ZURÜCK IN DIE VERGANGENHEIT MIT: Corey Cabdy - Mega-Talent, Major-Finalist, aber völlig von der Bildfläche verschwunden
PDC
In dieser Rubrik blicken wir regelmäßig mit einem besonderen Dartspieler zurück in die Vergangenheit. Heute steht der Australier Corey Cadby im Fokus dieser Serie.
Corey Cadby wurde am 18. März 1995 in Devonport geboren. Im Jahr 2016 gewann er nicht weniger als sieben Turniere des DPA Grand Prix Circuit im eigenen Land und sicherte sich damit ein Ticket für die Darts WM. Vor dieser Weltmeisterschaft hatte er bereits bei den Perth Darts Masters sein immenses Talent unter Beweis gestellt. Dort besiegte er in der ersten Runde keinen Geringeren als Phil Taylor mit einem deutlichen 6-2-Endstand und einem Average von über 103. Eine Runde später verlor er gegen Peter Wright.
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Jugendweltmeister
Bei der Jugendweltmeisterschaft im selben Jahr schlug er im Halbfinale Dimitri Van den Bergh. Im Finale war er mit 6-2 zu stark für den Niederländer Berry van Peer. So krönte sich Cadby mit 21 Jahren zum Jugendweltmeister. Die Erwartungen an sein WM-Debüt waren daher hoch. In der Vorrunde stellte der Chinese Sun Qiang kein Problem dar, doch dann musste Cadby sich gegen Joe Cullen geschlagen geben.
2018 gelang es Cadby nicht, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, aber ein paar Wochen später nahm er an der Q-School teil. Am Eröffnungstag besiegte er Callan Rydz im Finale und sicherte sich damit eine PDC Tour Card für zwei Jahre. King Cadby war eindeutig im Aufwind und gewann einen Monat später seinen ersten PDC-Titel, indem er das fünfte Qualifikationsturnier für die UK Open gewann. Im Finale schlug er Rob Cross mit einem fabelhaften Average von 108,77.

Major Finale
Einen Monat später sorgte Cadby bei den UK Open für eine Sensation. Bei einer Sonderausgabe, zu der sich aufgrund der schlechten Wetterbedingungen nur eine Handvoll Zuschauer im Butlins Minehead eingefunden hatten, gelang Cadby schließlich der Durchbruch zu den großen Jungs. Nach Siegen gegen Spieler wie Martin Schindler, Gerwyn Price und Robert Owen stand Cadby plötzlich im Finale. Der erste große Sieg winkte, doch Gary Anderson erwies sich im Finale mit 11-7 als zu stark für Cadby.
Cadby hatte sich in der Zwischenzeit zu einem Spieler entwickelt, der von allen Spitzenspielern beachtet wurde, aber abseits des Dartsports machte er regelmäßig mit nicht ganz so positiven Schlagzeilen von sich reden. Cadby war inzwischen vorbestraft und hatte Probleme, ein weiteres Visum für das Vereinigte Königreich zu bekommen. So wurde es fast unmöglich, seine Tour Card zu behalten, und schließlich beschloss Cadby selbst, seine Tour Card Anfang 2020 abzugeben.
In den folgenden Jahren hörte man wenig von Cadby, und so war es eine Überraschung, als er Anfang 2023 plötzlich bei der Q-School auftauchte. Er schien nichts von seinem immensen Talent eingebüßt zu haben und holte sich seine Tour Card am zweiten Tag, indem er Karel Sedlacek im Finale mit einem Average von weit über 100 vom Oche fegte.
So freuten sich viele Dartfans auf Cadbys Rückkehr auf die Pro Tour, aber dazu kam es letztendlich nicht. Am Ende nahm er 2023 an keinem einzigen PDC Turnier teil und die PDC entzog ihm Anfang des Jahres aus diesem Grund seine Tour Card.
Es bleibt also abzuwarten, ob Cadby seine persönlichen Probleme in den Griff bekommt und, falls ja, ob er jemals wieder einen Versuch unternehmen wird, eine Tour Card zu ergattern. Er ist erst 29 Jahre alt und könnte im Prinzip noch lange Zeit an der Spitze stehen.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









