Vorschau Winmau World Masters 2026 am Freitagabend: Martin Schindler startet gegen Luke Woodhouse in die neue Major-Saison

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 30 Januar 2026 um 9:00
Martin Schindler (2)
Das Winmau World Masters 2026 geht heute in seinen zweiten Turniertag. Am Freitagabend stehen die verbleibenden acht Partien der ersten Runde auf dem Programm. Im Fokus steht dabei das Aufeinandertreffen der letzten beiden Sieger des World Grand Prix: Mike De Decker und Luke Littler. Zudem wartet ein Highlight auf alle deutschen Fans: Martin Schindler absolviert seine erste Major-Partie im Jahr 2026.
Die Partien der ersten Runde werden im Modus „Best of Five Sets“ ausgetragen, wobei pro Satz zwei Legs zum Gewinn nötig sind. Nachfolgend finden Sie die Vorschau auf die acht Begegnungen, die am Freitagabend in der Arena MK in Milton Keynes ausgetragen werden.

Martin Schindler v Luke Woodhouse

Der Abend beginnt mit dem Duell zwischen Martin Schindler und Luke Woodhouse. Schindler startet als Nummer 15 der Setzliste ins Turnier und geht aufgrund seiner Weltranglistenposition als leichter Favorit in die Partie. Der Deutsche blickt auf ein stabiles Jahr zurück, auch wenn es bei den Majors nicht immer nach Wunsch lief.
Startet erstmals als Top-16-Spieler in eine PDC-Saison: „The Wall“ Martin Schindler
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Luke Woodhouse arbeitete sich derweil nahezu geräuschlos auf Rang 21 der Weltrangliste vor. Der 37-jährige Engländer etabliert sich zunehmend als feste Größe bei Major-Turnieren. Siebenmal standen sich beide bislang gegenüber: Die ersten fünf Duelle gewann Schindler, die letzten beiden gingen jeweils an Woodhouse.

Ross Smith v Jimmy van Schie

Im Anschluss greift Jimmy van Schie ins Geschehen ein. Der großgewachsene Niederländer sicherte sich zu Beginn dieses Monats seine PDC Tour Card und qualifizierte sich über den Umweg der Qualifikation für sein Debüt beim Winmau World Masters. Ende vergangenen Jahres hatte van Schie bereits die WDF-Weltmeisterschaft gewonnen.
In der ersten Runde wartet mit Ross Smith jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Der 36-jährige Engländer startet als Nummer 16 der Setzliste, ist seit Jahren fester Bestandteil der PDC-Weltspitze und konnte bereits einen Major-Titel gewinnen. An Erfahrung mangelt es Smith nicht – dennoch wird van Schie an seine Chance auf eine Überraschung glauben.

Danny Noppert v Daryl Gurney

Direkt danach steht mit Danny Noppert ein weiterer Niederländer auf der Bühne. Noppert spielte ein starkes Jahr 2025 mit vier Halbfinalteilnahmen bei Majors, doch der ganz große Titel blieb aus. Möglicherweise kostete ihn das auch die Nominierung für die Premier League Darts. Noppert will nun beweisen, dass diese Entscheidung ein Fehler war – beginnend beim World Masters.
Sein Gegner ist Daryl Gurney. Der 39-jährige Nordire gewann in seiner Karriere zwei Major-Titel, stagnierte jedoch über längere Zeit. Der gemeinsame Triumph mit Josh Rock beim World Cup of Darts wirkte wie ein Befreiungsschlag. Seitdem präsentiert sich Gurney deutlich verbessert.

Ryan Searle v Rob Cross

Das Duell zwischen Ryan Searle und Rob Cross zählt zu den am schwersten vorherzusagenden Partien des Abends. Searle befindet sich möglicherweise in der Form seines Lebens, was sein Halbfinaleinzug bei der letzten Weltmeisterschaft unterstreicht. „Heavy Metal“ kletterte auf Rang acht der Weltrangliste – die beste Platzierung seiner Karriere.
Rob Cross erlebt dagegen schwierige Zeiten. Der ehemalige Weltmeister rutschte nach einem enttäuschenden Jahr 2025 auf Platz 20 der Weltrangliste ab. Will er nicht weiter zurückfallen, muss Cross dringend wieder positive Ergebnisse liefern.

Josh Rock v Connor Scutt

Josh Rock gilt seit Jahren als kommender Major-Sieger. Der Nordire spielte ein solides Jahr 2025, das ihm die Nominierung für die Premier League Darts einbrachte. Bei den Majors blieb er jedoch häufig unter seinen Möglichkeiten. Für 2026 hat sich Rock daher klar vorgenommen, endlich einen Major-Titel zu holen – warum nicht bereits an diesem Wochenende?
Mit Connor Scutt trifft er auf einen Qualifikanten, der ein schwieriges Jahr 2025 hinter sich hat. Scutt besitzt jedoch zweifellos Qualität. Sechsmal standen sich beide bislang gegenüber, sechsmal gewann Rock. Ein mentaler Vorteil, den der Nordire klar auf seiner Seite hat.

Luke Littler v Mike De Decker

Das Duell der letzten beiden World-Grand-Prix-Sieger bildet eines der Highlights des Abends. Mike De Decker triumphierte 2024 beim Double-in-Double-out-Major, doch der erhoffte Durchbruch in die absolute Weltspitze ließ anschließend auf sich warten. Zwar gehört der Belgier mittlerweile zu den Top-20 der Weltrangliste, doch ein von Materialproblemen begleitetes 2025 verlief enttäuschend. Der 30-Jährige machte selbst keinen Hehl daraus, mehr erwartet zu haben.
Mit neuer Zuversicht startet De Decker nun in die Saison – und die wird er gegen Luke Littler auch brauchen. „The Nuke“ dominierte das vergangene Jahr mit zahlreichen Major-Erfolgen und krönte sich erneut zum Weltmeister. Das Winmau World Masters gehört allerdings zu den wenigen Major-Turnieren, die der 19-jährige Engländer bislang noch nicht gewinnen konnte.

Luke Humphries v Dave Chisnall

In der vorletzten Partie des Abends trifft Titelverteidiger Luke Humphries auf Dave Chisnall. Humphries gewann das Turnier im Vorjahr nach einem 6:5-Finalsieg gegen Jonny Clayton. Nach seinem Viertelfinal-Aus bei der letzten Weltmeisterschaft brennt der Engländer nun besonders auf eine starke Leistung in Milton Keynes.
Dave Chisnall rutschte als Nummer 22 der Welt gerade noch direkt ins Hauptfeld. Für den 45-Jährigen verlief das Jahr 2025 äußerst enttäuschend. Wie bei Rob Cross droht auch ihm ein weiterer Absturz in der Weltrangliste, sollte er nicht bald wieder in die Spur finden.

Stephen Bunting v Jeffrey de Graaf

Den Schlusspunkt des Abends setzen Stephen Bunting und Jeffrey de Graaf. Bunting gewann dieses Turnier 2024, wenn auch noch in anderer Form. Die Nominierung für die Premier League Darts 2026 sorgte dennoch für Diskussionen, da Bunting bei den Majors im vergangenen Jahr kaum überzeugen konnte.
In seinem Auftaktmatch trifft „The Bullet“ auf Jeffrey de Graaf. Der niederländische Schwede qualifizierte sich über das Qualifikationsturnier für das Hauptfeld und zeigte damit eine starke Reaktion auf sein frühes Aus bei der letzten Darts WM.
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