Van Gerwen gewinnt nach einem spannenden Finale gegen Sherrock endlich seinen ersten Titel der Saison
PDC
Fast neun Monate musste Michael van Gerwen warten, doch am Samstagabend holte er sich endlich seinen ersten Titel der Saison. Mighty Mike besiegte die überraschende Finalistin Fallon Sherrock mit 11-7.
Der letzte Titel des Niederländers stammt aus dem November 2020, als er die Players Championship Finals gewann. In diesem Jahr erreichte van Gerwen bei den Floorturnieren nur zwei Endspiele, die er aber beide verlor.
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Sherrock erwies sich als willkommene Gegnerin, um die Null endlich loszuwerden, obwohl die 27-jährige Engländerin wohl mehr Widerstand leistete, als man erwartet hatte. Die Queen of the Palace hatte sogar kurzzeitig die Hoffnung auf einen sensationellen Titelgewinn beim World Series Turnier in Kopenhagen.
Sherrocks Märchen begann mit einem leichten 6-1-Sieg gegen den einheimischen Spieler Niels Heinsoe. Als Nächstes sollte sie im Viertelfinale gegen den Weltmeister Gerwyn Price antreten, aber der Iceman zog sich mit einem Tennis-Ellbogen zurück. Im Halbfinale schien ihr Turnier zu Ende zu gehen, doch Dimitri van den Bergh vergab eine 9-3-Führung. Sherrock gewann acht der verbleibenden neun Legs und erreichte damit als erste Dame überhaupt das Finale eines Mixed-Turniers.
Am anderen Ende des Turnierbaumes erreichte van Gerwen nach Siegen über Darius Labanauskas (6-5) und Madars Razma (10-4) die Runde der letzten Vier. Die Nummer drei der Welt kämpfte dann gegen Jonny Clayton (11-7) um den Einzug ins Finale.
Sherrock kann kurzzeitig auf Sensationstitel hoffen
Die ersten beiden Legs des Finales gingen an van Gerwen, doch noch vor der Pause ging Sherrock in Führung. Die ehemalige Lakeside-Finalistin warf einen 15-Darter und zwei 14-Darter zur 3-2-Führung.
Nach der Pause setzte sie ihren Weg mit zwei weiteren 14-Dartern und einem 13-Darter zum 6-3 für Sherrock fort. Die Queen of the Palace wartete auf 60 Punkte Rest, um das zehnte Leg zum 7-3 zu werfen, aber mit einem sehr wichtigen 72er-Checkout konnte van Gerwen den Rückstand auf 6-4 verkürzen.
Endgültige Wende folgt im 14. Leg
Ein weiteres wichtiges Ziel folgte im vierzehnten Leg. Sherrock hatte noch 36, aber keine Chance auf die doppelte 18. Mit einem tollen 85er Finish in zwei Darts machte van Gerwen auch seinen letzten Breakrückstand wett, so dass der Spielstand nach vierzehn Legs ausgeglichen war.
Das Momentum lag nun ganz bei van Gerwen und der Niederländer gewann mit 10-7. Sherrock begann das achtzehnte Leg, aber die Engländerin war nach fünf Aufnahmen noch nicht fertig. Van Gerwen stand nach zwölf Pfeilen auf der 80 und beendete das Finale in Kopenhagen in zwei Darts zum Sieg.

Sylke PuckRedakteurin
Sylke Puck ist seit vielen Jahren Teil unseres Redaktionsteams und gehört zu den vielseitigsten Mitgliedern von dartsnews.de. Sie berichtet regelmäßig in Liveblogs über aktuelle Turniere, verfasst Hintergrundberichte und Artikel und trägt mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft wesentlich zur Qualität unserer Berichterstattung bei. Durch ihre zuverlässige Arbeitsweise, ihre Begeisterung für den Sport und ihren Blick für Details ist sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Teams geworden.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








