„Vielleicht hätte ich sonst aufgehört“ – Rob Cross spricht offen über schwierige Phasen

PDC
Mittwoch, 19 August 2026 um 14:30
Rob Cross (2)
Rob Cross hat offen über die schweren Phasen seiner Dartskarriere gesprochen. Der ehemalige Weltmeister räumt ein, dass er der Sportart womöglich länger ferngeblieben wäre, hätte er nicht auf die Unterstützung der Menschen um sich herum zählen können. Vor allem Target-Inhaber Gary Plummer und Manager Rab Bain spielten laut „Voltage“ eine zentrale Rolle.
Cross gelang der endgültige Durchbruch, als er 2018 bei seinem Debüt den WM-Titel gewann. Seit seinem Einstieg ins Profitour-Geschehen wird der Engländer von Target Darts unterstützt. In dieser Zeit baute er zudem ein enges Verhältnis zu Plummer auf, während Manager Bain laut Cross inzwischen wie eine Vaterfigur für ihn ist.
Im Gespräch mit Oche180 schildert Cross, wie wichtig diese beiden Männer für ihn geworden sind – nicht nur für seine Dartskarriere.
„Gary und Rab kenne ich am längsten. Gary kenne ich eigentlich schon, seit ich etwa sechs Monate Profi war“, sagt der 35-jährige Engländer. „Er war überall an meiner Seite. Wir verstehen uns bestens und ich rede viel mit ihm. Er ist eine enorme Stütze und ein guter Freund in meinem Leben.“
Rob Cross in Aktion
Rob Cross ist dankbar für die Unterstützung seines Sponsors und Managers

Manager fühlt sich wie eine Vaterfigur an

Laut Cross geht sein Verhältnis zu Plummer inzwischen weit über eine klassische Zusammenarbeit zwischen Spieler und Ausrüster hinaus. „Er verkauft mir nicht nur Ausrüstung – und er hat nun mal das beste Darts-Unternehmen, das es gibt. Er ist darüber hinaus einfach ein sehr guter Freund.“
Auch über Bain äußert sich Cross äußerst anerkennend. „Rab ist wie ein Vater für mich. Im Laufe der Jahre habe ich vieles erlebt, und ich bin auch nur ein Mensch. Man macht eine Menge Fehler.“
Gerade in den härtesten Phasen seines Lebens konnte Cross auf seine Vertrauten zählen. Der Ex-Weltmeister spricht dabei unter anderem über seine mentale Gesundheit, seine Steuersituation und das Scheitern seiner Ehe.
„Sie sind immer bei mir und unterstützen mich, ob es nun um meine mentale Gesundheit oder meine Steuersituation geht. Oder sogar um die Trennung. Es ist sehr wichtig, solche Menschen im Leben zu haben. Menschen, die sich um mich kümmern.“
Cross schätzt vor allem, dass Gespräche mit Plummer und Bain längst nicht immer um seine Leistungen am Board kreisen. „Bei den Jungs geht es nicht nur um Darts. Sie rufen mich wirklich an, um einfach zu fragen, wie es mir geht. Das ist schön. Es muss nicht immer um Darts gehen. Schon so ein Anruf oder Gespräch war eine enorme Hilfe in meinem Leben.“

Rock und Williams halten Cross scharf

Im selben Umfeld hat Cross inzwischen auch viel Kontakt mit Josh Rock und Scott Williams. Beide Spieler helfen ihm nach eigener Aussage, während des dichten PDC-Kalenders motiviert zu bleiben.
„Mit Josh und Scotty dabei – alles großartige Spieler – bleibe ich auf der Tour motiviert. Es ist wirklich eine sehr gute Mischung an Menschen.“
Dennoch reserviert Cross seinen größten Dank für Plummer und Bain. Sie kennen ihn am längsten und standen auch in schwierigen Zeiten an seiner Seite. „Gary und Rab haben am meisten für mich getan, weil ich sie am längsten kenne. Dafür bin ich unglaublich dankbar.“
Cross geht sogar so weit, zu bezweifeln, dass seine Karriere ohne ihre Unterstützung den gleichen Verlauf genommen hätte. In schweren Phasen hätte er dem Profi-Darts womöglich länger den Rücken gekehrt.
„Ich denke, zu bestimmten Zeitpunkten wäre es vielleicht anders gelaufen. Vielleicht hätte ich mir länger eine Auszeit vom Sport genommen und wäre nicht drangeblieben.“
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