„Wir wissen alle, dass ich ein schwieriges Jahr hinter mir habe“ – Michael van Gerwen weigert sich, sich im Vorfeld des World Matchplay um die Rangliste zu kümmern

PDC
Montag, 13 Juli 2026 um 18:00
Michael van Gerwen (3)
Michael van Gerwen startet am kommenden Wochenende mit einer schweren Auftaktaufgabe ins World Matchplay: In Runde eins wartet Andrew Gilding. Der Niederländer weiß aus Erfahrung, dass es in Blackpool keine leichten Lose gibt – und weigert sich, im Vorfeld über seinen Gegner oder das viele Preisgeld nachzudenken, das er in den kommenden Monaten in der Weltrangliste verteidigen muss.
Brisant an der Auslosung: Gilding besiegte Van Gerwen erst vor wenigen Wochen. Der dreifache Weltmeister misst dem trotzdem wenig Bedeutung bei. „Eigentlich ist es egal, gegen wen du spielst“, stellte Van Gerwen nüchtern fest. „In der ersten Runde bekommst du ohnehin keinen leichten Gegner.“

Fokus auf das eigene Spiel

Für den Brabanter zählt beim World Matchplay vor allem die eigene Leistung am Oche. Vom Namen seines Gegners oder dessen jüngster Form will er sich nicht ablenken lassen.
„Du musst immer am oberen Ende deines Leistungsvermögens sein. Du musst dafür sorgen, dass du dein eigenes Spiel spielst und deine eigenen Darts wirfst. Darauf schaue ich immer“, betonte Van Gerwen. „Wenn du zu sehr auf andere Spieler blickst, lenkt dich das nur ab.“

Keine Sorge wegen Ranking-Druck

Neben der sportlichen Herausforderung steht für Van Gerwen in den kommenden Monaten auch viel auf der PDC Order of Merit auf dem Spiel. Zwischen dem World Matchplay und der WM verteidigt er eine erhebliche Summe an Preisgeld. Vor zwei Jahren zog er in Blackpool ins Finale ein – entsprechend viele Ranglistenpunkte muss er nun bestätigen.
Druck verspürt Van Gerwen deswegen nach eigener Aussage nicht. „Nein, eigentlich nicht“, antwortete er auf die Frage, ob ihm die Ranglistenpunkte im Kopf herumspukten. „Wir wissen alle, dass ich ein schwieriges Jahr hinter mir habe. Natürlich, wenn du auf die Rangliste schaust, kannst du dich nur in Schwierigkeiten bringen, wenn du nicht gut spielst. So ist es nun mal.“
Statt über mögliche Folgen für seine Weltranglistenposition zu grübeln, wählt Van Gerwen einen pragmatischen Ansatz: Die volle Konzentration gehört der Arbeit am eigenen Spiel. „Du musst es akzeptieren und weitermachen“, sagte er. „Das Einzige, was du tun kannst, ist, das Maximum herauszuholen.“
Die ehemalige Nummer eins der Welt investiert deshalb weiter in sich selbst – mit dem Ziel, in den entscheidenden Momenten wieder Topniveau abzurufen. „Investiere weiter Zeit in dich selbst und versuche, die anderen Jungs in den Momenten zu schlagen, in denen es wirklich zählt“, schloss Van Gerwen. „Alles Weitere wird man sehen.“
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