Die britische Dartswelt hat ihre Wertschätzung für eine besondere Initiative bekundet, in der Sport und Militärgemeinschaft zusammenkommen. Der frühere Weltmeister
Glen Durrant zollte seiner Nichte Zara, der treibenden Kraft hinter Defence Darts, ausführlich Respekt, nachdem sie mit Operation Bullseye das größte militärische Dartsevent aller Zeiten auf die Beine gestellt hatte.
Die Veranstaltung fand in Aylesbury statt und vereinte mehr als 500 Teilnehmende. Neben Militärangehörigen und Veteranen traten auch mehrere bekannte Namen aus der Profiszene in Aktion. Unter anderem waren Chris Dobey, Justin Hood, Ricky Evans, Alan Soutar und Ritchie Edhouse anwesend, um dem Projekt ihre Unterstützung zu zeigen. Am Ende holten sich Dobey und Darren McMahon die sportlichen Ehren.
Neben dem sportlichen Erfolg stand vor allem der gute Zweck im Mittelpunkt. Dank Operation Bullseye wurden mehr als 20.000 Pfund für Organisationen gesammelt, die sich der mentalen Gesundheit von Militärangehörigen und Veteranen widmen.
Durrant stolz auf die Leistungen seiner Nichte
Glen Durrant, dreifacher Weltmeister und inzwischen als Dartsanalyst tätig, gehörte zu den prominenten Gästen der Veranstaltung. Er betonte, wie stolz er darauf sei, wie Zara ihre Vision in ein Großevent verwandelt hat. „Sie ist in allem, was sie anpackt, unglaublich zielstrebig. Sie hat wirklich eine klare Vorstellung davon, wohin das führen kann. Sie ist jemand, der zu träumen wagt“, sagte Durrant.
Laut dem Ex-Champion ist die Zusammenarbeit mit Menschen aus dem Militärbereich etwas Besonderes. „Es ist eine große Ehre, mit Soldaten und Veteranen zusammenzuarbeiten. Das ist ein riesiges Event. Man spielt hier vor mehr als 500 Menschen und spürt, wie bedeutsam dieser Tag ist.“
Durrant hob zudem hervor, wie wichtig die Wurzeln des Sports bleiben. „Ich habe immer geglaubt, dass Darts ein Sport der einfachen Leute ist. Er kommt von der Basis, aus den Pubs und den Gemeinschaften. Inzwischen hat er sich zu etwas entwickelt, das fast schon rockig daherkommt.“
Durrants zufolge ist Zaras Familie enorm stolz auf das, was sie erreicht hat. „Welche Worte ich auch wähle, sie werden nie ganz ausdrücken, wie stolz wir auf sie sind. Allein die Tatsache, dass sie dieses Event organisieren konnte, sagt eigentlich alles.“
Von der Royal Air Force zum organisatorischen Erfolg
Zara verfügt selbst über einen beeindruckenden Hintergrund in der Militärwelt. Die Mutter von drei Kindern arbeitete als Logistikmitarbeiterin bei der Royal Air Force und kennt die Herausforderungen, mit denen Militärangehörige und Veteranen konfrontiert sind, aus eigener Erfahrung.
Ein besonderer Moment aus ihrer Vergangenheit ereignete sich, als sie während ihres Dienstes auf den Falklandinseln dafür sorgte, dass ihre gesamte Besatzung ihren Onkel Glen Durrant in der Premier League spielen sehen konnte.
Für ihren Einsatz wurde Zara kürzlich mit einer Drei-Sterne-Auszeichnung im Rahmen der jährlichen King’s Birthday Honours gewürdigt. Diese Anerkennung kam für sie zusätzlich zum Erfolg von Defence Darts, einer Organisation, die Darts nutzt, um Militärangehörige, Veteranen und Gemeinschaften miteinander zu verbinden.
Nach Abschluss von Operation Bullseye bedankte sich Zara bei allen Beteiligten. „Das war unser bisher größtes Event. Mit mehr als 500 Anwesenden und einer Summe von über 20.000 Pfund für militärische Wohltätigkeitsorganisationen können wir nur stolz sein“, sagte sie.
„Ein riesiger Dank gilt allen Militärangehörigen, die mitgemacht haben, aber auch den Dartsprofis, die ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben. Ohne sie und ohne unsere Sponsoren wäre das nicht möglich gewesen.“
Laut Zara ist dies jedoch erst der Anfang. „Ich bin unglaublich stolz darauf, wie weit wir gekommen sind. Das Ziel ist, dieses Event weiter wachsen zu lassen und noch mehr Menschen innerhalb der Militärgemeinschaft zu erreichen.“
Glen Durrant gewann 2020 die Premier League Darts
Soutar kennt die Auswirkungen des Militärdienstes
Auch Alan Soutar, bekannt als Profidarter und ehemaliger Soldat, betonte die Bedeutung von Initiativen wie Defence Darts. Der Schotte diente zehn Jahre als Kommandosoldat beim 29 Commando Regiment Royal Artillery und erlebte mehrere anspruchsvolle Einsätze unter anderem in Nordirland, Kosovo, Bosnien, Norwegen und Brunei.
Dadurch weiß Soutar wie kaum ein anderer, welche Auswirkungen militärische Erfahrungen auf das Leben von Menschen haben können. „Wenn man einem Veteranen begegnet, der mehrere Einsätze in Afghanistan absolviert, schreckliche Situationen erlebt und Kameraden verloren hat, dann wird einem klar, dass man niemals vollständig verstehen kann, was sie durchgemacht haben, wenn man nicht selbst dabei war“, sagte er.
Laut Soutar betrifft der Militärdienst nicht nur die entsandte Person, sondern auch deren Umfeld. „Es gibt so viele Menschen, die davon betroffen sind. Denken Sie an Familien, die jemanden verlieren, oder Partner, die zurückbleiben. Die Folgen sind enorm.“
Deshalb ist es ihm wichtig, über Darts etwas zurückzugeben. „Wenn militärische Wohltätigkeitsorganisationen dank dieses Events auch nur einem einzigen Soldaten helfen können, ist das bereits wertvoll. Und wenn diese Unterstützung wächst, können am Ende noch viel mehr Menschen erreicht werden.“
Damit hat Operation Bullseye nicht nur bewiesen, dass Darts Menschen zusammenbringt, sondern auch, dass der Sport ein starkes Mittel sein kann, um auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen.