„Ich hoffe, dass bald die Tourcard kommt“ – Liam Maendl-Lawrence kündigt Angriff auf den PDC-Profi-Traum an
PDC
Liam Maendl-Lawrence zählt seit Jahren zu den größten Talenten im deutschen Dartsport. Der mittlerweile 22-Jährige wird in diesem Jahr bereits seine vierte WDF-Weltmeisterschaft bestreiten. Doch sein großes Ziel liegt bei der PDC: In den kommenden Jahren will der Münchner voll auf die Tourcard gehen.
Im Podcast „Tops Tops Tops“ mit Adrian Geiler und Max Maintz verriet Maendl-Lawrence, dass er seinen Fokus künftig komplett auf dieses Ziel richten möchte. Damit will sich der 22-Jährige seinen Traum erfüllen, mindestens zwei Jahre lang als Profi auf der PDC Pro Tour unterwegs zu sein.
Starke Next-Gen-Saison bringt Maendl-Lawrence erneut zur Super League
Die Grundlage dafür legte Maendl-Lawrence unter anderem mit einer erfolgreichen Saison auf der PDC Europe Next Gen. Der Münchner beendete die Rangliste auf dem sechsten Platz und sicherte sich damit frühzeitig einen erneuten Startplatz bei der PDC Europe Super League 2026.
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Auch seinen ersten Next-Gen-Titel durfte Maendl-Lawrence feiern. Beim zwölften Turnier in Hildesheim setzte er sich ausgerechnet im besonderen Double-in/Double-out-Format durch.
Im Rahmen des letzten Next-Gen-Wochenendes wurden die bereits feststehenden Teilnehmer der Super League von Adrian Geiler interviewt. Für Maendl-Lawrence ist das Turnier kein Neuland. Im vergangenen Jahr erreichte der Deutsche dort das Halbfinale und verpasste das Ticket für die Darts WM nur knapp.
Mittlerweile arbeitet Maendl-Lawrence nicht mehr ausschließlich am Board an seinem Spiel. Der 22-Jährige hat mit Kraftsport begonnen, um seine körperliche Verfassung zu verbessern und dadurch auch am Oche zu profitieren.
„Ich denke, das wird einen positiven Einfluss auf meinen Wurf haben. Ich merke das jetzt schon, dass es relativ gut ist, ich habe mehr Stabilität im Rücken“, so Liam Maendl-Lawrence.
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„Ich hoffe, dass bald die Tourcard kommt“
Sportlich sieht sich der Münchner ebenfalls auf einem guten Weg. Einen wichtigen Anteil daran hat das konstante Training mit Mika Donnevert. Gemeinsam arbeiten die beiden regelmäßig an ihrem Spiel und haben dadurch eine feste Routine entwickelt.
Auf die Frage, wo er derzeit genau stehe und wie er sein aktuelles Spiel einschätze, antwortete Maendl-Lawrence: „Es läuft eigentlich wirklich gut, das konstante Training mit Mika läuft wirklich sehr gut. Auch angenehm, eine tägliche Routine drinzuhaben. Vom Großen und Ganzen her hoffe ich, dass bald die Tourcard kommt, weil ich warte jetzt schon ein paar Jährchen. Auch wenn ich noch jung bin, will man es halt relativ schnell haben, dass man jetzt nicht sagt: Ah, ich will jetzt noch zwei Jahre warten und dass es dann kommt, sondern morgen die Tourcard und übermorgen gleich spielen.“
Vierte Super-League-Teilnahme in Folge
Zunächst wartet jedoch die PDC Europe Super League. Bereits zum vierten Mal in Folge qualifizierte sich Maendl-Lawrence für das Turnier, das Mitte November in Hildesheim ausgetragen wird.
„Ich werde den Spaß wieder mitnehmen. Mit den Leuten ist es einfach eine gechillte Zeit, auch wenn es unter der Woche ist. Und mit den Leuten zu chillen, zu darten – und auch wenn man das Spiel gegen die spielt, ist man keine Freunde an der Scheibe, aber außerhalb versteht man sich mit den Leuten immer prächtig.“
Erreichte bei der Jugend-WM 2025 das Viertelfinale gegen Beau Greaves: Liam Maendl-Lawrence
Trotz aller sportlichen Ambitionen spielt für Maendl-Lawrence damit auch die Atmosphäre bei der Super League eine wichtige Rolle. Am Board zählt der Konkurrenzkampf, abseits davon pflegt er ein gutes Verhältnis zu seinen deutschen Rivalen.
Eine zentrale Rolle bei seiner Entwicklung spielt weiterhin das Training mit Mika Donnevert. Maendl-Lawrence erklärte, dass das dauerhafte gemeinsame Training einen riesigen Einfluss auf sein Spiel habe.
Die rund zwei Stunden Training pro Tag seien für ihn ein großer Vorteil bei Turnieren. Gleichzeitig helfe ihm diese Routine auch mental. Sein Kopf wisse dadurch, dass er die benötigte Leistung grundsätzlich abrufen könne.
Deutscher Rekord bei der WDF-Weltmeisterschaft
Neben seinen Ambitionen bei der PDC hat sich Maendl-Lawrence auch bei der WDF längst einen Namen gemacht. Mit seiner vierten Teilnahme an der WDF-Weltmeisterschaft wird er zum deutschen Rekordteilnehmer. Damit kommt der Münchner dort sogar auf mehr Teilnahmen als Michael Unterbuchner.
Doch was würde passieren, wenn sich Maendl-Lawrence für die große PDC Darts WM im Alexandra Palace qualifiziert? Mit einer Entscheidung darüber möchte sich der 22-Jährige noch nicht beschäftigen. Der Münchner müsste sich dann für eine Weltmeisterschaft entscheiden.
„Nicht zu weit in die Zukunft schauen. Martin Schindler hat was Gutes gesagt: Man schaut immer zu weit in die Zukunft und dann scheidet man davor aus und dann ärgert man sich mehr darüber, dass man das im Kopf drei Wochen vorher hatte.“
Statt mögliche Szenarien durchzuspielen, möchte sich Maendl-Lawrence auf die Aufgaben konzentrieren, die unmittelbar vor ihm liegen. Die WDF-Weltmeisterschaft sieht er dabei auch als Absicherung, sollte es mit der Qualifikation für den Alexandra Palace nicht funktionieren.
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„Schwerer, sich für die WDF-WM zu qualifizieren als für die PDC-WM“
Dabei stellte Maendl-Lawrence eine interessante These auf. Aus seiner Sicht ist die Qualifikation für die WDF-Weltmeisterschaft sogar schwieriger als der Weg zur PDC Darts WM. Vor allem das Ranglistensystem und der hohe Reiseaufwand spielen für ihn dabei eine entscheidende Rolle.
„Ich persönlich finde, dass es schwerer ist, sich für die WDF-WM zu qualifizieren als für die PDC-WM, einfach weil man bei der WDF einen Haufen Punkte verteidigen muss und einen Haufen Punkte erspielen muss und es einfach viel Gereiße ist. Und wenn du bei der Pro Tour regelmäßig ein Spiel gewinnst, bist du eigentlich relativ sicher bei der Weltmeisterschaft dabei“, so der Münchner abschließend.
Für Maendl-Lawrence stehen damit spannende Monate bevor. Die erneute Super League, seine vierte WDF-Weltmeisterschaft und vor allem der langfristige Angriff auf die PDC Tourcard bieten dem 22-Jährigen gleich mehrere Chancen, den nächsten Schritt seiner Karriere zu machen.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









