufriedenheit ist für ihn nie gleich Stillstand. Der Hunger nach dem nächsten Schritt bleibt allgegenwärtig.
Bei den Belgian Darts Open sprach er offen über seine aktuelle Verfassung, seinen Alltag als Profi und die Ziele, die ihn antreiben. Seine Botschaft war klar und direkt:
„Ich will zurück in die Top Acht“
„Ja, natürlich will ich wieder zu den Top Acht gehören“,
betonte Noppert. „Aber Top Ten ist im Moment auch einfach ein gutes Ergebnis. Ich bin wirklich glücklich damit, wie es jetzt läuft.“ Es ist genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und Ehrgeiz, die ihn seit Jahren prägt. Seine Leistungen sind stabil, sein Ranking solide, doch die Motivation bleibt, sich erneut mit der absoluten Weltspitze zu messen.
Die höchste Platzierung von Noppert auf der PDC Order of Merit war Rang sechs.
Bemerkenswert ist, wie gelassen Noppert mit dem Tempo des Darts-Kalenders umgeht. Während viele Profis über einen überfüllten Turnierplan klagen, sieht er darin eher eine Balance. „Ich kann erst sagen, dass es wirklich stressig ist, wenn ich die Premier League spiele“, erklärt er. „Für mich passt es jetzt. Letzte Woche gab’s ein Turnier, dieses Wochenende wieder eins – so bin ich auch viel zu Hause.“
Diese Ausgeglichenheit hält ihn frisch. Mentale Ruhe und körperliche Stabilität sind für ihn das Fundament. „Das Wichtigste ist, dass ich alles genieße – jeden Moment. Wenn du das im Darts tust, bist du auf dem richtigen Weg.“ Für Noppert bedeutet Leistung nicht: Druck aufbauen. Sondern Freude bewahren – und genau darin liegt seine Stärke.
„Das ist jetzt mein Leben“
Das Leben eines Profidarters fordert Reisen, Training, Wettkämpfe – oft fern der Familie. Noppert hat gelernt, damit selbstverständlich umzugehen. „Das ist jetzt einfach mein Leben“, sagt er. „Am wichtigsten ist, dass meine Familie hinter mir steht. Sie unterstützen mich enorm.“ Besonders seine Partnerin spielt dabei eine zentrale Rolle. „Wenn ich sie frage, ob ich ein Turnier oder eine Exhibition spielen soll, sagt sie: Mach alles. Sie steht voll und ganz hinter mir.“
Mit zwei kleinen Kindern zu Hause ist dieses Vertrauen entscheidend. „Sie gibt mir das Vertrauen, das ich brauche“, betont Noppert. Erfolg, so zeigt sich, entsteht nicht allein am Oche, sondern auch in der Stabilität hinter den Kulissen.
Der große Traum: European-Tour-Sieg
Auf seiner beeindruckenden Laufbahn fehlt noch ein spezieller Titel – ein Sieg auf der
European Tour. „Den will ich wirklich noch gewinnen, vielleicht sogar mehr als einen“, sagt Noppert. „Er steht auf meiner Bucket List.“ Der jüngste Erfolg von Wessel Nijman beweist, dass niederländische Spieler genau dort zuschlagen können. Für Noppert ist das ein zusätzlicher Antrieb. „Hoffentlich gelingt es mir dieses Jahr. Wenn ich mein Niveau abrufe, ist alles möglich.“